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Dramageplauder #7

30. September 2013

In den letzten Wochen bin ich dramatechnisch etwas herumgeeiert. Ich habe einiges angetestet, nicht nur Neustarts, sondern auch ein paar „ältere“ Sachen.
Auf einer längeren Bahnfahrt habe ich zum Beispiel endlich mit dem im letzten Jahr sehr gelobten A Wife’s Credentials begonnen, für das es lange keine vollständigen Subs gab, weshalb ich es etwas aus dem Auge verloren hatte. Nach den ersten sechs Episoden bin ich ganz angetan und werde es weiterhin verfolgen. Außerdem habe ich in die ersten zwei Folgen von Cruel City aus diesem Jahr hineingeschaut. Ein Drama mit einer sehr dichten Atmosphäre und einer wirklich beeindruckenden Optik, die mich vom ersten Moment an fasziniert hat. Allerdings muss ich zugeben, dass mir derart düstere Geschichten mit einem gewissen Gewaltanteil immer schnell auf’s Gemüt schlagen, so dass ich wohl nur Episode für Episode weiterschauen werde.
Dann hatte ich einen spontanen nostalgischen Rückfall, nachdem ich mit der Bekannten einer Freundin ins Plaudern gekommen bin und sie erzählte, dass sie gerade „Goong“ anschaut. Es ist viel Schlechtes über das Drama gesagt worden und ich würde dem noch nicht mal widerprechen, aber ich kann mir nicht helfen, ich finde es in all seinem Kitsch und seinem nur zu deutlichen Mangel an Perfektion einfach charmant. Und es hat mir vor einigen durch eine ziemlich anstrengende Prüfungsphase geholfen, weshalb meine Erinnerungen daran immer positiv gefärbt sein werden. Meine Kitschdosis für diesen Monat ist also auch wieder erfüllt.🙂

Eine unschöne Überraschung hatten die letzten Wochen auch zu bieten: Viki ist den Weg aller erfolgreichen Startups gegangen und wurde von einem großen Konzern aufgekauft. Ich fühle mich spontan an Goodreads erinnert, das ebenfalls enorm an dem Engagement und der kostenlosen Mitarbeit von Fans profitiert hat, um dann an einen großen Konzern zu verkaufen, wenn die Seite genug wert ist. Ich frage mich, ob das die (guten) Leute auf die Dauer davon abhalten wird, sich freiwillig für solche Dinge zu engagieren. Und ich frage mich auch, ob Viki nun genauso agressiv wird DF, was das Löschen kleiner Blogs aus der ganzen Welt angeht, die es wagen, ein paar Screenshotschnipsel zu zeigen. Während sie ihr Angebot natürlich weiterhin überwiegend auf die USA beschränken.

Beendet im August

I hear your Voice (18 Episoden)

ihearyourvoice

In diesem Jahr ist meine Sehnsucht nach einem Drama, das mich voll und ganz begeistern und für sich einnehmen kann, so groß, dass ich bei jedem Drama, dessen erste Folge mich einigermaßen überzeugen kann, hoffe und bange, dass sich das nicht ändern möge.  Bei I hear your voice war es ein wenig Liebe auf den ersten Blick. Ich bin ohne Vorkenntnisse und Erwartungen darangegangen und war sofort von der Stimmung eingefangen und fand es so viel sicherer erzählt als alles andere, was ich in diesem Jahr gesehen habe. Am Ende hat es sich nicht ganz gehalten. Der Stoff bietet kaum genug Material für 16 Folgen, sie auf 18 auszudehnen hat dem Drama fast den Todesstoß versetzt. Eine Freundin meinte einmal nach einer Episode zu mir: „Ich fühle mich bei dem Drama wie ein kleines Kind, dem man alles zehnmal erklärt.“ Es war tatsächlich schon von Anfang an so, dass nicht übermäßig komplizierte Sachverhalte uns sehr deutlich eingetrichtert wurden – und die ausufernden Gerichtsszenen sind Teil dieses Symptoms -, aber als die Zeit der Verlängerung kam und man mit Rückblicken und anderen unnötigen Szenen Sendezeit füllen musste, erreichte es ein schwer erträgliches Maß. Deshalb war ich auch in meinem letzten Geplauder, kurz vor dem Finale, etwas verärgert.

