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[Kdrama] Scent of a Woman Episode 3+4

28. August 2011
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Nachdem das Schwanken des Bootes Yeon Jae direkt in Ji Wooks Arme befördert hat, wie der klassische Rom-Com-Cliffhanger es verlangt, stellt er sie am Anfang der dritten Episode wieder reichlich unromantisch auf die Beine und will von ihr wissen, was auf der Insel man gesehen haben muss. Zunächst ist Yeon Jae verwirrt, aber dann dämmert es ihr: Er verwechselt sie mit seiner ihm zugeteilten Reiseführerin, die ebenfalls Lee heißt (wie ungefähr jeder Dritte in Korea). Zuerst will Yeon Jae den Irrtum aufklären, dann entscheidet sie sich dagegen. Ein Mädchen muss tun, was es tun muss, vor allem wenn es nur noch 6 Monate zu leben hat und das Objekt der Begierde ihr so vor die Nase gehalten wird.

Und so sticht sie mit Ji Wook in See,während die echte Miss Lee – die übrigens eindeutig einen Stylingberater vertragen könnte – am Pier steht und sich wundert, wo ihr Kunde abgeblieben ist.

Im Krankenhaus macht Eun Suk seine Visite, während seine Kollegen gemeinsam einen Webcomic ansehen, dessen Protagonist ihm ihrer Meinung nach erstaunlich ähnlich ist: ein taktloser Mistkerl.
Und seine Taktlosigkeit beweist er gleich eindrucksvoll bei seinen Patienten, deren Sorgen er ziemlich schroff abtut.
Einem Mann, der besorgt am Bett seiner Frau steht, rät er mit ihr zurück nach Hause zu kehren, er könne nichts mehr für sie tun. Als ihn der Mann als unverantwortlich bezeichnet, erklärt Eun Suk, er habe bereits dafür gesorgt, dass seine Frau zwei Jahre länger als erwartet gelebt habe und dass er nun nichts mehr tun könne. Schließlich habe er auch noch viele andere Patienten zu versorgen.
Es ist weniger Bösartigkeit als völlige Unfähigkeit im Umgang mit Menschen, die Eun Suk so handeln lässt. Er sieht nur Fakten und Zahlen, keine Emotionen. Entsprechend ist es für ihn klar, dass ein hoffnungsloser Fall den Platz für jemanden räumen muss, für den noch Hoffnung besteht. Logisch vielleicht, aber den Betroffenen gegenüber sehr grausam.
Aber immerhin, eine Patientin gibt es, die mit seinem schroffen Charme etwas anzufangen weiß: Eine junge Frau, die glatt ihre Visite verpasst, weil sie noch eben im Bad war, um ihr Makeup aufzufrischen. Unnötig zu sagen, dass auch sie bei ihm abblitzt.

Unterdessen hat Yeon Jae Spaß dabei, den wenig begeisterungsfähigen Ji Wook die Schönheuten Okinawas zu zeigen. Weder traditionelle Tänze, noch die Legende eines uralten Baumes reißen ihn wirklich vom Hocker. Als sie ihn dazu überreden will, die Süßkartoffeleiscreme zu probieren, für die die Region berühmt ist, lehnt er schroff ab. Er sei hier um zu arbeiten, nicht um zu essen. Doch Yeon Jae widerspricht ihm: Wie kann er wissen, was gut für das geplante Reiseprogramm ist, wenn er es nie selbst probiert hat? Er muss die Dinge testen, um zu wissen, ob sie Spaß machen.
Da er noch immer nicht ganz überzeugt ist, beschließt sie, ihm einfach ein Eis auszugeben. Während sie nach Geld kramt, erhält Ji Wook einen Anruf. Es ist die Agentur, die ihm seine Reiseführerin vermittelt hat. Miss Lee steht nämlich noch immer am Hafen und wartet auf ihren Kunden. Auf die Frage, wer bei ihm sei, antwortet Ji Wook verwirrt, er wäre doch gerade mit Miss Lee unterwegs. Yeon Jae wirft ihm einen alarmierten Blick zu, doch sie entgeht der drohenden Enttarnung, als ein Taschendieb sich just in diesem Moment Ji Wooks Brieftasche schnappt und davonrennt.
In typischer Ji-Wook-Manier will er darauf verzichten die Verfolgung aufzunehmen. Es wären ja nur Geld und Kreditkarten drin gewesen. Klar, „nur“, du Schlaftablette von einem reichen Bengel.
Zum Glück hat er Yeon Jae dabei, die keine Skrupel hat, den Dieb zu verfolgen. Mit einem leidenden Seufzen folgt er ihr schließlich wohl oder übel. Als sie stürzt, lässt er sich sogar dazu überreden, allein hinter dem Dieb herzurennen.
Unterdessen rappelt sich Yeon Jae wieder auf und sieht plötzlich den durch die verwinkelten Gassen gejagten Dieb wieder auf sich zukommen. Beherzt greift sie nach ihrem Schuh, wirft und … trifft Ji Wook an der Stirn, weil der Dieb im letzten Moment ausweicht.
Der Dieb freut sich schon, dass er jetzt einfach so davonkommt, läuft dann aber in die Arme eines glatzköpfigen Mannes, der sich als Yakuza-Mitglied aus Tokyo vorstellt und ihm die Brieftasche wieder entwindet, um sie Ji Wook und Yeon Jae zurückzugeben. Huh, wer hätte gedacht, dass die Yakuza so nett ist?

