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Julie Kagawa: The Iron King – Iron Fey 1 (deutsch: Plötzlich Fee – Sommernacht)

19. Februar 2011
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Ich hatte ja angekündigt, eventuell ein paar Rezensionen aus der Mottenkiste während meiner Pause hier einzuschieben, und das ist die erste davon.

 

Autor: Julie Kagawa

Titel: The Iron King (Sommernacht)

Reihe: The Iron Fey (Plötzlich Fee) 1

Verlag: Harlequin 2010 (Heyne fliegt 2011)

Preis: ca. 8 € (16,99 €)

Seiten: 370 (500)

ISBN: 0373210086 (3453267214)

 

 

Die Versuchung: Ich habe das Buch geschenkt bekommen, sonst wäre ich wohl nie darauf aufmerksam geworden.

Was habe ich erwartet: Die romantische Mädchenfantasy boomt ja derzeit so arg, dass die Wahrscheinlichkeit, an eine Niete zu geraten, sehr hoch ist. Also habe ich meine Erwartungen nicht zu hoch angesetzt.

Was habe ich bekommen: Einen wirklich schönen Fantasyroman, der mit den Motiven der irischen Sagenwelt spielt, und neben Romantik auch Action und eine gute Geschichte zu bieten hat.

Megans sechzehnter Geburtstag ist eine einzige Katastrophe: Erst wird sie von dem Jungen, in den sie verschossen ist, vor ihren versammelten Mitschülern gedemütigt, dann findet sie zu Hause statt ihres kleinen Bruders einen gefährlichen Wechselbalg vor.
Von ihrem besten Freund Robbie muss Megan erfahren, dass ihr Bruder von Feen entführt wurde. Er zeigt ihr den Weg ins Reich der Fae, malerisch und tödlich zugleich, einen Ort, an dem man niemandem vertrauen und nichts versprechen sollte.
Kaum angekommen, wird Megans Leben noch viel mehr auf den Kopf gestellt: Nicht nur, dass Robbie in dieser Welt Robin Goodfellow – besser bekannt als Puck – ist, sie selbst soll die Tochter des Sommerkönigs Oberon und damit ebenfalls eine halbe Fae sein. Bevor sie das verdauen und ihren Bruder finden kann, wird sie hineingezogen in den ewigen Krieg zwischen Sommer- und Winterreich. Und dann begegnet sie bei Hofe Ash, dem eiskalten Prinzen des Winterreichs. Sie kennt ihn, denn er hat sie auf ihrer Reise verfolgt und versucht sie zu töten, aber jetzt bei ihrer erneuten Begegnung weckt er Gefühle in Megan, die mehr als verwirrend sind und von denen sie nicht hoffen kann, dass sie jemals erwidert werden…

Ich schreibe die Rezension aus der Erinnerung, weil es schon eine Weile her ist, seit ich den Roman gelesen habe. Aber es war eine so positive Erfahrung im weiten Feld der romantischen YA-Fantasy, dass ich jetzt, wo auch eine deutsche Ausgabe (unter einem sehr naiven Titel, der so manchen Leser vielleicht verschreckt) angekündigt ist, die Gelegenheit nutzen möchte, das Buch vorzustellen.

„The Iron King“ hat mich wirklich positiv überrascht. Es ist eines der wenigen Bücher, die bei mir diese irrationale Sogwirkung entfaltet haben, so dass ich alles um mich vergessen und bis in die Morgenstunden gelesen habe. Meine innere Meckertante hatte ausnahmsweise Sendepause, obwohl es sicher Dinge gibt, an denen man sich festbeißen hätte können, aber ich hatte einfach nur Spaß am Lesen.
Megan ist zugegebenermaßen nicht gerade die interessanteste Heldin, aber immerhin eine, die sich auch allein behaupten kann und nicht immer auf ihre Umgebung angewiesen ist. Die Geschichte selbst hat aber auch genug andere Vorzüge. Einen niedlichen, großmäuligen Sidekick zum Beispiel, der ein Verwandter von Alices Grinsekatze aus dem Wunderland sein könnte. Oder das atmosphärische Feenreich mit seinen Gefahren, das von Julie Kagawa so lebendig geschildert wird, dass man als Leser sofort darin versinken kann. Und natürlich die oblogatorischen Love Interests, bei denen man sich gar nicht entscheiden kann, wem man das Herz der Heldin mehr gönnt. Team Ash oder Team Puck – ich bin froh, dass ich aus dem Alter raus bin, in dem mich solche Fragen intensiv beschäftigen, ich könnte mich nämlich nicht entscheiden.
Glücklicherweise verlässt sich aber „The Iron King“ nicht nur auf seine romantischen Wirrungen, es hat auch einen spannenden Plot, der mit dramatischen Wendungen und guten Ideen aufwarten kann. Es wird Vielzahl von Konflikten aufgebaut, von denen in diesem Band nur einer wirklich gelöst werden kann. Das macht natürlich Lust auf die Folgebände der auf 4 Teile angelegten Serie.
Wer also nicht zu große Schmerzen dabei verspürt, Puck (aus dem „Sommernachtstraum“) zum Love Interest in einer phantastischen Mädchenromanze werden zu sehen und generell Bücher dieser Art mag, dem kann ich nur eine absolute Empfehlung für „The Iron King“ aussprechen. Für mich ist es eines der besseren Bücher, die ich in diesem Genre bislang gelesen habe.

Wertung: 4,0 (von 5,0)

3 Kommentare leave one →
  1. Bon-sai permalink
    20. April 2011 20:14

    Ich lese es auch gerade und mich hat es irgendwie auch gleich in seinen Bann gezogen. Obwohl sich meine innere Meckertante doch schon gemeldet hat: In dem Buch werden Feen und Elfen oft irgenwie gleichgesetzt. Da stehen dann am lichten Feenhof auf einmal Elfenkrieger und dann sinds wieder BlumenFeen und dann wieder Blumenfeen. Und da bin ich ein wenig allergisch. Feen sind Feen und Elfen sind Elfen. Und Feen sind keine Elfen. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie das im englischen Text gehalten ist. Aber sonst ist es, wenn man mal von dem völlig beknackten Titel absieht, echt ein schönes, spannendes Jugendbuch das bei mir definitiv Lust auf weitere Teile macht.

    • 20. April 2011 20:25

      Im Original sind es einheitlich „Fae“, da dürfte die Übersetzung Schuld sein. (Und die Tatsache, dass wir in Deutschland einfach kein passendes Wort für Fae oder Fairie haben… grrr).

      Freut mich, dass es dir auch gefällt ich überlege ja noch immer, Band 2 demnächst zu lesen, aber meine „Igitt, ein phantastischer Teenieroman mit Liebesgeschichte“-Allergie ist einfach noch nicht ganz überwunden…

  2. skyla permalink
    12. Februar 2013 15:19

    Ich habe dieses Buch auch gelesen und erst gedacht das das wieder so ein Liebesroman ist die ich überhaupt nicht ausstehen kann ist, aber dann wurde ich von dem Buch in seinen Bann gezogen. Am ende habe ich überlegt ob ich mir auch das zweite Buch kaufe und das habe ich dann getan und bin echt positiv überrascht!! Eigentlich kann ich das nur empfelen (ich habe eine Liebesroman-Allergie und fande dieses Buch trotz allem sehr gut!)

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