Und trotzdem kann ich nach den Finalfolgen sagen, dass es für mich eines der besseren populären Dramas dieses Jahres ist. Das Skript und die Inszenierung an sich waren um Welten solider als alles, was ich in diesem Jahr bei einem Drama dieser Art gesehen habe. Die Geschichte baut sich um die Motive Wahrheit und Lüge, Schuld und Rache, Reue und Vergebung auf und bleibt ihnen treu, integriert sie in die Handlung, greift sie immer wieder in einzelnen Aspekten der Geschichte auf. Und das Gedankenlesen als einziges Fantasy-Motiv der Serie ist essenzieller Teil dieser Motivwelt. Sicher, diese Motive sind nicht ungewöhnlich und die Art, wie sie thematisiert werden, meist nicht gerade subtil. Aber wenn jemand weiß, wie er seinen Holzhammer führen muss, kann das Ergebnis trotzdem überzeugend sein. Und in diesem Fall war es das für mich.

Die Geschichten unserer Figuren, die tief genug sind, um mit ihnen zu fühlen, werden am Ende auserzählt, was ich sehr schätze, denn oft ist nach dem dramatischen Showdown schon Schluss, weil man fürchten muss, dass viele das ruhige Nachgeplänkel nicht sehen wollen. Mir hat es gefallen, dass in der letzten Episode die für diese Geschichte relevanten Figuren ein vorläufiges Ende bekommen haben, das aber nicht vom berühmten Schleifchen auf dem Paket stranguliert wird, sondern offen bleibt: Für sie alle hat sich etwas geändert, sie sehen die Welt mit anderen Augen, haben neue Freunde und Geliebte und leben ihr Leben von dem Punkt an weiter.

Zur Liebesgeschichte muss ich rückblickend sagen, dass sie mich nicht überzeugt hat. Das überrascht mich selbst etwas, weil ich die beiden in ihrer Interaktion , in der Vertrautheit ihrer stummen Dialoge und ihrem Zusammenleben sehr gerne gesehen habe. Und doch, sie waren nie ein glaubhaftes Liebespaar für mich – etwas fühlte sich immer fasch und erzwungen an. Sie sind niedlich zusammen, aber ich kaufe es ihnen einfach nicht ab. Vielleicht weil das Element, das sie verband immer das gemeinsame Schicksal war – und das allein ist keine Basis für eine Liebesbeziehung, die dann vielleicht doch eines besseren Aufbaus bedurft hätte. Umso mehr wusste ich es zu schätzen, dass die Zukunft ihrer Geschichte etwas offener bleibt. Sie sind ein Paar, ja, aber wer weiß, was die Zukunft dieser Beziehung bringt.

Für mich war das erste Drama in diesem Jahr, das zeitweise wieder diese Aufgeregtheit und Begeisterung in mir ausgelöst hat. Es hat sich leider nicht bis zum Ende gehalten, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass es ein schönes Sommerdrama war und bereue nicht, ihm Zeit gewidmet zu haben.

Weitergeschaut im August

Who are you? (3 von 10/16 Episoden gesehen)

whoareyou

Ich habe in den letzten Wochen nur eine Episode weitergeschaut und das auch eher mangels Alternativen. Ich glaube, es wäre ein Drama das ich durchaus gut nebenher sehen könnte, würde jedes Auftauchen von Taecyeon bei mir nicht solche Agressionen auslösen. Ich weiß nicht, ob es mehr an der Figur, die er verkörpert, liegt oder daran wie schlecht er sie spielt. Nicht, dass das Drama generell durch seine schauspielerischen Leistungen punten könnte. Ich denke der einzige Grund, warum ich „Who are you?“ nicht sofort aufgebe, ist, dass ich ein wenig hoffe, dass die Stimmung der ersten Hälfte der ersten Episode wiederkommt.

Neu begonnen im August

Two Weeks (4 von 16 Epsioden)

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Es ist die zweite „Jagd auf einen Unschuldigen mit Kind“-Geschichte nach „Mandate of Heaven“ in diesem Jahr und setzt damit den nervigen Kdrama-Trend fort, sich ständig an einem Thema festzubeißen und es bis zum Erbrechen zu wiederholen.