Ji Wook ist nun noch übellauniger als zuvor und will den Tag beenden. Doch Yeon Jae hält sich ihren vernehmbar knurrenden Magen und sieht ihn flehend an. Immerhin ist Ji Wook Gentleman genug, die knurrenden Mägen junger Damen nicht zu vernachlässigen und so gehen sie doch noch gemeinsam Essen.
Sie bestellen Ikasumi Yakisoba, gebratene Tintenfischnudeln, die entsprechend schwarz sind. Ji Wook fragte nach dem Namen des Gerichts und als Yeon Jae ihm antwortet, beginnt er plötzlich zu lachen. Juhu, eine Gefühlsrehung! Und eine fröhliche noch dazu.
Yeon Jae ist ähnlich aus dem Häuschen wie ich und sie erzählt ihm begeistert ein paar (auf Wortspielen basierende) Witze.
Sie macht weiter, bis sie herausfindet, warum er wirklich lacht: Ihr ganzer Mund ist schwarz. Er fragt sie, ob sie wirklich dachte, dass er wegen ihres schlechten Witzes lache und sie antwortet: Warum, ist er nicht witzig? Und plötzlich lachen beide. Tja, wer hätte gedacht, dass Tintenfischnudeln und miese japanische Witze so ein Eisbrecher sind.

Und nun ist Zeit für hemmungsloses Herumtollen am Strand. Aww.

Unterdessen wird Yeon Jaes beste Freundin, Yoo Hye Won, in ihre alte Abteilung abkommandiert und der Abteilungsleiter lässt mal wieder seinen Charme spielen: Es sei so frustrierend, dass sie ihm keine schlaue und junge Mitarbeiterin geschickt hätten, wie er es verlangt hat. Grrr.

Als sie am Abend zurück ins Hotel kommen, versucht Yeon Jae Ji Wook zu beichten, dass sie nicht die richtige Miss Lee ist. Doch sie wird von ebendieser unterbrochen, die nun wütend auf sie zustürmt und wissen will, wer diese seltsame Person ist und ob sie ihn an seltsame Orte geführt oder etwas gestohlen habe.
Die Szene ist einigermaßen amüsant, weil die „echte“ Miss Lee definitiv den seltsameren Eindruck von den beiden macht. Ji Wook nimmt das so stoisch wie immer hin und macht lediglich einen Termin für den nächsten Tag mit der „echten“ Miss Lee, ehe er sich auf sein Zimmer zurückzieht. Wo er dann aber doch noch etwas über die falsche Miss Lee nachgrübelt.

