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Die Koketterie der Dummheit

28. Juni 2013

Heute möchte ich mal ein Thema aufgreifen, das mich schon eine Weile beschäftigt: Die Dummheit weiblicher Protagonisten in von Frauen für Frauen verfasster Unterhaltungsliteratur. Kurzfristiger Auslöser war das Lesen eines kleinen Disputs darüber, wie männliche Autoren weibliche Romanfiguren charakterisieren. Was mich im nächsten Schritt zu dem Gedanken brachte, wie Autorinnen das eigentlich handhaben.
Die Frage, warum man seinen Leserinnen Heldinnen vorsetzt, deren IQ unzweifelhaft im zweistelligen Bereich zu suchen ist, und warum diese Leserinnen das auch noch gut finden – oder zumindest nicht allzu störend –, beschäftigt mich aber eigentlich schon, seit ich als Teenager meine ersten Historicals in den Händen hielt. Seitdem sind viele Jahre des Zähneknirschens und Hand-gegen-die-Stirn-patschens vergangen, viele Bücher gegen die Wand oder in die Altpapiertonne geflogen. Und dann kam dieses eine Buch, das die Frage wieder so prominent in mein Bewusstsein gepflanzt hat, dass ich nun mehr denn je auf der Suche nach Antworten bin.


sogJa, ich habe es getan. Nachdem die Datei über ein Jahr auf meiner Festplatte schlummerte und ich wegen des nervigen Hypes keine Lust darauf hatte, habe ich vor einigen Wochen schließlich auch „Shades of Grey“ gelesen. (Ich hätte so einiges dazu zu sagen, aber ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob die Welt noch eine Rezension zu einem Buch braucht, das zu verreißen leichter ist, als einem Kind den Lolli wegzunehmen.)
In diesem Buch haben wir es nämlich mit einem der dümmsten Exemplare von einer Heldin zu tun, das mir je begegnet ist. Sie kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen, ohne jemandem vor die Füße zu kippen. Sie besitzt keinen Funken gesunden Menschenverstand und kann einen klaren Gedanken gerade so lange halten, bis ihr wieder einfällt, wie gutaussehend doch ihr kontrollsüchtiger Traummann ist. So ziemlich jede ihre Handlungen strotzt nur so vor Naivität und Dummheit.
Und damit befindet sie sich in guter Gesellschaft, denn gerade in der romantischen Frauenliteratur haben diese Heldinnen eine so lange Tradition, dass ihnen ein eigenes englisches Akronym gewidmet ist: TSTL (Too stupid to live). Zu dumm zum Leben.

Aber warum ist das eigentlich so? Warum haben solche Heldinnen immer Hochkonjunktur und werden von ihren Leserinnen nicht selten in den Bestsellerstatus erhoben?

Interessant ist ja, dass diese Dummheit meistens nicht negativ wahrgenommen bzw. dargestellt wird. Man kokettiert mit ihr, ein wluErfolgsrezept, das schon für Verona Feldbusch und Daniela Katzenberger funktioniert hat; in Romanform ist auch Mary Janice Davidsons Betsy Taylor – stellvertretend für leider viel zu viele Chick-lit-Heldinnen – ein gutes Beispiel. Naivität – ob gespielt oder echt – wird schnell zur charmanten Eigenschaft, über die zumindest das männliche Gegenstück des jeweiligen Romans sich gönnerhaft und herzlich amüsieren kann. Oder die Frauen sind dumm bis hin zur Selbstaufgabe, was wiederum als Ideal ihrer Treue gesehen wird. Gutes Beispiel dafür der mehrmals verfilmte Manga „Itazura na Kiss“. Die taiwanesische TV-Serie „It happend with a kiss“ ist ein vielgeliebter Klassiker bei Freunden der asiatischen Fernsehunterhaltung in der ganzen Welt. Darin geht es um ein dummes, mäßig attraktives Mädchen, das über mehrere Jahr an der Liebe zu ihrem wunderschönen, hochintelligenten, sie schlecht behandelnden Traumprinzen festhält. Und tatsächlich werden Jahre der Demütigung am Ende mit Hochzeitsglocken belohnt. Mich schüttelt es bei jedem Gedanken daran – anderen treibt es ein glückliches Lächeln ins Gesicht.