Diese Geschichte spielt nun in der Gegenwart. Wir haben Lee Jun Ki als Tae San, einen der in Kdramas so beliebten Nichtsnutze, die ihr Leben mehr oder weniger erfolgreich mit Gaunereien bestreiten. Tae San ist dabei weniger erfolgreich, beim Spielen fliegen seine Betrügereien auf, wenn er betuchte Damen verführt, ist er zu betrunken, um sie richtig auszunehmen und im Pfandleihhaus, in dem er arbeitet, lässt er sich schon mal über‘s Ohr hauen. Trotzdem, er lebt irgendwie, indem er sich selbst der nächste ist. Dann taucht mit einem Mal seine Jugendliebe wieder auf. Die Frau, die er vor neun Jahren, als sie ungewollt schwanger war, zwingen wollte, abzutreiben. Erst jetzt erfährt er, dass sie es nicht getan hat und er damit Vater einer achtjährigen Tochter ist, die an Leukämie erkrankt ist und dringend einen Knochenmarkspender braucht. Er lässt sich testen und eine zufällige Begegnung mit seiner Tochter lässt bei ihm vermutlich das erste Mal seit langer Zeit, starke Emotionen aufkommen. Tatsächlich kommt er als Spender in Frage, die Operation soll 2 Wochen später stattfinden, aber das Drama wäre an dieser Stelle zu Ende, wenn er nicht ausgerechnet jetzt in dunkle Machenschaften verstrickt werden würde, indem ihm ein Mord in die Schuhe geschoben werden soll, den er nie begangen hat. Er wird an den Tatort gelockt, niedergeschlagen und wacht mit einem Messer in der Hand neben der blutigen Leiche auf – in dem Moment, als die Polizei am Tatort ankommt. Es sieht schlecht für ihn aus, aber dann gelingt ihm die Flucht – und damit hat er nun 2 Wochen, um die dunklen Machenschaften aufzuklären und damit seine Unschuld zu beweisen, damit er rechtzeitig zur OP seiner ansonsten dem Tode geweihten Tochter wieder auf der Matte stehen kann. Dabei soll er übrigens möglichst unverletzt bleiben, weil Infektionen für die Spende problematisch sein könnten. Man sieht also, der junge Mann hat spannende 2 Wochen vor sich.

Ich kann mich den Lobeshymnen, die teilweise auf dieses Drama gesungen werden, wirklich nicht anschließen. Am Anfang dachte ich, es wird vielleicht noch was, weil es immerhin ganz unterhaltsam ist, aber nach Episode 4 habe ich es aufgegeben.

Ganz grundsätzlich wandert dieses Drama so sehr auf ausgetretenen Pfaden, dass es zum Zähneknirschen ist und man sich locker zusammenreimen kann, was in den nächsten Episoden so passieren wird – keine Wendung oder Enthüllung kommt bislang wirklich überraschend. Wir haben den Nichtsnutz-Helden (ihr wisst schon,  „sseuregi“  hier „sseuregi!“ da …), der scheinbar ein Arsch ist, dessen (edle) Beweggründe aber in Rückblicken nach und nach erklärt werden, damit ja keine Gefahr besteht, man könnte ihn nicht mögen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch schade, denn es hätte das Drama vielleicht interessanter gemacht, wenn dieser Charakter seine Untiefen gehabt und im Laufe der Flucht eine Art Wandlung durchgemacht hätte. Stattdessen wird nahezu jede seiner schlechten  Taten  in rührseeligen Rückblicken scheinbar zu rechtfertigen versucht.

Wir haben außerdem die burschikose Staatsanwältin, die sich in ihrem Überschwang ungeschickt anstellt und natürlich ihre Leidenschaft daraus bezieht, dass ihr Vater auch Staatsanwalt war. Das Ungeschickte hat sie mit allen anderen Ermittlern gemein, die zwar den Gejagten immer wieder auf wundersame Weise aufspüren, aber zu dumm sind, bei einem Einsatz ihr Handy lautlos zu stellen.

