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Dramageplauder 3/2013

6. April 2013

April ist der Monat mit so vielen Drama-Neustarts wie schon lange nicht mehr. Allderdings setzt sich ein Trend fort, denn nichts davon haut mich im Vorfeld so wirklich aus den Socken. Bleibt nur zu hoffen, dass manches besser ist, als es den Anschein hat.

Was mich beschäftigt hat

Der Fall um Park Shi Hoo ist noch immer nicht geklärt, aber die Beweise scheinen der Polizei ausgereicht zu haben, um den Fall der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Es sieht nicht wirklich gut für ihn aus. Und selbst die Geschichte, die er selbst erzählt, lässt ihn in keinem wirklich guten Licht erscheinen. Angeblich war die junge Frau nämlich so betrunken, dass sie sich im Fahrstuhl übergeben musste. Und er hatte nichts besseres zu tun, als sie gleich in sein Bett zu holen? Was für ein Sympathieträger …
Die Hardcorefans sind natürlich weiterhin mit Verschörungstheorien zur Stelle. Und auch sonst lese ich viel zu oft: „Eine Frau, die nachts mit Männern trinken geht ist selbst schuld …“ Trauriges Frauen- und Männerbild.

Yoon Eun Hye macht Werbung für eine neue Reihe von MAC-Lippenstiften. Und ich musste feststellen, dass ich nicht völlig immun gegen Star Power in der Werbung bin, denn in mir regte sich bei einer der Farben sofort das „Haben will“-Gefühl. Noch weniger immun sind aber die Koreaner, denn wie ich gehört habe, ist die Linie dort völlig ausverkauft. Ich werde mal einen Blick riskieren und sehen, ob er mir den stolzen Preis wert ist.

Lee Min Ho hat ein neues Drama-Projekt namens Heirs (mit dem längsten Untertitel der Welt, den ich jetzt aus Faulheit nicht nachschlagen werde) angenommen. Es wird von der Autorin von Secret Garden und A Gentleman’s Diginty sein, was mich glücklich und vorsichtig zugleich macht. Ich liebe ihre Dialoge und Figuren, aber gegen Ende enttäuschen mich ihre Projekte immer. Seine Partnerin wird Park Shin Hye sein. Das hatte ich ehrlich gesagt bereits geahnt/befürchtet. Ich fand sie zwar in Flower Boy next door ganz niedlich, aber sie gehört zu der Riege junger koreanischer Schauspielerinnen, die ich einfach nur süß aber langweilig finde. Wenn ich mir die Darstellerinnen ansehe, die ich wirklich gut finde, sind sie alle bereits Ende 2o oder über 30. Und nachdem „Faith“ uns endgültig LMHs schauspielerische Defizite schmerzhaft vor Augen geführt hat, bin ich nicht halb so freudig erregt, wie ich es gerne wäre. Meh.

Beendet/Abgebrochen

Beendet habe ich nichts, dafür aber Level 7 Civil Servant und Incarnation of Money mangels tiefergehenden Interesses abgebrochen. Ich würde gerne sagen, dass es sein kann, dass ich eine der beiden noch einmal aufnehme, aber das passiert meistens ja doch nicht.

Weitergeschaut

That Winter the Wind Blows

Es gibt einen Punkt, da kann man die Figuren noch so mögen und die Optik noch so schön finden, wenn das Ganze ein stundenlanges sich im Kreis drehendes Heulfest ist, dann werde ich ungeduldig.“That Winter the Wind blows“ macht mir in seiner zweiten Hälfte einmal mehr eindeutig klar, warum ich normalerweise um koreanische Melodramen einen großen Bogen mache. Logik und Glaubhaftigkeit müssen zurückstehen hinter dem Effekt, den großen, dramatischen Gefühlen. Wenn ich bei einer Serie aus dem Augenrollen nicht mehr herauskomme, ist es wohl Zeit, sie abzubrechen. Selbst wenn es nur noch 3 Folgen bis zum Finale sind.

