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Buchshopping 01/2013

20. Januar 2013

Fast das ganze letzte Jahr hatte mich eine aktue Leseunlust befallen. Und nachdem ich mich lange versucht habe, diese Lust wieder zu wecken, habe ich es die letzten zwei Monate laufen lassen und einfach mal gar nichts gelesen. Deshalb habe ich auch gar nicht erst Lesestoff eingepackt, als ich zu Beginn diesen Jahres eine lange Reise nach Seoul unternommen habe, wo ich auch noch die nächsten Wochen verbringen werde. Und siehe da: Nachdem stupides Aus-dem-Fenster-starren mich in den letzten Wochen vollends befriedigt hat, regte sich plötzlich akuter Unmut. (Zumal um mich herum ohnehin jeder nur in sein Smartphone starrt – unglaublich, man fühlt sich hier fast wie ein halber Mensch, wenn man technisch ungenügend ausgestattet ist). Meinen E-Reader hatte ich zwar wohlweislich eingepackt, leider lässt sich aus lizenzrechtlichen Gründen vieles von hier aus nicht online kaufen und downloaden. Also bin ich dann doch losgestiefelt, um mir die gute alte Papierversion zu besorgen. Mein erster Weg führte mich in den Kyobo Bookshop, den größten Buchladen in Seoul. Ja, er ist wirklich riesig und hat auch eine große englische Abteilung, die aber leider zu einem großen Teil aus Sach- und Fachbuch besteht und im belletristischen Bereich ziemlich durcheinander ist. Dafür wäre ich bei der zuckersüßen Papeterie, die es hier gibt, fast schwach geworden. Da muss ich unbedingt noch einmal zuschlagen. Mein zweiter Versuch führte mich dann in den Laden What the Book? in Itaewon, den ich beim Vorbeifahren entdeckt hatte. Es handelt sich dabei um einen mittelgroßen rein englischen Buchladen mit Regalen bis zur Decke, die vollgestopft mit Büchern sind. Fast die Hälfte des Ladens besteht aus einer Abteilung für gebrauchte Bücher. Die sind allerdings nur minimal billiger als die neuen. Deshalb lohnt es sich nur, wenn man mehr kauft, weil man ab 3 Büchern eines geschenkt bekommt. Ein bißchen unsortiert war es auch da stellenweise und sie hatten auch kaum wirklich neue Titel da, aber bei dieser riesigen Auswahl konnte man auch anderweitig fündig werden. Falls es also jemanden von euch ohne Lesestoff nach Seoul verschlagen sollte: Eindeutige Empfehlung für „What the Book?“

Und hier meine Ausbeute:

shopping01_13

Ich wollte etwas für verschiedene Stimmungen, deshalb gibt es einmal

China Miéville: Perdido Street Station – Ein Buch, das ich ja ohnehin schon lange lesen wollte. Auch wenn es mir lieber gewesen wäre, erst die vielen ungelesenen Ausgaben des Autors in meinem Bücherregal etwas abzubauen. Aber an die komme ich nun einmal gerade nicht ran.

The Guernsey Literary Potatoe Peel Society – Kennt ihr das, wenn Bücher euch zu verfolgen scheinen? Nachdem mir das hier in der letzten Zeit 3 Mal über den Weg gelaufen ist, musste ich einfach zugreifen. Zumal ich noch nach einem „Wohlfühlbuch“ gesucht habe und dieses den Eindruck machte eines zu sein.

Außerdem habe ich eines meiner Audible-Guthaben eingelöst (das ging zum Glück) und mir das Buch, das ich eigentlich als E-Book haben wollte, als Hörbuch besorgt:

montmaray

Michelle Cooper: A Brief History of Montmaray – Teil 1 einer Jugendbuchtrilogie, die auf englischen Blogs ziemlich gut in den Rezensionen weggekommen ist. Es spielt zeitlich kurz vor dem zweiten Weltkrieg und ist das Tagebuch eines Mädchens, das auf einer abgeschiedenen Insel aufwächst. Die Zeit finde ich reizvoll und ich mag ja derartige Tagebucherzählungen. Leider gefällt mir die Stimme der Sprecherin nicht besonders, deshalb habe ich bislang nur kurz hineingehört. Ich hoffe, ich gewöhne mich noch daran.

4 Kommentare leave one →
  1. 20. Januar 2013 10:26

    Oh schön, ein Zeichen von Dir!
    Ich werde mein Lebtag wohl nie nach Korea kommen, aber für den Fall das doch, merke ich mir die Empfehlung. Miévielle liegt hier bei mir auch noch herum – und da seit Jahren. Irgendwie fange ich immer an und höre dann wieder auf.
    Ich wünsche Dir noch viel Spaß da drüben und übrigens: Ich würde gern ein par Fotos der Stadt sehen😉

    • 20. Januar 2013 10:57

      Ja, so geht es mir mit Miéville auch. Ich hoffe, dass ich mit diesem Buch so richtig den Einstieg schaffe.
      Dankeschön.🙂 Das mit den Fotos lässt sich sicher einrichten, bin ja noch etwas hier.

  2. 20. Januar 2013 15:40

    „The Guernsey Literary Potatoe Peel Society“ war für mich zumindest als Hörbuch ein Wohlfühlerlebnis – so sehr, dass ich es letztes Jahr gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit gehört habe. Ich wünsche dir viel Spaß damit!🙂

    • 22. Januar 2013 13:36

      Danke! Ich habe mittlerweile auch die ersten 50 Seiten gelesen und bislang ist es genau das, worauf ich gehofft hatte.

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