Und dann ist da noch die tragische Jugendliebe und natürlich das krebskranke Kind als Tränendrüsendrücker. Ich mag in der Regel keine kranken Kinder in Serien und Filmen. Sie sind meistens nur Instrument für das, was ich gerne als tragischen Kitsch bezeichne und was ich als unglaublich manipulativ empfinde: Ich meine, gibt es was Traurigeres als ein todkrankes Kind? Und das zelebriert man dann schön in aller Breite. Das Kind bekommt viel  Raum und darf immer wieder mit großen Augen tapfere Dinge herunterrattern, die so erwachsen klingen, dass man aus dem Augenrollen nicht mehr herauskommt. Und dann erscheint sie unserem Helden während seiner Flucht auch noch ständig als Phantasie, damit sie noch mehr Tränendrüsensätze sagen darf. Es tut mir leid, ich bin nicht herzlos, ich finde es schrecklich, wenn Kinder krank sind, aber ich finde es auch schrecklich, wenn so ein Thema dann instrumentalisiert wird, um eine emotionale Beteiligung des Zuschauer herbeizumanupulieren. Als würde man es auf anderem Wege nicht hinkriegen.

Auch offensichtliche logische Fehler und Unglaubwürdigkeiten sind hier wieder ein beliebtes Mittel, um den Plot zum Funktionieren zu bringen.  Ich kaufe dem Drama schon die ganze Prämisse nicht ab. Warum flieht er eigentlich statt mit der Polizei zu verhandeln, dass man ihn bis zur OP in einer sicheren Zelle behält? Da wäre er doch weniger in Gefahr verletzt zu werden, als wenn er durch die Gegend rennt. Oder wenn er schon fliehen muss: Warum sieht er nicht zu, dass er die nächsten zwei Wochen komplett untertaucht und erst zur OP wieder auftaucht? Die einzige Antwort, die ich darauf finde, ist: Weil die Autorin dann keine spannende Geschichte zu erzählen gehabt hätte. Man merkt bei diesem Drama einfach so offensichtlich, mit welchen Mitteln die Autorin versucht, sie voranzutreiben, wann sie versucht, Dinge zu rechtfertigen und wie sie die emotionale Beteiligung des Zuschauers erreichen möchte. Woher weiß die Polizei überhaupt von dem Mord, um dort genau zur richtigen Zeit aufzutauchen? Warum stehen alle Schaulustigen nur um den gestürzten Motorradfahrer und bemerken ihn nicht? Man kann die Liste noch munter fortführen. Die Autorin weiß genau, in welche Richtung sie ihre Geschichte lenken möchte, welche Situationen sie haben möchte und versucht dann sie irgendwie zum funktionieren zu bringen. Das Ergebnis sind wie so oft bei einem Vorgehen dieser Art, ein großer Mangel an Glaubwürdigkeit und Logik. Und ohne diese beiden Elemente funktioniert ein Drama dieser Art für mich nicht. Action ist ohnehin nicht das Genre, bei dem ich alles liegen und stehen lasse. Ein paar schnelle Schnitte und nett gedrehte Verfolgungsjagden reichen mir nicht aus, um mich länger damit beschäftigen zu wollen. Denn weder finde ich es emotional wirklich ergreifend, dazu ist es mir schlicht zu manipulativ, noch finde ich den Plot clever genug konstruiert. Weshalb ich es wohl bei diesen 4 Folgen belassen werde. (Ich habe gehört, dass es besser wird, aber ich habe zu viele interessante Alternativen, um mich noch einmal damit zu befassen).

Master’s Sun (15 von 15/17 Episoden)

masterssun

Im diesjährigen „Hong-Drama“ geht es um eine junge Frau, die nach einem Unfall Geister sehen kann. So weit so „Who are you?“. Hier nähert man sich der Geisterseherei etwas humoristischer und weniger von der gruseligen Seite, obwohl es für die Heldin, Tae Dong Shil, nicht ganz so lustig ist. Die Geister machen ihr Angst, lassen sie nicht schlafen und führen dazu, dass sie wunderliche Verhaltensweisen entwickelt, die sie ein ums andere Mal den Job kosten. Und dann trifft sie auf den reichen Geschäftsmann Joo Joong Won, der ein Arsch ist (natürlich …), und doch die Lösung all ihrer Probleme darstellt, denn wenn sie Körperkontakt zu ihm hat, verschwinden alle Geister. Und so kommt es, dass die übernächtigte Gong Shil ihm erst mal mit den Worten „Ich will mit Ihnen schlafen“ in die Arme fällt. Was er natürlich missversteht und was seinen Eindruck erhärtet, sie würde sich nur einen reichen Erben angeln wollen. Doch er hat seine eigenen Geister in seiner Vergangenheit und vielleicht kann ihm ja Gong Shil so nützlich sein wie er ihr.

