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Jugendromanverfilmungsallergie

29. Juli 2011

Bin ich eigentlich die Einzige, die die vielen neuen Jugendliteraturverfilmungen nicht leiden kann?

Schon bei den Worten „…wird verfilmt“ wird mir ganz anders. Dabei habe ich grundsätzlich eigentlich nichts gegen Literaturverfilmungen. Gerade von Klassikern sehe ich sie gern und lasse auch gerne Freiheiten in der Adaption zu. Aber die im Moment so populären YA-Verfilmungen haben für mich einen unglaublich hohen Nervfaktor.
Vielleicht liegt es ja daran, dass ich durch meine Arbeit viel näher an dem Wahnsinn dran bin, den diese populären Verfilmungen auslösen, vielleicht auch daran, dass ich die meisten dieser Adaptionen in der Vergangenheit einfach schlecht fand. Entsprechend versetzen mich die vielen Promobilder von den „Hunger Games“ dieser Tage weniger in freudige Erwartung, sondern machen mich fast ein wenig traurig, weil ich weiß, dass ich auch dieser Reihe wohl bald nicht mehr viel abgewinnen kann.

Die letzten zwei Wochen wurde ich bei Twitter zugebombt mit „Morgen gehe ich den neuen Potter ansehen“-Tweets inklusive Bewertungstweets am Tag danach. Ich war kurz davor, alle Pottertwitterer zwischenzeitlich zu entfollowen, um mich dem etwas zu entziehen. Aber dann wäre ich wohl ein einsamer Twitterer geworden.
Eigentlich bin ich ja auch ein Verfechter von „Leben und leben lassen“, würden mir diese Verfilmungen und der zugehörige Hype nicht so derartig den Spaß an den Büchern verderben. Egal, wie sehr ich versuche, mich dem Ganzen zu entziehen, die Filmgesichter beginnen, die in meiner Phantasie zu überlagen und da ich selten wirklich glücklich mit der Besetzung bin, ist das Ergebnis meistens wenig erfreulich. Dazu kommt die andauernde Omnipräsenz des Themas, die mich einfach nur ermüdet.

Ich sollte wohl wirklich bald Band 3 der Hunger Games wohl bald lesen. Ich merke schon, wie sich bei mir die Panem-Allergie ankündigt…

Also, bin ich damit allein oder gibt das da draußen noch andere Jugendromanverfilmungsverweigerer?

4 Kommentare leave one →
  1. 30. Juli 2011 09:25

    „Eigentlich bin ich ja auch ein Verfechter von „Leben und leben lassen“, würden mir diese Verfilmungen und der zugehörige Hype nicht so derartig den Spaß an den Büchern verderben. Egal, wie sehr ich versuche, mich dem Ganzen zu entziehen, die Filmgesichter beginnen, die in meiner Phantasie zu überlagen und da ich selten wirklich glücklich mit der Besetzung bin, ist das Ergebnis meistens wenig erfreulich. Dazu kommt die andauernde Omnipräsenz des Themas, die mich einfach nur ermüdet.“

    Diese Passage kann ich ganz genau so unterschreiben! Und selbst bei Büchern, die mir nicht so am Herzen liegen und wo es mich weniger stört, wenn „mein Bild“ von den Charakteren und der Handlung geändert wird, kann ich nie wieder so offen an die Geschichte herangehen wie vor einer Verfilmung.

  2. 30. Juli 2011 16:12

    Mich nervt es auch gewaltig. Die meisten Verfilmungen lasse ich links liegen, z.B. Twilight reizt mich überhaupt nicht, obwohl ich die Bücher nett fand. Erwagon war eine grauenvolle Enttäuschung. Auf die ??? hatte ich mich vor einiger Zeit enorm gefreut, war dann auch arg enttäuscht. Panem sehe ich gelassen entgegen. Die ersten zwei Bücher fand ich top, das dritte passte überhaupt nicht dazu. Nach ein paar Trailern und Bildern werde ich entscheiden, ob ich mir Panem ansehe oder nicht, aber ich bin gespannt.

    Schade finde ich den Hype allerdings. Merchandise pur. Broschen, Kinofilme, Accessoires mit dem Emblem, und so weiter. Nicht nur bei Panem, auch bei anderen Sachen.

    Früher habe ich Hypes prinzipiell gemieden, nicht nur in Sachen Bücher, auch bei Kleidung, Sportarten etc. Irgendwann habe ich damit aufgehört und mir gesagt, dass ich das mache, was mir gefällt. Falls das, was ich mag, aktuell gehypt wird, entlockt es mir ein müdes Lächeln. Ich werde dadurch kein Teil der Gruppe, sondern ich habe noch immer meine individuellen Gründe, weshalb mich etwas berührt und wie ich es in mir bewege. Die anderen sollen mir egal sein, ich möchte mir den Spaß nicht verderben lassen, nur weil z.B. ein solcher Harry und Bella/Edward Hype durch die Medien geistert … entsprechende Zeitungsartikel, Blogbeiträge, Merchandise etc lasse ich links liegen …

  3. Bücherphilosophin permalink
    13. August 2011 15:19

    Ich mag Buch-Verfilmungen, besonders die Harry Potter Filme sind sehr gut gelungen, und auch nah am Original-Stoff geblieben. Wenn alles geändert wird, find ich das schon schade.
    Aber manchmal sind Verfilmungen sogar besser als die Bücher, mir ging’s bei Twilight so (obwohl mich die Filme einschläfern ;)) und allen voran Fight Club (obwohl das kein Jugendroman ist ;))

    Du wirst fast keinen Film finden, der nicht auf einem Buch basiert. Aber wenn Du Glück hast kanntest Du es vorher noch nicht😉
    Ich mag den kleinen Stupser, den Filmen meinem Kopfkino geben und oft gucke ich den Film bevor ich das Buch lese. Das mag bei vielen auf Unverständnis stoßen, aber mir geht es gut damit😉
    LG, Katarina🙂

    • 13. August 2011 21:01

      Wie ich sagte, ich habe generell kein Problem mit Literaturverfilmungen und auch nicht mit Änderungen des Stoffes in der Vefilmung. Da bin ich zum Teil sogar schmerzfreier als viele andere. Ich sehe auch gerne mal einen Film vor dem Buch.

      Mich nervt das nur aktuell, dass jeder erfolgreiche Jugendroman verfilmt werden muss. Und dann auch noch so grottig wie Twilight (da bin ich definitiv anderer Meinung, die Filme halte ich keine 5 Minuten aus, allein wegen der hölzernen Performance der Darsteller).
      Und mich nervt der damit einergehende unverhältnismäßig aufgepustete Hype. Ich habe irgendwann einfach keine Lust mehr auf den Stoff, weil man mich so damit zuballert, dass ich nur noch genervt bin.

      Oh, und es gibt eine Menge Filme, die nicht auf einem Roman beruhen. Aber wie gesagt, die Literaturverfilmung an sich ist auch nicht mein Problem.

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