Und das weckt bei mir die Frage: Warum sind diese Heldinnen erfolgreich, obwohl sie doch eigentlich als Identifikationsfiguren der weiblichen Leserschaft dienen – und wer identifiziert sich denn gerne mit einem Dummchen? Oder geht es gar nicht um Identifikation, sondern darum, das Gefühl zu bekommen, selbst besser ((für den männlichen Helden geeignet)) zu sein als das dumme Stück?
Sind diese dummen Heldinnen nicht vielmehr Projektionsfläche für die attraktiven männlichen Gegenstücke, denen sie die Möglichkeit geben ein ums andere Mal zu strahlen? Zu zeigen wie klug und strategisch sie sind, wie mutig und stark, weil sie das Mädchen mal wieder aus den Fängen der Bösewichte retten, denen sie in die Arme gelaufen ist. Beweisen zu können, was für gute Beschützer sie sind und wie fürsorglich sie sich um die Frau ihres Herzens kümmern können? Denn seien wir ehrlich: Es hat einen Grund, warum es so wenig TSTL-Helden allgemein und vor allem im romantischen Bereich gibt: Doofe, tollpatschige Männer finden Frauen nur in den seltensten Fällen sexy.
Versteht mich nicht falsch, ich möchte keine Romanwelten voller allround-talentierter Atomphysikerinnen. Aber zwischen TSTL und dem perfekten Wesen gibt es ein weites Feld. Man muss ja nicht immer ein Extrem bedienen.
Für mich sind diese Heldinnen ein großer Grund für eine Menge Frust, was das romantische Genre angeht. Weil ich es schätze, wenn ein zukünftiges Liebespaar sich auf Augenhöhe begegnet. Und das sehe ich so selten, dass ich die Lust auf das Experimentieren fast schon verloren habe.

Wie geht es euch: Ärgert ihr euch auch über dumme Heldinnen? Sind sie euch egal oder mögt ihr sie sogar? Und wenn ja: Warum eigentlich?

Sind klügere Heldinnen eigentlich weniger beliebt? Oder gibt es einen anderen Grund dafür, dass Frauen ihr eigenes Geschlecht in Romanform oft so charakterisieren?

Mich würden wirklich Meinungen zu dem Thema interessieren. Gerade von den LiRo-Lesern, die hier manchmal mitlesen.

14 Kommentare leave one →
  1. 28. Juni 2013 18:08

    Ich finde solche dumpfbackigen Heldinnen auch total nervig. Ich mag es viel lieber wenn die weibliche Figuren Köpfchen und/oder Substanz bieten. Wenn ich lese, möchte ich mich meist mit den weiblichen Figuren identifizieren und das mache ich lieber mit starken Frauen als mit naiven Dummchen. Bücher mit letzteren machen mir selten Spaß undicht glaube das ist auch einer der Gründe, warum ich Chicklit und Romance meistens fernbleibe. Mich würde aber auch mal interessieren, was Leserinnen, die nichts gegen solche Frauenfuguren haben dazu sagen.

    • 1. Juli 2013 10:36

      Danke, jetzt weiß ich immerhin, dass ich da nicht ganz allein bin.

  2. 28. Juni 2013 20:32

    Ich lese in erster Linie zur Unterhaltung. Und früher, also mit Anfang / Mitte 20 fand ich Historicals durchaus sehr unterhaltsam. Wenn die Heldin dann dumm war, hat mich das ehrlich gesagt nicht großartig gestört.

    Inzwischen kann ich solche Bücher aber nicht ertragen. Ich lese weiterhin gerne Liebesromane, manchmal auch einen Historical. Und gegen eine gewisse Naivität habe ich bei einem Historical auch nichts einzuwenden – ich vermute, die meisten Mädchen waren zu der Zeit einfach fürchterlich naiv. Dummheit, egal ob gespielt oder vorhanden, macht mich aber aggressiv und solche Bücher werfe ich ins Altpapier.

