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Kdrama – Meine Liebe zur koreanischen Popkultur

24. Juli 2011

In den Monatsübersichten hatten sie ja schon Gastauftritte und ab jetzt werden sie häufiger hier im Blog zu finden sein: Kdramas (korean dramas), TV-Miniserien aus Südkorea. Anfangs habe ich gezögert, hier auch ausführlich darüber zu berichten, weil ich mir nicht sicher war, ob das überhaupt jemanden interessiert, aber ich habe einfach Lust dazu, öfter darüber zu schreiben und wie sagte die Bücherphilosophin dieser Tage so nett: „Mein Blog, meine Regeln“😉

Der Umfang eines Kdramas liegt meist bei 16-20 einstündigen Folgen, obwohl es auch kürzere und längere Formate gibt. In Korea werden zwei Folgen pro Woche ausgestrahlt und das immer an zwei Tagen hintereinander (Mo-Di; Mi-Do; Sa-So).
Thematisch reicht es von tragisch bis komisch, von romantischer Komödie über Melodrama zu Thriller, Fantasy oder historischen Stoffen. Meistens sind es Originaldrehbücher, manchmal aber auch Adaptionen von Romanen oder Manga-Serien.

Die Liebe zu diesem Format entwickelte sich vor etwa 5 Jahren, als ich in den Semesterferien eine Menge Freizeit hatte. Zu dieser Zeit  machte mich auf die Suche nach einem Anime zu der Manga-Serie Mars von Fuyumi Soryo, einer Liebesgeschichte um einen rebellischen Motorradfahrer und eine schüchterne Künstlerin.
Was ich fand, war kein Anime, sondern eine einundzwanzigteilige Realverfilmung aus Taiwan mit englischen Untertiteln auf Youtube. Trotz aller Rührseligkeit, Melodramatik und durchwachsener Schauspielkunst, ich habe mich wie gebannt durch diese Serie gefräst. Ich entdeckte danach noch einige weitere quietschige, kitschige und rührselige Serien und war völlig entzückt. (Heute würde ich manches, was ich damals angesehen habe, wohl keine fünf Minuten mehr aushalten, aber zu der Zeit war es toll. ;))
Dann stellte ich fest, dass es in Japan dieses Format ebenfalls gibt und weiter ging es mit japanischen Dorama (oder Jdrama), wie das dort heißt. Irgendwann landete ich dann bei meiner ersten koreanischen Serie. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, aber nach einigen weiteren Ausflügen in die koreanische Dramalandschaft war es um mich geschehen. Bessere Darsteller, wie ich fand, etwas weniger alberner Humor, dafür umso mehr Emotion. Ja, das war mein perfektes neues Guilty Pleasure. Die ideale Ablenkung von Prüfungsstress und Hausarbeiten, wenn mein Kopf mal wieder zu voll war, um mich auf ein Buch zu konzentrieren.

Heute sehe ich tatsächlich fast nur noch koreanische Serien, weil ich sowohl die Sprache als auch die Art, wie die Geschichten dort erzählt und produziert werden, am liebsten mag.Es sind natürlich populäre Stoffe, aber teilweise sehr clever geschrieben, mit ungewöhnlichen Charakteren und Wendungen, die man in den TV-Formaten hierzulande so nicht zu sehen bekommt. Abgesehen davon gibt es selbstvertändlich auch dort wiederkehrende Motive und Klischees, auf die man gerne verzichten könnte, obwohl sie irgendwie ja auch dazugehören.