Nachdem Yeon Jae mit ihrer Mutter telefoniert hat, die auf sich allein gestellt sogar mit einer verstopften Toilette überfordert ist, wandert sie nachdenklich durch die Nacht und beobachtet durch die Fenster einer verglasten Kirche einen Hochzeit. Bis ihr auffällt, dass sie nicht die einzige heimliche Beobachterin ist, auch der nette Yakuza steht sichtlich gerührt vor einem der Fenster. Als sie ihn anspricht, weigert er sich zu antworten und geht einfach davon.
Auf ihrem Weg zurück ins Hotel läuft sie Ji Wook in die Arme, den es ebenfalls schlaflos in die Nacht hinaustreibt.
Sie entschuldigt sich noch einmal, doch er winkt ab. Eigentlich sei es egal, wer ihn herumführt, eine Tour sei eine Tour, also habe er nichts verpasst. Trotzdem will er am nächsten Tag seinen Ausflug mit der echten Miss Lee fortsetzen. Yeon Jae wirkt enttäuscht und sie bittet ihn, seinen Ausflug anders zu behandeln als an diesem Tag. Er soll die Dinge erleben und sie nicht nur einfach so oberflächlich ansehen. Er soll alles sehen, fühlen und schmecken, um es kennenzulernen. Er soll den Ausflug als Spaß und nicht als Arbeit sehen, weil er nur so ein wirklich gutes Reisepaket für seine Kunden zusammenstellen könne. Denn es könnte sein, dass es für so manche Reisende die letzte Reise in ihrem Leben ist.

Eun Suk erhält unterdessen die freudige Nachricht, dass er in einen besseren Posten in einem anderen Krankenhaus befördert wird (oder etwas in dieser Art – ganz klar wurde mir das nicht). Als sein Chef ihn aber auf Yeon Jae anspricht und versucht ihn dazu zu bringen, sie zu drängen die Testreihe in diesem Krankenhaus fortzusetzen, weil es anderen Patienten (und wohl auch dem Prestige des Hauses) helfen würde, wirkt Eun Suk bekümmert. Er sorgt sich um sie, das wird deutlich, denn er will sie anrufen, lässt es aber dann, als er sich an ihre heftigen letzten Worte erinnert.

Am nächsten Morgen trifft Ji Wook sich mit der echten Miss Lee, die mit ihm Schnorcheln gehen will, aber gleichzeitig erklärt, dass sie selbst nicht mitmachen wird, die UV-Strahlung würde ihrer Haut zu sehr schaden. Ji Wooks Blick wandert zu Yeon Jae, die in diesem Moment durch die Hotellobby geht, um allein zu eine Tagesausflug aufzubrechen. Nach kurzem Überlegen, entschuldigt er sich bei Miss Lee und jagt Yeon Jae hinterher.
Er quetscht sich neben sie ins Taxi und meint, dass er zur Überzeugung gekommen ist, dass man mit der falschen Miss Lee viel mehr Spaß haben kann als mit der echten. Ha!


Und so kommt der Zuschauer in den Genuss einiger wunderbarer Naturaufnahmen, während die beiden ihren Tag genießen. Einmal merkt Ji Wook an, dass ihr Leben toll sein müsse, weil sie in allem den Spaß sehen könne. Und sie antwortet, ja ihr Leben sei toll, weil sie nie gedacht hätte, dass sie einmal einen Tag wie diesen erleben könnte. Einen Tag, an dem sie vergessen kann, wer sie ist und was mit ihr passiert und einfach das Leben genießen kann.
Ji Wook ist natürlich ahnungslos, aber für den Zuschauer sind diese Worte schmerzlich. Da ist der, der leben kann, es aber nicht wirklich tut und die, die sich nichts mehr wünscht als zu leben, eben weil sie weiß, dass sie es nicht kann. Es ist wohl immer so: Wir lernen die Dinge erst schätzen, wenn wir drohen sie zu verlieren.

Eun Suk hat sich mittlerweile entschieden, eine der Krankenschwestern anzuweisen, Yeon Jae anzurufen, doch die nimmt nicht ab. Als er zurück in sein Büro geht, stolpert er in eine Szene auf dem Flur: Der Mann der totkranken Frau, deren Medikation gegen den Krebs mittlerweile eingestellt wurde, schreit unter Tränen eine der Klinkmitarbeiterinnen an, dass er für die Medikamente auch bezahlen würde, wenn sie seine Frau nur weiterbehandeln würden. Er weiß, dass sie sterben wird, aber will nicht, dass sie mitbekommt, dass man sie aufgegeben hat und ihre letzten Tage in Angst und Panik verbringt.
Eun Suk sagt noch einmal, dass es sinnlos wäre, dass seine Frauu sterben würde und er als ihr Partner ihr das klären müsse, damit sie ihre Angelegenheiten noch regeln kann. Just in diesem Moment bemerkt die Runde, dass die Frau hinter ihnen im Flur steht. Tja, nun weiß sie es definitiv.
Selbst Eun Suk scheint zu begreifen, dass gerade etwas reichlich schief gelaufen ist, aber er geht einfach weg, während die Frau hinter ihm zusammenbricht.