    • 1. Juli 2013 10:38

      Ja, ein wenig Naivität, vor allem wenn sie sich logisch aus den Umständen, unter denen die Figur aufgewachsen ist, ergeben, ist schon Ordnung. Es kommt halt immer darauf an, womit man die Naivität paart und wie man es darstellt.

  3. 29. Juni 2013 06:21

    Beim Lesen Deines Beitrags war ich durchgehend am Kopfnicken, habe Dir zugestimmt und immer wieder laut „Ja, genau! Warum eigentlich?“ gedacht. Aber dann fiel mir ein: Sophie Kinsella gehört eigentlich auch zu der Sorte Autorinnen, die ich sehr gerne lese, die aber auch immer wieder von ihren relativ naiven Hauptfiguren lebt.

    Ein wenig tollpatschig und schusselig stört mich in einem Roman nicht wirklich. Oftmals treibt es mich dazu, dass ich die Heldinnen dann eher sympathisch finde, wenn sie von einem Fettnäpfchen ins nächste treten. Das Buch soll ja schließlich unterhalten und solche humorvollen Situationen vertrage ich dann schon ganz gerne. Ich glaube daher schon, dass diese Eigenschaft eher dazu genutzt wird scherzhafte Situationen aufkommen zu lassen, in denen – wie Du schon sagtest – der Mann auch ein wenig beweisen kann, wie verlässlich er ist.😉

    Auch gehöre ich zu denjenigen, die „Twilight“ unheimlich gerne gelesen haben. Und Bella ist ja nun wirklich keine emanzipierte Frau, wenn man bedenkt wie schnell sie sich von einem Kerl abhängig macht. Aber auch da hat es mich kein bisschen gestört. Vielleicht weil sie ein Teenager ist? Vielleicht weil eine so hingebungsvolle Leidenschaft romantisch sein kann? Ich denke Bücher mit den Erwartungen im realen Leben zu vergleichen, passt einfach nicht immer. Niemals würde ich mein Leben sofort aufgeben, wenn ein Kerl mich plötzlich allein im Wald stehen lässt. Aber im Buch wirkte es nicht falsch (vom stalken will ich gar nicht erst anfangen!).

    Wenn die – m.E. noch sympathische – Naivität dann aber wirklich in Hirnlosigkeit umschlägt, kann ich daran allerdings auch nichts Gutes mehr finden („Weiblich, ledig, untot“ habe ich als das bislang schlechteste Buch überhaupt abgetan). Dieses Klischee einer vollends verlorenen, mit Dummheit geplagten und absolut oberflächlichen „Tussi“, kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Daher finde ich bspw. die Shopaholic-Reihe von Kinsella richtig schlecht im Vergleich zu ihren Einzelromanen.

    Kurz gefasst: Die nötige Portion Niveau erwarte ich in Liebesromanen schon, aber gegen ein bisschen Herz habe ich auch nichts einzusetzen.😉

    • 1. Juli 2013 10:20

      Danke für diesen langen und wirklich informativen Beitrag. Ja, etwas Schusseligkeit ist schon in Ordnung, das finde ich auch. Ich habe übrigens ebenfalls gerne Twilight gelesen (na ja, die ersten 3 Bände, den dritten habe ich nach der Hälfte entnervt in die Ecke geworfen) und fand Bella nicht ganz so schlimm, wie sie viele Leser wahrgenommen haben. Mit Emanzipation hat das für mich auch nicht zwingend zu tun. Auch eine nicht besonders emanzipierte Frau muss ja nicht automatisch doof sein. (Wäre eigentlich mal ein interessanter Charakter …)

      Ich finde deinen letzten Satz auch interessant, weil du schreibst, dass du zwar Niveau erwartest, aber gerne auch Herz hast. Und irgendwie sehe ich da meinen Knackpunkt. Ändert denn der Intellekt der Heldin etwas am Niveau und vor allem am Herz? Wäre eine Liebesgeschichte zwischen einer, ihrem Partner nicht intellektuell unterlegenen Frau nicht genauso romantisch? Es scheint tatsächlich etwas an diesem dummen Heldinnentypus zu sein, der ihn für viele Leserinnen attraktiver macht.