Neu angefangen

You’re the Best, Lee Soon Shin

leesoonshin

Ich hatte beim letzten Mal ja noch geschrieben, dass die Prämisse ziemlich gewöhnlich klingt, es aber mit der richtigen Besetzung und einem guten Skript eine liebenswerte romantische Komödie werden könnte. Tatsächlich ist letzterer Fall eingetreten.
Im Mittelpunkt steht Lee Soon Shin, ein in jeder Hinsicht ziemlich normales und gewöhnliches Mädchen aus einer Mittelstandsfamilie. Sie hat nur zwei Probleme: Sie findet nach ihrem Schulabschluss einfach keine Arbeit, und jeder, der ihren Namen hört, beginnt erst einmal ungläubig zu lachen, denn Lee Soon Shin ist ein großer koreanischer Volksheld.
Sie hat zwei ältere Schwestern. Die eine lebt noch zu Hause, hat aber einen guten Job und nichts wichtigeres zu tun, als den ganzen Tag an ihrer kleinen Schwester herumzumäkeln. Die andere ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Eigentlich lebt sie mit ihrem Mann im Ausland, aber nun ist sie für einen längeren Besuch zurück. Was die Familie noch nicht weiß: Sie ist längst geschieden, wagt es aber nicht, das zu gestehen.
Nachdem Soon Shin einmal mehr einen Job verloren hat – weil sie als Kellnerin in einem großen Hotel mit einem Gast zusammengestoßen ist und ihm ihr volles Tablett übergekippt hat, woraufhin er auf ihrer Kündigung bestand – lernt sie auf der Straße einen Mann kennen, der sich als Shin Joon Ho, der Manager einer großen Agentur, vorstellt und aus ihr eine Schauspielerin machen möchte. Erst will sie es nicht so recht glauben, doch nach einem weiteren Gespräch im Beisein ihrer Mutter unterschreiben sie den Vertrag. Endlich scheint alles glatt zu laufen in ihrem Leben – bis sie feststellen muss, einem Betrüger aufgesessen zu sein und nun mit 10 Millionen Won (etwa 7.000 Euro) Schulden dazustehen. Sie versucht den Täter aufzuspüren, indem sie noch einmal in das Café geht, in dem die Unterzeichnung stattgefunden hat. Dort trifft sie – ohne es zu wissen – auf den echten Shin Joon Ho, den Mann, der an ihrer Kündigung in dem Hotel schuld ist. Die beiden sollen sich noch öfter begegnen – und das nicht gerade freundlich.
Zunächst aber findet Soon Shin eine Anstellung in dem Café – das einen sehr netten Besitzer hat. Darf ich vorstellen: Unser Second Lead, der so nett ist, dass er das Mädchen nicht kriegen wird. Weil das eine goldene Kdrama-Regel ist.
Shin Joon Ho ist (zum Glück) nicht unbedingt der kalte berechnende Typ, als der ihn uns die Promotexte verkaufen wollten. Er ist erfolgreich und hat sicher eine toughere Seite an sich, wenn es um geschäftliche Dinge geht, aber er ist im zwischenmenschlichen Bereich eher tapsig und ungeschickt. So kommt er auch nach Jahren nicht von seiner alten Flamme los, die ihn abserviert hat, als sie ein Star wurde. Und sie kann es nicht lassen, mit ihm zu spielen – man sonnt sich ja so gerne in der Aufmerksamkeit anderer. Deshalb verspricht sie ihm, in seine Agentur zu wechseln, wenn er ein absolutes Normalomädchen zum Star machen kann. Zuuuufällig ist Lee Soon Shin gerade zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät ins Visier dieser netten Wette zwischen den beiden. Nur hat sie mittlerweile noch ganz andere Probleme und die Nase voll von Leuten namens Shin Joon Ho, die behaupten aus ihr einen Star machen zu wollen.

Ich habe sie ehrlich vermisst, diese bodenständigen, simplen romanntischen Komödien, von denen es zuletzt viel zu wenige gab. Lee Soon Shin bringt nun alles mit, was so eine Romcom braucht. Es ist (größtenteils) leicht, voller liebenswerter Figuren und hat einen simplen Plot nach dem „Pygmalion/My Fair Lady“-Prinzip. Als Familiendrama mit 50 Folgen hat es ein eher langsames Tempo, aber ich merke, dass die einzelnen Folgen für mich schnell vorbeigehen. Typisch für ein Familiendrama liegt der Fokus zwar auf einem Hauptpairing, in diesem Fall Soon Shin und Joon Ho, aber daneben gibt es noch etliche andere Handlungsstränge. So haben beide Schwestern noch Love Interests, und vor allem im Fall der geschiedenen Schwester freue ich mich schon sehr, auf das was kommen wird. Dazu gibt es noch einige andere Figuren, die Geschichten haben, die erzählt werden wollen. Trotz einigen tragischen Momenten dominiert ein heiterer Ton und das ist wie Balsam für meine Seele, nach der Melo-Flut der letzten Monate. Nach den ersten 8 Folgen eindeutig: Daumen hoch!