Mit Master’s Sun ist das so eine Sache. Die ersten Episoden waren etwas schwach. Man hat sich ähnlich wie bei Who are you auf ein Geist-der-Woche-Konzept verlegt und ich bin einfach kein Fan dieser kleinen belanglosen Geschichtchen, bei denen am Ende jeder Geist seine Ruhe finden darf. Zum Glück wurden sie mit der Zeit etwas interessanter und als auch unser Pärchen seine Dynamik zu entfalten begann, passierte etwas, was ich zunächst gar nicht so recht wahrgenommen habe: Dieses Drama hat sich irgendwie hinterrücks in mein Herz geschlichen. Ja, die typischen Hong-Elemente, die Wortspiele, das Kettchen als Symbol, etc., sind mittlerweile reichlich ausgelutscht und die Charaktere ähneln vom Typ her so sehr, denen, die wir bereits aus vergangenen Produktionen kennen, dass es schon nicht mehr witzig ist. Und doch: Man gewinnt die beiden lieb – auch dank der guten Chemie zwischen Gong Hyo Jin (die ich sehr liebe) und So Ji Sub. Die Autorinnen verstehen ihr Handwerk, wenn es um süße, naive Liebesgeschichten geht. Anfangs wirkten die Momente zwischen den Protagonisten zwar noch arg erzwungen – die Köperkontakt-Sache ist natürlich ein toller Aufhänger, aber wenn man ständig lautstarte DU.MUSST.DAS.JETZT.ROMANTISCH.FINDEN!!!!-Musik einspielt, dann ist das alles andere als berührend. Aber mit der Zeit wurde es dann ganz von allein berührend, bis man sich dabei erwischt, wie man mitfiebernd ins Kissen beißt – alles in der beruhigenden Sicherheit, dass man am Ende mit einem Happy End belohnt werden wird.

Wir hatten in diesem Jahr so wenige romantische Komödien und Master’s Sun ist genau das, was ich gebraucht habe. Anspruch findet man hier natürlich keinen, dafür eine Menge Zucker für graue Herbsttage. Ein typisches Hong-Drama eben.

Neues im September/Oktober

The Suspicious Housekeeper (수상한 가정부)
SBS, ab 23. September, 20 Episoden

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Als ich die Kurzzusammenfassung für dieses Drama das erste Mal las, dachte ich: Klingt wie ein Jdrama. Und tatsächlich ist es das Remake von „Kaseifu no Mita“. Im Mittelpunkt steht eine mysteriöse, roboterhafte Haushälterin, die in eine Familie mit 4 Kindern kommt, die kürzlich die Mutter verloren hat. Der Vater hat so gut wie keinen Bezug zu den Kindern, seine Ehe lag schon lange im Argen und es zieht ihn mehr zu seiner Geliebten, einer Arbeitskollegin.

Ich habe die erste Episode und einen Teil von der zweiten gesehen und bin noch unschlüssig. Die Dynamik, die diese Haushälterin, die scheinbar jeden Befehl ohne eine Gefühlsregung bis zur Perfektion erfüllt, in die Familie und ihre ans Tageslicht drängenden Geheimnisse bringt, ist durchaus spannend. Der Ton schwankt allerdings ein wenig seltsam zwischen Komödie und Drama, so dass ich noch unschlüssig bin. Ich sehe weiter und berichte gegebenfalls im nächsten Geplauder.

Secret (비밀)
KBS2, ab 25 September, ? Episoden

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Rachedrama anyone? Hier kommt Nachschub für alle Fans von Liebe in Zeiten der Rachsucht. Dieses Mal geht es um eine junge Frau, die für ihren Verlobten ins Gefängnis geht, als dieser bei einem Unfall eine Frau tötet. Natürlich hat der nichts Besseres zu tun, als sich gleich mit einer anderen aus dem Staub zu machen und seine Freiheit zu genießen, während sie nach ihrer Rückkehr aus dem Gefängnis den ehemaligen Verlobten des Opfers am Hals hat, der auf Rache sinnt. Und sich dann natürlich in sie verliebt.