  4. 29. Juni 2013 09:44

    Da ich ja bevorzugt Liebesromane lese und auch noch historische, begegnen mir eigentlich ständig solche Heldinnen. Mich stört das sehr, auch wenn ich bei einigen Büchern (weitgehend) darüber hinwegsehen kann, z.B. bei Kinsella (auch wenn ich mich da manchmal doch seeeeehr fremdschäme!). Inzwischen brech ich Bücher mit TSTL-Heldinnen sogar häufig ab, weil ich keine Lust habe, mich über diese dummen Weiber zu ärgern.😀

    Warum solche Figuren so beliebt sind, ist mir auch schleierhaft. Vermutlich hat das damit zu tun, dass viele Frauen keine perfekten Heldinnen mögen (weil sie ja selbst üblicherweise auch nicht perfekt sind) und lieber über die Erlebnisse des übersteigerten Gegenteils von Perfektion lesen? Manch einer weidet sich einfach auch an der Dummheit anderer und findet das lustig, welche Peinlichkeiten anderen passieren – warum auch immer, mir liegt das fern. Und möglicherweise führt es bei manch einer Leserin auch zur Steigerung des Selbstwertgefühls zu sehen, die Heldin viel doofer bzw. ungeschickter ist als man selbst, aber am Ende trotzdem ihr Glück findet? Und ganz bestimmt hat es auch damit zu tun, dass die (dumme = schwache) Frau in solchen Büchern immer irgendwie gerettet werden muss von einem (starken) Mann – hier wird offenbar ein Urinstink befriedigt!😉 Mal ernsthaft, ich hab noch nie nen TSTL-Helden erlebt, glaub ich. Oder kennt ihr einen?

    • 1. Juli 2013 10:30

      Das mit dem Selbstwertgefühl klingt ziemlich plausibel, daran hatte ich auch schon einmal gedacht.
      Einen TSTL-Helden kenne ich nur aus Sachen aus dem asiatischen Raum (wobei auch die am Ende meist lernen, ihren Mann zu stehen *g*) und ich gebe ehrlich zu: Ich würde als Leserin auch keinen wollen. Zum einen sind dumme Männer für mich einfach unattraktiv und zum anderen finde ich ein umgedrehtes intellektuelles Ungleichgewicht auch nicht gerade ansprechend.

      Ich frage mich gerade, ob schon mal jemand daran gedacht hat, eine Liste mit Nicht-TSTL-Heldinnen zu machen, um anderen den Frust zu ersparen – ich bin ja offensichtlich nicht die einzige, die sie nicht mag. Dem muss ich mal nachgesehen.

  5. 29. Juni 2013 13:08

    Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Erwähnenswert hierbei zum Thema asiantische Dramen wäre, dass des eine Bezeichnung zu diesem Phänomen gibt, der sich Kawaii-Syndrom nennt (Kawaii: Süß, niedlich). Wie man vielleicht an der Bezeichnung erkennt, stammt dieser Strom aus Japan. Interessante Lektüre hierzu, was auch ein Stückweit außerhalb Asiens übertragbar ist: http://www.kinsellaresearch.com/new/Cuties%20in%20Japan.pdf

    • 1. Juli 2013 10:36

      Danke für den Link. Das japanische kawaii- oder das koreanische aegyo-Phänomen sind sicher auch irgendwie verwandt mit meiner Frage. Wobei in dem oben erwähnten ISWAK die Heldin ja nicht von der niedlich-doofen Sorte war. Hat aber sicher alles irgendwie miteinander zu tun.

  6. 8. Juli 2013 08:45

    Darüber hab ich in letzter Zeit auch viel nachgedacht, zumal die Heldinnen in den ganzen Shades of Grey-Klonen ja ALLE oder fast alle so sind.

