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[Rezension] Patricia C. Wrede / Caroline Stevermer: Sorcery and Cecelia – Kate and Cecelia #1

1. Mai 2011

Dearest Kate,
It is dreadfully flat here since you have been gone, and it only makes it worse to imagine all the things I shall be missing. I wish Aunt Elizabeth were not so set against my having a Season this year. She is still annoyed about the incident with the goat, and says that to let the pair of us loose on London would ruin us both for good, …

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Autor: Patricia C. Wrede; Caroline Stevermer

Titel: Sorcery & Cecelia OR The Enchanted Chocolate Pot

Reihe: Kate und Cecelia – Band 1

Verlag: Harcourt, 2003 (1988)

ISBN: 0152046151

Seiten: 320

Preis: c.a. 6 €

Besonderheit: Keine deutsche Übersetzung

Weitere Bände: 2. The Grand Tour; 3. The Mislaid Magician


Die Versuchung: Ich hatte bereits den Doppelband „A Matter of Magic“ von Patricia C. Wrede gelesen, der in einer ähnlichen Welt spielt und wollte definitiv mehr davon.

Was habe ich erwartet: Ich war etwas skeptisch, weil ich beim ersten Aufschlagen feststellte, dass es sich um einen Briefroman handelt und habe befürchtet, dass diese Form für mich eine etwas zu große Distanz zum Geschehen bedeutet könnte.

Was habe ich bekommen: Meine Befürchtungen wurden nicht bestätigt, „Sorcery and Cecilia“ ist ein charmantes und unterhaltsames Buch, in dem ich mich dank seiner „Austen-Atmosphäre“ sofort wohlgefühlt habe.

Eigentlich sind die Cousinen Cecelia und Kate unzertrennliche Freundinnen, doch diesen Sommer müssen sie getrennt voneinander verbringen: Kate hat ihre erste Ballsaison in London, während Cecelia wegen eines dummen Streiches in Essex auf dem Land zurückbleiben muss. Sie lassen es sich aber trotzdem nicht nehmen, durch einen regen Briefwechsel in Kontakt zu bleiben.
Was als Austausch von Klatsch beginnt, wird schnell zu einem großen Abenteuer, als Kate auf einem Ball von einer mysteriösen Frau beinahe mit dem Inhalt einer Kanne heißer Schokolade vergiftet wird. Ehe sie sich versieht, wird sie fast in einen Baum verwandelt und findet sich als falsche Verlobte eines unverschämt arroganten Magiers wieder.
Aber auch Cecelias Aufenthalt auf dem Land stellt sich als wesentlich turbulenter heraus, als sie zunächst dachte. Ein geheimnisvoller Mann beobachtet sie aus der Ferne und sie stöbert seltsame Kräutersäckchen mit zweifelhaftem Inhalt unter fremden Betten auf.

Sorcery and Cecealia spielt in einer alternativen Vergangenheit zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eigentlich ist alles so, wie wir es kennen, sogar Lord Byron läuft mehrmals durchs Bild, außer dass es in der Gesellschaft auch Magier gibt. In das Machtgerangel zwischen diesen Magiern geraten die Heldinnen Kate und Cecelia und das ist der Beginn eines turbulenten Abenteuers.
Der Roman begann als Schreibspiel zwischen zwei befreundeten Autorinnen, die die Geschichte fast ohne Absprachen abwechselnd in Briefen verfassten. Das nachträglich überarbeitete Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen, selbst wenn man stellenweise noch merkt, dass der Plot nicht von Anfang an durchgeplant war.
Der Einstieg fiel mir zunächst schwer. Mir flogen die Namen nur so um die Ohren und es dauerte eine Weile, bis ich sie mir gemerkt und die Personen und ihr Beziehungsgeflecht erfasst hatte. Auch die beiden Mädchen konnte ich kaum auseinanderhalten, da sie, obwohl von verschiedenen Autorinnen geschrieben, doch recht ähnliche Erzählstimmen haben. Nach den ersten 50 Seiten legte sich aber auch das und das Buch las sich sehr leicht und schnell.
Kenner der Zeit hätten sicher einiges zu meckern. Ich bin mir nicht sicher, wie realistisch das Verhalten und die Ausdrucksweise der doch recht resoluten und selbstbewussten jungen Damen ist. Für mich als relativ unbedarfte Leserin funktioniert die Illusion trotzdem. Das Buch fühlt sich ein wenig an wie ein Jane Austen Roman, ist aber etwas lebhafter, bunter und jünger.
Der romantische Teil des Romans war allerdings ein wenig enttäuschend. Zwar wurde tolle Aufbauarbeit geleistet, mit kleinen Gesten und amüsanten Schlagabtäuschen, aber irgendwie blieb das alles bis zum Ende so vage, dass man beim plötzlichen Happy End das Gefühl hatte, etwas verpasst haben zu müssen. Zumal die Herren der Schöpfung ein klein wenig blass bleiben.
Trotzdem hatte ich einen Heidenspaß beim Lesen und hätte jetzt gerne noch mehr Romane dieser Art, in denen sich Regency-Romanze mit Magie mischt. Für gute Vorschläge bin ich immer offen.

Wertung: 4,0 Punkte (von 5,0)

One Comment leave one →
  1. Pia permalink
    19. Juni 2011 21:54

    Das klingt schon so toll. Ich glaube, dass kaufe ich mir in naher Zukunft ebenfalls. =)

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