Yeon Jae und Ji Wook besuchen unterdessen eine Kirche, in der gerade eine Hochzeit stattfindet. Ji Wook bleibt ziemlich ungerührt, ganz im Gegensatz zum Yakuza-Mann, der wieder mit Tränen in den Augen vor einem der Fenster steht.
Plötzlich kommt der Taschendieb vom Tag davor wieder. Aber diesmal hat er seine Freunde der örtlichen Verbrecher-Vereinigung dabei. Yeon Jae versucht den Yakuza-Mann zu warnen, erreicht damit aber nur, dass die Bösewichte noch mehr denken, dass sie und Ji Wook etwas mit ihm zu tun haben. Es kommt zur wilden Verfolgungsjagd, die auf einem Boot im Meer endet. Na, immerhin kann er sich nicht beschweren, keine aufregende Reise gehabt zu haben.
Der Yakuza-Mann bringt sie zu dem Haus, wo er aufgewachsen ist. Nun erfahren wir auch seinen Namen: Murakawa. Vor 25 Jahren musste er seine Heimat verlassen und nach Toykyo fliehen, weil er eines Mordes beschuldigt wurde, den er nicht begangen hat. Er musste Frau und Tochter zurücklassen.

Und wer hätte es gedacht: In der bescheidenen Hütte gibt es natürlich nur ein Schlafzimmer, das sich Ji Wook und Yeon Jae teilen müssen. Dumdidum, der Trick nutzt sich aber auch nie ab…

Weniger spaßig geht es bei Eun Suk zu. Die Krebspatientin stirbt an einem Herzstillstand und das sorgt für eine Menge Komplikationen. Zwar ist die Absetzung des Medikaments nicht der Grund dafür, aber er wird als solcher angesehen werden. Dazu kommt, dass der Ehemann überall verbreitet, dass Eun Suk Schuld am Tod seiner Frau habe. Sein Chef schickt ihn los, er soll den Mann beruhigen. Na, das nenn ich den Bock zum Gärtner machen.
Es kommt wie es kommen musste: Der Ehemann geht ihm erst an die Gurgel und kauert sich dann weinend zusammen. Seine Frau sei gestorben, weil sie alle Hoffnung verloren habe und sie sei verzweifelt gestorben. Und das nur wegen ihm. Eun Suks Rechtfertigungsversuche sind so sachlich wie sie unsensibel sind und als er sich umdreht, stellt er fest, dass der ganze Flur voller Menschen steht, die die Szene beobachtet haben.

Als unsere beiden Gestrandeten ihr Schlaflager sehen, erwartet sie die nächste Überraschung. Es ist ein Lager für Ehepaare mit einer Matte und einer Decke. Nach einem Moment der Befangenheit teilen sie beides so untereinander auf, dass sie nicht in einem Bett zusammen schlafen müssen. Yeon Jae bemerkt, dass das wie in einem Film aus den 70ern ist. Na wenigstens wisst ihr, dass dieses „Ups, wir haben nur ein Bett für euch zwei“ ziemlich alt – aber immer wieder gern gesehen – ist.
Yeon Jae erzählt, dass mit genau so einem Trick ihr Vater ihre Mutter rumgekriegt hätte und das verjagt Ji Wook endgültig an die frische Luft.
Eine Frau singt nebenan ein melancholisches japanisches Volkslied und beide sitzen allein in der Nacht, lauschen und sehen irgendwie wehmütig, aber glücklich aus.


Die Befangenheit ist wieder da, als er zurückkehrt und sich neben sie auf sein Lager legt. Yeon Jae ist sich seiner Präsenz in ihrem Rücken sehr bewusst und sie kann nicht schlafen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und dreht sich um, um den schlafenden Ji Wook zu beobachten. Plötzlich öffnet er die Augen und sie starren sich sekundenlang einfach nur stumm an, ehe er „Was?“ fragt und sie sich hastig beschämt abwendet.