    Mir persönlich geht es so, dass mich nur manche Arten von Blödheit wirklich stören. Zum Beispiel konnte ich mit Twilight-Bella durchaus was anfangen, habe mich für Sophie Kinsellas Becky Bloomwood aber so furchtbar geschämt, dass ich mit der Serie nicht weit gekommen bin.
    Ich ärgere mich eher über eine Heldin, die es eigentlich besser wissen müsste und trotzdem entgegen ihrer eigenen Interessen handelt als über eine, die glaubhaft unerfahren ist und der deshalb ein bisschen gesunder Menschenverstand fehlt. Die Hauptfigur von Shades of Grey fand ich deshalb auch ganz erträglich, mich haben da eher andere Sachen gestört (goddess, oh my etc.)

    Die Sache mit dem Selbstwertgefühl kann ich mir auch gut vorstellen, das greift ja auch bei Serien wie der Supernanny oder dem Schuldenberater oder Frauentausch. Aber ich glaube, dass es noch mehr darum geht, eine Fallhöhe zwischen ihm und ihr herzustellen, und zwar mit allen Mitteln. Je unwahrscheinlicher sie als Partnerin für ihn ist, desto größer und irrationaler und unkontrollierbarer muss ja seine Liebe für sie sein, sonst würde er sich nicht auf ihr Niveau herabbegeben. Und jemand, der einen sozusagen against all odds so sehr liebt, muss ja etwas in einem sehen, was alle anderen nicht sehen. Ich glaube, deshalb sind die Helden unglaublich reich, unglaublich klug, unglaublich tough oder gleich unsterblich, und die Mädels nichts davon.

    • 18. Juli 2013 18:26

      Klar, bis zu einem gewissen Grad ist das schon in Ordnung, gerade wenn es einen Grund dafür gibt; können ja nicht alle Mädels große Leuchten sein. (Obwohl für mich SoG der Supergau an Dummheit war – vielleicht aber auch deshalb, weil ich genau diese Art von Frauen absolut nicht abkann).

      Klar, die Fallhöhe spielt immer eine Rolle. Deshalb ist er ja oft reich und sie ein einfaches Mädchen. Ich stehe ja auch auf Unterschiede und Gegensätze, die überwunden werden müssen. Aber ob das gerade in itellektueller Hinsicht dringend der Fall sein muss … Ich weiß ja nicht.

      Ich könnte noch eher mit diesen Heldinnen leben, wenn sie nicht so verbreitet wären, dass man kaum etwas anderes bekommt. Oder nur mit sehr viel Glück.

  7. minthoa permalink
    18. Juli 2013 16:08

    In einer der Shrek-Teile befinden sich verschiedene Frauen eingesperrt in einem Kerker. Auf die Aufforderung zu handeln, um wieder frei zu kommen, werden sie folgendermaßen tätig:

    Schneewittchen legt sich hin, Dornröschen schläft ebenfalls und die Dritte gibt sich, glaube ich, in Position. Warum? Alle warten darauf, von ihrem Helden gerettet zu werden. Zugegeben Dreamworks nahm damit die Märchen ziemlich auf die Schippe. Aber mit diesen Bildern sind wir aufgewachsen.

    Auch wenn die jungen Frauen selbst aktiv wurden, weil die Männer nicht dazu in der Lage waren, so schnitten sie sich einen Finger ab, sprachen nicht, ließen sich von der Gesellschaft ausgrenzen usw.
    So gesehen könnten die modernen Geschichten auf diesem Mann/Frau-Bild basieren. Neu ist dann aber wie toll der „Märchenprinz“ auf der einen Seite und wie wesentlich schwächer der weibliche Gegenpart ist. Da bin ich leider auch überfragt.

    Vielleicht muss man sich bewusst darauf einlassen, dass das nun leichte Kost ist, bei der man nicht wirklich nachdenken muss. Und die nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun hat, wodurch sie evtl. auch wieder eher zugelassen werden kann.

    Dabei hat jeder seine eigenen Grenzen. Ich habe z.B. bereits vor Jahren den letzten Band einer Reihe abbrechen müssen, weil für mich (aus der heutigen Zeit) die Naivität einer Frau (aus der Zeit während der Templer) im Bezug auf ihren Körper so dermaßen auf den Keks ging. Aufklärung war da halt noch nicht…

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