Neues im April

God of the Workplace (직장의 신)
KBS2, 16 Episoden, ab 1. April
godoftheworkplace
Das Remake eines japanischen Dramas von 2007 (Haken no hinkaku). Im Mittelpunkt steht die mysteriöse, fast schon unheimlich kompetente und allseits beliebte Miss Kim. Lediglich mit einem ihrer Arbeitskollegen gerät sie immer wieder aneinander …
Da ich perfekte Protagonosten nicht mag, klingt die Prämisse für mich nicht allzu anheimelnd. Ich denke, ich werde die ersten Reaktionen abwarten.
When a Man loves (남자가 사랑할 때)
MBC, 20 Episoden, ab 3. April
whenaman
Fast kann einem Song Seung Heon leidtun. Spötteleien über seine Schauspielkunst muss er sich ja schon länger gefallen lassen, aber seit Dr. Jin scheint er endgültig öffentlich zum Abschuss freigegeben zu sein. Kaum ein anderes Drama musste bereits im Vorfeld so viele Witzeleien über sich ergehen lassen. Gut, das mag auch an dem vor Pathos triefenden Promomaterial und den nicht sehr vielversprechenden Inhaltsangaben liegen.
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um einen ehemaligen Gangster, der sich mittlerweile zu einem respektablen, aber kaltherzigen Busimessman gemausert hat. Verheiratet ist er mit der Witwe seines ehemaligen Bosses. Eines Tages trifft er auf eine jüngere Frau und erkennt in ihr sein früheres Selbst wieder. Er verliebt sich zum ersten Mal in seinem Leben …
Um sich über diese Storyline lustig zu machen, braucht es eigentlich keinen Song Seung Heon … Aber sich vorzustellen, wie er in dieser tragikitschigen Geschichte spielen wird, lädt noch mehr dazu ein …
All about my Romance (내 연애의 모든것)
SBS, 16 Folgen, ab 4. April
allaboutmyromance
Eine Romanze zwischen zwei Politikern aus verschiedenen Lagern. Spätestens seit „City Hall“ wissen wir, dass Politikromanzen nicht so langweilig sein müssen, wie sie klingen. Allein deshalb bin ich bereit, diesem Neustart eine Chance zu geben.
I Summon You, Gold! (금 나와라, 뚝딱!)
MBC, ? Episoden, ab 6. April
summon
OK, das ist wohl eines der scheußlichsten Promoposter, die ich je gesehen habe (nur deshalb bekommt ihr es überhaupt vollstndig zu sehen). Und das, obwohl Kdrama-Promoposter fast immer schrecklich sind. Ähnlich viele Fragezeichen hinterlassen die Plotbeschreibungen bei mir. Also offenbar spielt die Geschichte im Schmuck/Juweliersbusiness und der Protagonist, ein reicher Geschäftsmann, verliebt sich in eine Frau, die genauso aussieht wie seine Exfrau. Wer will denn so was sehen? Aber vielleicht ist es ja in Wirklichkeit ganz toll …
Gu Family Book (구가의서)
MBC, 24 Folgen, ab 8. April
gufamilybook
Ich wage zu behaupten, dass dies das erste von sehr vielen heiß ersehnte Drama des bislang eher unspektakulären Jahres ist. In dieser historischen Fantasyserie wird Lee Seung Gi (The King 2 Hearts) eine Mischung aus Mensch und Sagengestalt verkörpern, die sich nichts mehr wünscht, als ein richtiger Mensch zu sein. Seinen weiblichen Gegenpart wird Popstar Suzy spielen. Die ganze Geschichte wird laut Ankündigung ein Melodrama sein.