Am nächsten Morgen machen sie einen Spaziergang und dann entdecken sie ihn: Den Strand aus Yeon Jaes Traum. Sie fragt Ji Wook, ob er bei seinem Studium im Ausland einen englischen Namen verpasst bekommen habe. Er sagt ja, Willie. Sie aufmerksam: Willie? Wie William? Er: Nein, nur Willie. Yeon Jae ist enttäuscht, doch nicht der Adonis aus ihrem Traum. Aber he, Willie oder William, wer will denn so kleinlich sein.
Die beiden finden einen Moment der Gemeinsamkeit, als sie auf den Felsen stehen und feststellen, dass sie beide bereits einen Elternteil verloren haben. Ein Sommerregen überrascht sie und wie die Kinder laufen sie durchs hohe Gras inmitten des warmen ströhmenden Regens.
Sie kommen in einen kleinen Ort, wo ein Bierwetttrinken stattfindet und übermütig, wie Ji Wook plötzlich ist, meldet er sie beide als Teilnehmer an. Ji Wook versagt kläglich, aber als er merkt, dass Yeon Jae in Führung liegt, feuert er sie begeistert an.
Sie gewinnt und bekommt als Preis ein billiges Halskettchen, mit dessen mit Verschluss sie aber leicht angeduselt nicht zurechtkommt. Ji Wook bietet ihr an, ihr zu helfen und das bringt sie von Angesicht zu Angesicht und in Kussnähe. Ein paar atemlose Sekunden vergehen und dann bahnt sich das Bier in Form eines kleinen Rülpsers seinen Weg aus Yeon Jaes Mund. Das mit der Kussstimmung ist somit erledigt (argh), aber immerhin beschert es ihnen einen weiteren gemeinsamen Lacher.

Und weil so viel Glück und Freude einfach nicht sein darf, hat der Zuschauer schon eine ganze Weile das Unglück nahen gesehen: Se Kyung ist auf dem Weg nach Okinawa und als unsere Turteltäubchen fröhlich im Hotel einmarschieren, steht sie plötzlich vor ihnen.
Nun kommt alles ans Licht: Se Kyung enthüllt natürlich sofort, dass Yeon Jae eine ehemalige Mitarbeiterin und nicht nur irgendeine, sondern die, die sie geschlagen hat, ist. Zugeich bezichtigt sie sie, Ji Wook absichtlich gefolgt zu sein. Yeon Jae streitet das entschieden ab, außerdem wer sei sie denn, dass sie sich vor ihr rechtfertigen muss. Und nun lässt Se Kyung die nächste Bombe platzen: Sie ist seine Verlobte. Das trifft Yeon Jae und für einen Moment verstummt sie, bis Se Kyung sie bezichtigt, ihre Reise mit dem gestohlenen Ring bezahlt zu haben. Sie rechtfertigt sich lautstark, aber es ist Ji Wook, der sie unterbricht und kühl darauf hinweist, sie soll keine solche Szene in einer Hotellobby machen. Das verletzt Yeon Jae noch mehr als das Gerede Se Kyungs und sie entschuldigt sich und wünscht ihm noch eine schöne Reise, ehe sie die Lobby verlässt.
Als sie weg ist, weist er auch Se Kyung mit der Erklärung ab, dass sie sich versprochen hätten, sich nicht in ihre gegenseitigen Angelegenheiten einzumischen, er ihr also keine Erklärung schuldig ist.

Draußen trifft Yeon Jae die Realität mit wohler Wucht. Traurig beobachtet sie eine glückliche Familie und genau in diesem Moment erreicht sie auch der Anruf des Krankenhauses. Sie wandert einsam die Küste entlang und trifft auf ein altes Pärchen, das im Sonnenuntergang Tango tanzt. Als die beiden sie bemerken, trennen sie sich und der Alte fordert Yeon Jae zum Tanzen auf. Sie willigt ein. An seiner Schulter beginnt sie zu weinen. Sie möchte werden wie er, alt und grau. Sie möchte ihrer Mutter beistehen können, wenn die stirbt, sie will so lange leben, dass sie bei der Hochzeit ihrer eigenen Kinder dabei sein kann.
Diese Szene ist einer der Gründe, warum ich diese Serie so mag, weil hier einfach alles perfekt zusammenspielt, von der Optik über die Musik bis zur vermittelten Emotion.

