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Moira J. Moore: The Hero Strikes Back (Heroes, Band 2)

27. Dezember 2010
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„Our ancestors came to our world on ships that flew to the stars. Even the most uneducated idiot knew that. So what was this idea of gods somehow watching the planet? Where did they come from? And where were they supposed to be? Floating around up there in the sky, invisible, spying on us?
Creepy.“

 

Autor: Moira J. Moore

Titel: The Hero Strikes Back

Reihe: Heroe Series 2

Verlag: Ace Books, 2006

ISBN: 0441014402

Preis: ca. 6,00 €

Besonderheiten: keine Übersetzung

 

Die Versuchung: …war ganz sicher nicht das Cover! Band 1 war ja schon eine mittlere Katastrophe, aber immerhin mit einem Hang zur Selbstironie, das hier ist einfach nur extrem scheußlich.

Was habe ich erwartet? Einen netten Fantasyroman mit liebenswerten Charakteren – genau das, was Band 1 auch schon war

Was habe ich bekommen? Sehr viel von den liebenswerten Charakteren, leider zu wenig überzeugenden Plot, alles in allem aber einige vergnügliche Lesestunden

In einer von Naturkatastrophen gebeutelten Welt sind die Paare, Zweierteams bestehend aus Schild und Quelle, die die nahenden Unwetter erahnen und abwehren können, lebenswichtig. Besonders in einer Stadt wie High Scape, die öfter heimgesucht wird, als alle anderen Gebiete des Reiches.
Schild Lee und Quelle Taro sind durch die Gefahren ihres letzten Einsatzes zu einem verlässlichen Team geworden und verrichten ihren Dienst inzwischen beinahe routinemäßig. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn gleich mehrere Unwetter der nichtmeterologischen Sorte nähern sich der Handelsstadt.
Eine Mordserie an Aristokraten versetzt den Adel der Stadt in Sorge und Lee ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass ihr Partner Taro ebenfalls blaues Blut in sich trägt, selbst wenn er seinen Titel abgelegt hat. Als wäre das nicht genug, suchen extreme Wetterzustände die Region heim. Glühende Hitze wechselt mit heftigen Schneefällen und es gibt nichts, was die Paare, deren Macht sich nur auf Unwetter erstreckt, dagegen machen könnten. Nur dass das die erzürnte Bevölkerung herzlich wenig interessiert und die sonst so hochgeschätzten Paare sich bald einem wütenden Mob gegenübersehen, der glaubt sie würden ihre Pflichten vernachlässigen.
Doch die wahre Katasthrophe naht erst noch: Lees und Taros Mütter haben ihren Besuch angekündigt…

Moira J. Moores „Heroes“-Reihe gehört zu den Serien, die ich objektiv betrachtet nicht besonders gut finde, die mir aber so viel Spaß macht, dass ich nicht anders kann, als nach dem Ende jedes Bandes sofort den nächsten zu bestellen.

Zu meinem Leidwesen erfährt man in „The Hero Strikes Back“ nicht sehr viel mehr über die Welt, in der die Geschichte spielt, als schon im letzten Band. Noch immer bleiben bei mir einige Fragen offen und ich hoffe, dass die irgendwann noch geklärt werden.
Dafür erfährt man aber umso mehr über die Figuren. Die Beziehung zwischen Taro und Lee hat sich weiterentwickelt. Misstrauen und Abneigung sind gewichen und die beiden pflegen einen liebevollen und spielerischen Umgang, wo Körperlichkeit aufgrund ihres engen Bundes Trost spenden kann und kleinere Kabbeleien an der Tagesordnung sind. Dass die Grenzen zwischen freundschaftlicher Innigkeit und sexuellem Begehren dabei fließend werden können, müssen die beiden immer wieder feststellen, selbst wenn sie bemüht sind, ihre Gefühle jedes Mal sofort wieder aufzuräumen. Es wird also wohl noch ein Weilchen dauern bis wir Lee und Taro als Paar sehen können – wenn überhaupt -, aber sonst würde es ja auch keinen Spaß machen, nicht wahr?
Dank der anrückenden Mütter, erfahren wir auch eine Menge über die Kindheit der beiden, so dass man besser versteht warum sie so sind, wie sie sind. Ich mag es, wie gegensätzlich sich Lee und Taro nicht nur aufgrund ihrer Rollen – Schilde sind nüchtern und vernunftsbetont, Quellen sehr emotional -, sondern auch aufgrund ihres bisherigen Lebensweges sind.
Wenn es um die Figuren geht, gibt es bei mir also in diesem Band nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil, in dieser Hinsicht macht das Buch sehr viel Spaß.
Schwächer ist er dagegen, was den eigentlichen Plot angeht. Mehrmals musste ich mir an den Kopf fassen, weil Lee völlig offensichtliche Querverbindungen nicht sieht und entsprechend auch nicht handelt. Das war fast ein wenig, als ob in einem Krimi der Mörder zum Ermittler kommt und ihm die Tat gesteht, der aber nichts unternimmt und den Täter weitermorden lässt, bis man ihm die offensichtlichen Beweise so unter die Nase reibt, dass er sie nicht mehr ignorieren kann. Lees wiederholte Begriffsstutzigkeit war einfach nur ärgerlich und unglaubwürdig.
Der Fall wird für meine Begriffe dann auch sehr unbefriedigend aufgelöst und ich hoffe auch hier, dass einige der offenen Fragen sich in späteren Bänden noch klären werden, sonst wäre das wirklich sehr schwach.

Die Heroes-Reihe ist leichtes, fluffiges Lesefutter, das gar nicht versucht etwas Größeres zu sein. Deshalb funktioniert sie auch so gut, man verzeiht ihr vieles, lässt sich fallen und hat einfach nur Spaß beim Lesen.
Aufgrund großer Sympathien für das Weltenkonzept und vor allem die Figuren vergebe ich:

Wertung: 4,0 (von 5,0 Punkten)

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