Der große Vorteil ist für mich das kurze, abgeschlossene Format. Es wird relativ kompakt eine abgeschlossene Geschichte erzählt, die dann auch zu Ende ist. Man hat also mehr Gelegenheit die Figuren und Konflikte einzuführen und aufzubauen als in einem Film, man muss die Handlung aber auch nicht endlos ziehen wie ein einer Soap oder den hier üblichen, längeren Telenovelas. Auch mit immer schlechter werdenden Staffeln oder offen bleibenden, weil frühzeitig abgesetzten, Serien, wie bei diversen US-Formaten, muss man sich nicht herumschlagen. Ich empfinde das einfach als perfekt für mich und meine Vorlieben.
Die weltweite Community ist in den letzten Jahren vor allem durch die steigende Popularität von Streamingportalen sehr stark gewachsen. Mittlerweile befassen sich sehr viele englischsprachige Foren und Blogs mit Kdramas. In Deutschland gibt es nur sehr wenige, die sich diesem Thema widmen, auch deshalb finde ich es ganz reizvoll, ab und zu etwas zu der ein oder anderen Serie zu schreiben.
Der wohl bekannteste US-Blog ist mit Sicherheit Dramabeans, auf dem zwei in Amerika geborene und lebende Koreanerinnen News und Recaps (Nacherzählung und Analyse jeder Folge) schreiben. Ich kann diesen Blog tatsächlich sehr empfehlen, denn die Betreiberinnen haben einen ganz gesunden Blick auf die Formate, die sie besprechen. Sie können sich einerseits ungemein für diese Serien begeistern, setzen sich aber auch kritisch damit auseinander und sparen nicht mit ein wenig Spott und Ironie, wenn es angebracht ist. Aufgrund ihrer Herkunft können sie zudem Dinge erklären, die sich jemandem, der mit der koreanischen Kultur nicht so vertraut ist, nicht unbedingt gleich erschließen.

So viel also zur Einführung. Demnächst wird es dann einen Mammuteintrag mit Kurzrezensionen zu den im ersten Halbjahr 2011 gelaufenen Serien geben.

4 Kommentare leave one →
  1. 25. Juli 2011 19:20

    Die einzige Doramaepisode, die ich mir jemals angetan habe, war die erste Folge der Princess Princess Realumsetzung. Schmeeeeerz *g* „1 Litre of Tears“ wurde mir immer sehr ans Herz gelegt, ich hab mich aber nie dazu durchringen können, das mal einzuschalten. Aber vielleicht finde ich bei dir ja jetzt DIE Serie, die ich unbedingt sehen muss. Eine Leserin für dieses Thema hast du also schon mal🙂

    • 25. Juli 2011 21:33

      Oh je, mit „Princess Princess“ hast du dir ja ein echtes Schmankerl ausgesucht. *lach* Eine Episode, mehr habe ich auch nicht durchgehalten. Das ist schon sehr … äh … extrem.
      „1 Litre of Tears“ habe ich nie gesehen, obwohl es ja so eine Art Klassiker ist. Aber ich mag einfach keine allzu tragischen Stoffe.

      Das freut mich, dann weiß ich, dass ich nicht ganz allein für mich schreibe.😉

  2. 26. Juli 2011 20:12

    Princess Princess konnte ich nicht sehen, weil ich es nirgendwo in einigermaßen augenfreundlicher Qualität finden konnte. Wenn ich mir eure Kommentare da durchlese, habe ich vielleicht sogar mir etwas erspart. Bei Sapuri mit Kame von KAT-TUN habe ich auch nicht länger als 4 Episoden durchgehalten. K-Dramas haben für mich J-Dramas längst aus dem Rennen geworfen😄

    Zu deinem Eintrag: ICH WUSSTE ES. Hatte ich irgendwie im Gefühl, dass du dazu etwas schreiben würdest. Ich weiß nicht weshalb. Vielleicht, weil du meinen Blog entdeckt hast und ich dachte/wünschte, dass das andere automatisch animiert. Mich hast du auch schon mal zur Leserin!🙂
    Darf ich dich daher verlinken und einen Eintrag über deinen Blog machen? Würde mich natürlich auch freuen, wenn du meinen Blog irgendwann erwähnst oder verlinkst. ^^
    Ganz liebe Grüße!
    schwertkrabbe

    • 27. Juli 2011 14:45

      Ich weiß nicht, ob „Princess Princess“ je augenfreundlich sein kann. *gg*
      Ich gucke auch ein Weilchen schon keine Jdramas mehr, wobei ich in der Vergangenheit doch einige gesehen habe, die mir in guter Erinnerung geblieben sind, also sollte ich vielleicht mal wieder.

      *g* Ich hatte ja bei dir auch schon gesagt, dass ich mit dem Gedanken spiele. Dass ich nicht ganz allein damit bin, hat mich natürlich noch ein klein wenig bestärkt.

      Was deinen Vorschlag per Mail angeht: Danke, vielleicht komme ich darauf zurück, aber erstmal muss ich mich hier ein wenig daran gewöhnen, überhaupt über das Thema zu schreiben. *g*

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