Nachts haben beide einiges zu grübeln und am nächsten Morgen reist Yeon Jae ab. Als Ji Wook in die Lobby kommt, übergibt ihm ein Hotelmitarbeiter etwas, das sie in ihrem Zimmer vergessen hat: die Halskette vom Bierwettbewerb. Erst lehnt er ab, er würde sie ohnehin nie wieder sehen, aber dann überlegt es sich doch anders und nimmt das Schmuckstück an sich.

Als Yeon Jae nach Hause kommt, findet sie die Wohnung vermüllt vor. Als hätte sie noch einen weiteren Beweis gebraucht, wie sehr ihre Mutter auf sie angewiesen ist.

Als Ji Wook in der großen Managerrunde gefragt wird, was er in Okinawa gemacht habe, antwortet er, er habe sich amüsiert. Entsetztes Schweigen, bis er das hinzufügt, was ihm Yeon Jae beigebracht hat: Nur, wenn er die Dinge selbst ausprobiert, kann er beurteilen wie gut sie wirklich sind. Das macht Papi stolz. *g* Und bei Ji Wook weckt es noch mehr Erinnerungen. Später sitzt er brütend an seinem Schreibtisch und betrachtet die Kette. Später fragt er seinen Gehilfen, wo er die Mitarbeiterakten einsehen kann. Ha, will da jemand eine Adresse ausfindig machen?

Oder eine Telefonnummer. Am nächsten Tag erhält Yeon Jae nämlich einen Anruf von ihm und trifft ihn in einem Café. Er gibt ihr die Kette zurück und sie sagt, dass das nicht nötig gewesen wäre. Dann aber beginnt er Fragen zu stellen und sie anzuklagen. Ob sie ihm absichtlich gefolgt sei, sich teure Kleider gekauft habe, weil sie gehofft habe, ihn damit verführen zu können. Was es mit dem Ring auf sich habe, etc. Er packt seine ganze „Reicher Bengel“-Überheblichkeit auf den Tisch. Yeon Jae ist gekränkt, sie weist alle Vorwürfe von sich und verlässt dann das Café.
Draußen bekommt sie plötzlich starke Bauchkrämpfe und kauert sich am Straßenrand zusammen. Dort findet Ji Wook sie dann und bringt sie ins Krankenhaus.

Unterdessen hat Eun Suk eine harte Zeit. Seine Patienten laufen ihm davon und von den Kollegen wird er gemobbt. Als er von Yeon Jaes Einlieferung erfährt, eilt ihr zu ihr. Er fragt Ji Wook, ob er ihr Begleiter wäre, aber sie weist das strikt von sich und besteht darauf, dass Ji Wook geht. Was er – leicht eingeschnappt – auch tut.
Eun Suk schimpft sie, weil sie sich so lange der Behandlung entzogen hat und weist die notwendigen Untersuchungen an. Als er gehen will, greift sie ihn am Ärmel und sagt, dass sie Angst hat und dass sie nicht so sterben will. Worauf er ihr grimmig versichert, dass er ihr 6 Monate versprochen habe und sie vorher auch nicht sterben lasse.
Nach den Untersuchungen kommt Eun Suk mit ernster Miene an Yeon Jaes Bett, um ihr die Diagnose zu verkünden: Ihre Bauchschmerzen rühren einfach nur von einer Verstopfung her. *lol* So sehr mich die Besessenheit mit Verdauungsvorgängen in Kdramas manchmal befremdet, hier kommt sie mal passend zum Einsatz. All die aufgebauschte Dramatik und dann das…

Yeon Jae teilt sich das Zimmer mit dem Make-up-Mädchen, die obwohl sie an Leberkrebs leidet und ebenfalls nicht mehr lange zu leben hat, schrecklich fröhlich ist. Sie erklärt, dass sie wegen ihrer Werte im Krankenhaus bleiben muss, aber wenn sie entlassen würde, würde sie zwei Dinge tun: Reiskuchen essen und sich einen Mann suchen, um mit ihm zu schlafen.
Als Yeon Jae aus dem Krankenhaus entlassen wird, trifft sie Eun Suk auf dem Hof. Sie verspricht, am Montag zu ihrer Behandlung zu kommen. Sie verabschiedet sich und winkt ihm zu und was ist das? Eun Suk lächelt. Zum ersten Mal.