Auch wenn ich Komödien lieber sehe, freue ich mich schon darauf, Lee Seung Gi wieder in einer ernsten Rolle zu sehen und hoffe, dass seine positive Entwicklung sich fortsetzt. Was Suzy angeht, bin ich ehrlich skeptisch. Ich mochte sie in Dream High und selbst noch in Big. Sie ist in Ordnung, wenn man ihr die Rollen auf den Leib schreibt, aber sie ist keine tolle Schauspielerin. Und dieser Stoff ist doch weit von dem entfernt, was sie bislang gemacht hat. Trotzdem, das Promomaterial sieht ganz ok aus (auch wenn ich die allgemeine Begeisterung für Lee Seung Gis Frisur mal sowas von nicht teilen kann) und ich hoffe einfach das Beste.
Jang Ok-Jung, Living in Love (장옥정, 사랑에 살다)
SBS, 24 Folgen, ab 8. April
jojliving
Alternative Geschichtsschreibung oder eine andere Sicht der Dinge wird dieses Drama bieten. Die Geschichte von Königin In Hyeon, die von ihrem Ehemann, König Sukjong zugunsten seiner Mätresse Jang Ok Jung ihrer Position enthoben wurde, was blutige Konflikte mit sich brachte, wurde schon oft in Filmen oder Dramas thematisiert. Interessant ist, dass Jang Ok Jung immer die Rolle der bösen Intrigantin inne hatte. In diesem Drama aber wird sie die Hauptrolle spielen und wie es aussieht, werden wir sie aus einem anderen, positiveren Blickwinkel kennenlernen.
Könnte ganz interessant werden.
Wonderful Mama (원더풀 마마)
SBS, ? Episoden, ab 13. April
Wochenend-Familiendrama um die Kinder einer an Alzheimer erkrankten Frau. Im Mittelpunkt wird wohl ihre oberflächliche älteste Tochter (und natürlich deren Liebesgeschichte) stehen.
Special Affairs Team TEN 2 (특수사건전담반 TEN 2)
OCN, ? Episoden, ab 14. April
 ten2
Die zweite Staffel einer Serie um eine Gruppe von Ermittlern, die sich besonders harter Fälle annehmen. Die erste Staffel habe ich leider nicht gesehen, obwohl sie ganz positive Resonanzen bekommen hat.
Mandate of Heaven (천명)
KBS2, ? Episoden, ab 24. April
Historische Serie mit Lee Dong Wook um einen Arzt, der zu einem Gejagten wird, nachdem er in ein Komplott zur Ermordung des Königs verwickelt wird. Nebenbei versucht er auch noch das Leben seiner todkranken Tochter zu retten. Der Trailer, der diese Woche veröffentlicht wurde, hat für einiges Aufsehen gesorgt. Ich bin leider noch nicht angefixt.
Birth Secret (출생의 비밀)
SBS, ? Episoden, ab 27. April
Ein Kdrama namens Birth Secret, huh? Genausogut hätte man es Amnesie nennen können. Aber gut, wenigstens sind sie ehrlich: What you see is what you get. Und die Amnesie bekommen wir übrigens auch, damit wird die Protagonistin geschlagen sein, die dadurch ihren Geliebten und ihr Kind vergisst.
2 Kommentare leave one →
  1. 7. April 2013 18:41

    Hast 7th Grade Civil Servant wohl auch endli8ch abgebrochen^^ Wie lange haste denn ausgehalten?
    Danke für den Überblick, zum Glück gibt es nichts, dass mich wirklich total total total von den Socken haut, denn ich habe mir fest vorgenommen nur noch die japanischen Dramen zu beenden, die ich momentan schaue und ansonsten die Finger davon zu lassen, jedenfalls bis das Abi rum ist^^
    Wünsch mir Glück xD

    • 7. April 2013 19:23

      Wenn es jemals eine gute Zeit für Kdrama-Abstinenz gegeben hat, dann jetzt.😉 Viel Glück für’s Abi. Ist alles nur halb so schlimm und nichts ist besser als die Zeit danach, wenn man sich plötzlich so frei fühlt.😉

      Ähm, ziemlich früh sogar, so um 9 herum? Da war es noch gar nicht so schrecklich, aber ich hatte eine Woche keine Zeit zum Ansehen und schon war es irgendwie von meinem inneren Radar verschwunden. Ich bin da echt schnell dabei, Sachen abzubrechen.

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