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[Rezension] Sarah Dessen: What happened to Goodbye

30. September 2011

„It would have been bad enough if she’d left my dad for anyone. But to me and my dad, DB fanatics that we were, Peter Hamilton was a god. But idols fall, and sometimes they land right on you and leave you flattened. They destroy yourfamily, shame you in the eyes of the town you love, and ruin the sport of basketball for you forever.“

Autor: Sarah Dessen

Titel: What happened to Goodbye

Verlag: Penguin, 2011

ISBN: 0141337796

Preis: ca. 8 €

Seiten: 402

Deutsche Ausgabe: noch keine Ankündigung, vermutlich 2012 bei dtv

Die Versuchung: Auch wenn die Bestandteile in jedem Dessen-Buch die Gleichen sind, habe ich bei jedem ihrer neuen Bücher das unwiderstehliche Verlangen es zu kaufen. Vielleicht gerade weil ich genau weiß, was mich erwartet.

Was habe ich erwartet: Einen netten Jugendroman über ein amerikanisches Mädchen, das ein Problem mit sich/Eltern/Freunden hat und sich in einen sensiblen Jungen verliebt, der irgendwie anders als alle anderen ist.

Was habe ich bekommen: Einen netten Jugendroman über ein amerikanisches Mädchen, das ein Problem mit sich und ihren Eltern hat und sich in einen sensiblen Jungen verliebt, der irgendwie anders als alle anderen ist.

Seit ihre Eltern sich getrennt haben, ist nichts mehr in Mcleans Leben so, wie es einmal war. Ihre Mutter hat den ultimativen Verrat begangen und sich in eine Affaire mit dem Lieblings-Basketball-Spieler ihres Mannes und ihrer Tochter verstrickt und die Familie für ihn verlassen. Mclean kann ihr das nicht verzeihen und je mehr ihre Mutter versucht, sich ihr wieder zu nähern, umso energischer stößt sie sie von sich.
Statt in dem neuen luxuriösen Haus zu wohnen, reist Mclean lieber mit ihrem Vater herum, der von einer Firma beauftragt wird, schlecht laufende Restaurants auf Vordermann zu bringen. Nur wenige Monate bleiben sie an einem Ort, dann lässt McLean alles zurück, ihre Freunde, ihren Namen, ihre Identität. Mal ist sie die strebsame Eliza, mal die rebellische Liz, Mclean nutzt die Gelegenheit, um alles außer sie selbst zu sein.
Bis sie wieder umziehen und sie das „Luna Blu“ mit seiner exzentrischen Geschäftsführerin Opal betritt und neue Freunde kennenlernt. Dieses Mal gelingt es ihr nicht, jemand anderes als Mclean zu sein und je länger sie dort ist, desto mehr merkt sie, dass es doch Dinge gibt, die es lohnt festzuhalten. Vor allem, als sie ihren ungewöhnlichen Nachbarn Dave kennenlernt.

Was mache ich nur aus diesem Buch? Ich liebe seine Einzelbestandteile, nur als Gesamtbild wollen sie nicht so recht funktionieren.

Mir gefiel vor allem die Idee hinter der Geschichte unglaublich gut: Ein Mädchen, das der „Verrat“ ihrer Mutter so unsicher gemacht hat, dass sie nichts festhalten will, um nicht noch einmal verletzt zu werden und das jeder, nur nicht sie selbst, sein will. Dabei sind die Gefühle aller Beteiligten absolut nachvollziehbar und es gibt nicht „die Guten“ oder „die Bösen“. Obwohl sie ihrer Mutter nicht verzeiht, bekommt der Leser aus Mcleans Erinnerungen eine Ahnung davon, warum die Ehe scheitern musste und man beginnt sie zu verstehen, lange bevor die Protagonistin es tut.
Die Menschen, die die kleine Stadt bevölkern, in der McLean und ihr Vater stranden, sind auf eine sehr liebenswerte Art wunderbar eigenwillig. Dave ist allerdings ein typischer Dessen-Held: Er ist still, sensibel und einfach nur nett. Er bleibt wie alle ihre Jungs ein wenig blass, hat aber zum Glück seine kleinen seltsamen Eigenheiten, die mich ihn mögen ließen.

Wie gesagt, die Einzelteile sind toll, aber zusammengefügt wollen sie einfach nicht so wirklich fesseln. Das Buch macht einen fast fragmentarischen Eindruck, mit vielen wechselnden Szenen, vielen Personen und vielen Dingen, die passieren. Ich habe das Buch über zwei Wochen gemütlich nebenher gelesen, aber ich hatte nie wirklich das Bedürfnis, über eine längere Zeit dranbleiben zu müssen. Es plätschert gemütlich vor sich hin, ohne wirklich spannend oder mitreißend zu sein.
Und da wären wir auch schon bei einer generellen Eigenschaft der Dessen-Romane: Sie sind nett, nicht mehr und nicht weniger. Die Probleme der weiblichen Protagonisten werden gut dargestellt und gelöst, aber es geht nie zu tief, bis zu dem Bereich, wo es wirklich wehtun würde. Ihre Liebesbeziehungen sind süß, haben aber kaum etwas mit dem Gefühlschaos des Verliebseins zu tun, so beherrscht sind sie. Die Romanze zwischen Dave und Mclean ist eine der leidenschaftslosesten, die ich je gelesen habe. Dessen-Romane haben nur wenige Ecken und Kanten, sie sind sehr „gefällig“ und das ist auch der Grund, warum ich sie so gerne Leuten empfehle, die etwas für junge Mädchen brauchen, über deren Vorlieben sie nichts wissen.
Und manchmal ist es auch ganz schön, so eine „sichere Bank“ zu haben, ein Buch, das man sich vornehmen kann, wenn man sich ein paar entspannte, unaufgeregte Lesestunden machen will.

Eigentlich hätte What happened to Goodbye mein Liebling werden können, wenn es anders erzählt gewesen wäre. So bleiben meine Favoriten The Truth about forever und Just Listen, die ich Dessen-Neulingen eher empfehlen würde.

Wertung: 3,5 (von 5,0)

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