Auch Yeon Jaes Laune ist wieder besser. Ob es das Make-up-Mädchen oder alle die verpuffte Aufregung war, sie ist wieder fest entschlossen, ihr verbleibendes Leben zu nutzen. Sie flirtet mit kleinen Jungs im Bus, geht mit ihrer Mutter zu einer Wellnessbehandlung und zum Friseur und kauft sich ein neues Handy.

Unterdessen braut sich neues Unheil zusammen: Se Kyung beschließt, Yeon Jae wegen des Rings auf 300 Millionen Won zu verklagen. (Das sind etwa 200.000 Euro).

Yeon Jae regelt ihre finanziellen Angelegenheiten, um ihre Mutter abzusichern nach ihrem Tod. Außerdem verfasst sie eine Liste: 20 Dinge, die ich tun will, bevor ich sterbe: 1. Meine Mutter mindestens einmal am Tag zum Lachen bringen; 2. Mich an den Leuten rächen, die mich gequält haben; 3. Tangotanzen lernen; 4. Essen, Trinken und Anziehen, was ich möchte; 5. Ein Hochzeitskleid anprobieren; 19. All diese Dinge mit jemandem tun, den ich liebe; 20. Die Augen in den Armen desjenigen schließen, den ich liebe.


Ahh, auf der einen Seite ist das schrecklich kitschig, aber es wird hier so sensibel eingefangen, dass es mir fast das Wasser in die Augen treibt.

Unterdessen packt Ji Wook mal wieder die Sentimentalität, er kann nicht aufhören an Yeon Jae zu denken. Da das aber unter der Dusche passiert, ist die Hälfte der weiblichen Zuschauerschaft wohl eher damit beschäftigt, sich gespannt zu fragen, wie weit der Kameramann noch nach unten filmen wird. *hust*

Yeon Jae macht derweil Frühjahrsputz und legt sich einen neuen Haarschnitt und ein neues Handy zu.

Im Reiseunternehmen kommt es zu einem Problem: Für einen neue Tour müssen sie ein Gebiet durchqueren, das einem alten, eigenwilligen Mann gehört. Zu dem hat aber niemand so wirklich einen Draht außer Yeon Jae. Nachdem der Abteilungsleiter zuerst strikt von sich gewiesen hat, sie zu Hilfe zu holen, weist er nun doch an, sie anzurufen.
Als Yeon Jae im Büro ankommt, ist er das gleiche Herzchen wie zuvor. Er weist sie eher an, statt sie zu bitten. Die Antwort bekommt er postwendend: Nein, sie arbeitet nicht mehr hier, also wird sie auch nicht helfen. Er bietet ihr Geld und sie beginnt zu verhandeln. Zuerst sieht es so aus, als würde sie annehmen, aber dann meint sie, es sei ohnehin nur Zeitverschwendung. Außerdem sei sie sehr sehr beschäftigt. Damit will sie gehen, doch als sie sich umdreht, steht Ji Wook hinter ihr.
Er folgt ihr, fragt sie, ob sie wirklich für Geld zu haben sei. Er würde ihr 1 Million Won bieten. Sie lehnt ab. Ob sie denn doch immer nicht begriffen hätten, dass eine Entschuldigung wichtiger sei als Geld.

Yeon Jae geht zu ihrer ersten Tangostunde. Ramses, der Tanzlehrer legt gerade einen heißen Tango hin und wird von den Mädels am Rand angeschmachtet. Doch Yeon Jae ist irritiert, sie kennt Rameses. Es ist ein ehemaliger Arbeitskollege, der Sonderling der Abteilung, den keiner so recht mag, weil ihm ständig unglückliche Missgeschicke unterlaufen, die die andern denken lassen, er wäre ein Perversling (Einmal will er zum Beispiel schnell einen Heftklammerer von einem Bürostuhl entfernen, auf den eine Kollegin sich gerade setzen will, bekommt seine Hand aber nicht schnell genug weg etc…). Er trägt zwar jetzt eine Perücke auf dem fast kahlen Kopf, aber sie erkennt ihn trotzdem sofort.


