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Weltreise eines Buches: The Hunger Games

9. Mai 2011

Als ich neulich wegen des japanischen Soulless-Covers auf amazon.jp stöberte, fiel mir wieder auf, wie spannend ich es finde, zu sehen, wie Bücher in anderen Ländern aussehen. Wenn ich im Ausland bin, stöbere ich immer gerne durch Buchhandlungen dort und suche nach Büchern, die ich kenne. Und auf Autorenseiten gehe ich sehr gerne auf den „Foreign Cover“-Bereich, sofern ein solcher vorhanden ist. Also dachte ich mir, dass ich hin und wieder eine kleine Coverweltreise unternehme und mir ansehe, wie bekannte Bücher in anderen Ländern verkauft werden.

Zum Auftakt gleich ein Buch, von dem es besonders viele Versionen gibt: Suzanne Collins‚ dystopischer Jugendroman The Hunger Games.

       
 Das originale US-Cover von Scholastic.  Die UK-Variante in der Katniss-Version von Scholastic  Die UK-Variante in der Peeta-Version von Scholastic  Das deutsche Cover bei Oetinger
     
 Optisch stark an die US-Version angelehnt ist das Cover aus Frankreich bei Pocket Jeunesse  Auch in Spanien bei Molino hat man sich für das Original entschieden, aber den Titel an die Landessprache angepasst.  Eine unheimlichere Variante kommt aus Italien bei Mondadori Ragazzi

Mir gefällt’s.

 Die niederländische Ausgabe bei Unieboek Bv sieht mir persönlich viel zu nett aus. Eine perfekt geschminkte Katniss zwischen malerischem Herbstlaub? Passt nicht.
       
Das schwedische Cover von bonnier utbildning  finde ich wirklich scheußlich. Allein dieser pinke Würfel …
 Die serbische Ausgabe Igre gladi bei Alnari versprüht einen Hauch von „Herr der Fliegen“. Nicht toll, aber passend.  Interessant, dass man sich in Litauen für das deutsche Cover entschieden hat. Verlag: Alma littera  Nackte Haut gibt es in Russland unter dem Titel Голодные игры bei АСТ. Schlagt mich nicht, aber irgendwie mag ich dieses Cover, weil es Emotion vermittelt.
   
Die chinesische Ausgabe 飢餓遊戲 (jī’è yóuxì = Hunger Games) beim Verlag 大塊文化 ist ziemlich hübsch, finde ich.  Das typische Mangacover gibt es in Japan unter dem Titel ハンガー・ゲーム (hanga geemu = Hunger Game) bei メディアファクトリー. Nicht mein Fall, obwohl ich sonst japanische Cover sehr gerne mag.  In Korea hat man sich wieder für das US-Cover entschieden: 헝거 게임 (Heongga Geim = Hunger Game) bei Book Folio.

Es gibt noch viel mehr internationale Ausgaben des Buches, aber alle anderen hatten sich für eine leicht bearbeitete Variante des US-Covers entschieden und es war mir etwas zu öde, 20 Mal das gleiche Bild einzufügen. Es existieren also noch Ausgaben in folgenden Sprachen: Portugiesisch, Katalanisch, Slovakisch, Bulgarisch, Finnisch, Griechisch, Norwegisch, Indonesisch, Tschechisch, brasilianisches Portugisisch, Türkisch und Polnisch.

8 Kommentare leave one →
  1. 10. Mai 2011 20:11

    Sehr interessant, diese Weltreise!

    Ich würd dich zwar niemals totschlagen, aber ich find das russische Cover zwar ganz hübsch, aber total unpassend. Das sieht mir zu sehr nach Lovestory aus!🙂

    Für meinen Geschmack ist die US-Ausgabe nach wie vor ungeschlagen – wobei ich die serbische und die chinesische aber klasse finde. Und wie öfters mal gefällt mir außerdem das koreanische Design. Die deutsche Ausgabe mag ich irgendwie nicht, keine Ahnung, wieso.

    • 10. Mai 2011 20:33

      Hach ja, ich weiß, es passt nicht, aber es erzählt eine Geschichte und ich mag sowas (wenn es nun auch noch die Geschichte des Buches wäre …).

      Ich mag koreanische Buchcover auch oft gerne, wobei ich mir hier mehr erwartet hatte.

  2. 11. Mai 2011 16:32

    So geht es mir auch: wenn ich im Ausland bin, dann werden erstmal die Buchhandlungen durchstöbert. Wie sehen die Cover der Bestseller aus? Welche Titel sind dort gerade aktuell, die man bei uns auch gerade kennt? Was ist dort in der Präsentation und Auswahl der Titel anders als bei uns?

    in obigem Fall gefällt mir die chinesische Variante am besten, sehr aussagekräftig, ohne dass man ein fremdes Gesicht aufgedrückt bekommt (das russische ist nicht so mein Ding, weil ich gerne eigene Gesichter habe beim Lesen) … das Mangateil finde ich eher irritierend, aber ist halt eine andere Kultur …

  3. 14. Mai 2011 13:23

    Ich find – aber nicht nur deswegen – Goodreads sehr praktisch, weil man da mit eins, zwei Klicks sich fast sämtliche vorhandene Cover zu einem Buch ansehen kann. Aber so eine Gegenüberstellung in groß ist natürlich am schönsten🙂

  4. 27. November 2011 15:10

    Witzig, dass bei der serbischen Ausgabe der Name von Suzanne Collins so verhackstückt ist!

    • 28. November 2011 20:01

      Schon, oder? Ich finde es immer seltsam, Autorennamen in die Schreibweise der Landessprache zu übertragen.

Trackbacks

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