Er flieht nach draußen und sie folgt ihm. Er bittet sie, niemandem zu sagen, dass er Tango tanzt. Sie fragt: Warum? Er antwortet, dass er Angst hat, sie würden ihn dann für pervers halten. *lach* Zu spät, mein Lieber. Aber wie toll ist es bitte, dass der Nerd der Abteilung so ein Doppelleben führt.

Der schmierige Abteilungsleiter bittet Yeon Jae erneut zum Gespräch, diesmal allein. Er bietet ihr Geld, aber sie will etwas anderes. Sie will eine Entschuldigung für all die Jahre der Demütigung. Sie fahren zurück ins Büro und sie setzt sich auf seinen Sessel, dann muss er sich entschuldigen vor der ganzen Abteilung. Aber nicht so wie man das denkt. Er muss seine Entschuldigung mit dem Po in die Luft schreiben und sich dabei selbst an den Ohren ziehen. Äh… ja.
Das Spektakel wird unterbrochen von Ji Wook, der den Alten besucht hat. Der Abteilungsleiter denkt, dass er jetzt aus dem Schneider ist und will Yeon Jae großspurig rauswerfen. Sie habe einige alberne Forderungen gestellt, erklärt er Ji Wook.
Doch der sieht ihn nur mit schräggelegtem Kopf an und meint, wenn das so wäre, dann würde ihm wohl nichts anderes übrigbleiben, als Yeon Jaes alberne Forderungen zu erfüllen. Denn der Alte hat es abgelehnt mit jemand anderem als ihr zu verhandeln.

Fazit

Episode 3 war ein optisch großartige Folge. Ich hatte am Ende doppelt so viele Screecaps, wie ich brauchte und habe mich wiederholt geärgert, dass viele Dinge sich nicht in statischen Bildern festhalten lassen.
Es ist kein Zufall, dass diese Folge so wunderschön anzusehen ist: Es ist die Episode, in der Yeon Jae ein letztes Mal vor der Realität fliehen kann ins unwirklich schöne Okinawa mit einem Mann, der für sie eigentlich unerreichbar gewesen wäre. Und so ist es das Auftauchen und die Enthüllungs Se Kyungs als Ji Wooks Verlobte, die Yeon Jae rapide zurück in die Realität katapultieren und Episode 4 einleiten, in der sie trauert, verzweifelt und sich dann aber mit ihrem Schicksal auseinandersetzt und den Rest ihrer Zeit planvoll nutzt, um mit so wenig Bedauern wie möglich zu sterben.

Eine Figur, die in den ersten beiden Episoden eher am Rand vorkam, rückt jetzt stärker ins Zentrum des Geschehens: Yeon Jaes Arzt und alter Schulfreund Eun Suk. Gespielt wird er von Uhm Ki Joon, von dem ich Anfang des Jahres schon als Lehrer in „Dream High“ ganz angetan war. Eun Suk ist auf den ersten Blick ein kühler Halbgott in Weiß, auf den zweiten Blick merkt man, dass er schlicht nur nicht mit Gefühlen umgehen kann und sich deshalb hinter einer professionellen, kühlen Fassade versteckt. Diese Überforderung löst auch übertrieben extreme Reaktionen bei ihm aus und das sorgt dafür, dass er schließlich seinen Ruf endgültig ruiniert. Yeon Jae gegenüber beginnt seine Fassade aber zu bröckeln und das wird noch interessant werden, je näher ihr Tod rückt.

Nun haben wir alles, was wir brauchen: Eine totkranke Heldin, zwei Männer, die ihr nahestehen, wovon aber nur einer von ihrem Zustand weiß, und eine Rivalin. Dazu ist das Tango-Tanzpartkett eröffnet und das wird in den nächsten Folgen, so viel kann ich versprechen, noch zu einigen großartigen Momenten führen.

One Comment leave one →
  1. minthoa permalink
    9. September 2011 14:45

    Hach herrlich! Bitte „erzähl weiter“ !
    Danke und Grüßle Minthoa.

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