Medical Top Team (메디컬 탑팀)
MBC, ab 2. Oktober, ? Episoden

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Wie der Titel vermuten lässt, ein Krankenhausdrama mit genialen Ärzten, Intrigen und Liebesverwirrungen. Obwohl ich den Cast mag (u.a. Jung Ryeo Won [King of Dramas] und Joo Ji Hoon), werde ich mich davon fernhalten. Von Krankenhausserien werde ich immer so hypochondrisch.

The Heirs (상속자들)
SBS, ab 9 Oktober, 20 Episoden

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Gefühlt das Drama, um das in diesem Jahr das meiste Vorab-Gewese gemacht wurde. Das liegt zum einen daran, dass es das neue Drama von Kim Eun-Sook ist, deren Projekte (Secret Garden, A Gentleman’s Dignity) sich in den letzten Jahren einiger Beliebtheit erfreuten und zum anderen am Cast, der populäre Stars wie Lee Min Ho, Park Shin Hye oder auch den jüngst durch Gu Family Book bekannter gewordenen Choi Jin Hyuk beinhaltet.
Der Plot wickelt sich um reiche Sprösslinge und ein armes Mädchen mit allem, was dazugehört: Intrigante Familienangehörige, Liebeswirrungen, das schwere Leben der Schönen und Reichen.
Allein der ursprüngliche Titel „The One Trying to Wear the Crown, Withstands the Weight – The Heirs“, den man zum Glück wohl mittlerweile aufgegeben hat, macht es einem im Vorfeld verdammt schwer, dieses Projekt ernst zu nehmen – es sei denn, er wäre ironisch gemeint, was ich hier einfach mal bezweifle. Dazu kommt der Cast: LMH und PSH ist so ziemlich die drögste Lead-Kombi, die ich mir vorstellen kann. PSH finde ich einfach entsetzlich langweilig und meine Sympathien für LMH sind auch stark abgekühlt. Dazu kommt, wie schamlos offensichtlich man hier ein zweites „Boys over Flowers“ produzieren möchte. Und letztlich tragen auch die Trailer nicht dazu bei, diesen Eindruck zu ändern. Klingt nach einem echten Autounfall-Drama: Es ist schrecklich, aber man kann nicht wegschauen. Wie BOF eben …

 

Marry him if you dare (미래의 선택 ) auch: Mi Rae’s Choice
KBS2, ab 14. Oktober, ? Episoden

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Mittlerweile ist es ja beinahe ein schlechtes Omen für ein Drama, wenn Yoon Eun Hye mitspielt, denn sie hat nach Coffee Prince ein so schlechtes Händchen für die Auswahl ihrer Projekte bewiesen, dass man schon ein wenig zusammenzuckt, wenn man ihren Namen auf der Liste eines Casts sieht. Und das sage ich als jemand, der sie mag.
In „Marry him if you dare“ spielt sie eine Frau, die in der Zeit zurückreist, um ihrem jüngeren Selbst Lebens- und Liebesratschläge zu geben.
Klingt für mich jetzt nicht so anheimelnd, wenn ich ehrlich bin.

Your Neighbor’s Wife (네 이웃의 아내 )
JTBC, ? Episoden, ab 14. Oktober

Drama um zwei Ehepaare, die im gleichen Haus wohnen. Beide haben gute Jobs und ein scheinbar perfektes Leben, sind aber nicht glücklich. Der Mann des einen Paars verliebt sich die Frau seines Nachbarn.

Reply 1994 (응답하라 1994)
tvN, ? Episoden, ab 18. Oktober

reply1994

Der Nachfolger des sehr charmanten Überraschungserfolgs Reply 1997aus dem letzten Jahr. Inhaltlich wird es wohl keine Überschneidungen geben, nur das Konzept soll das gleiche sein. Mich packt schon beim Ansehen der Trailer wieder die aktue Nostalgie. Das magische Auge! Die Zeit, als wir alle auf bunte Farbschlieren schielten, bis wir Kopfschmerzen bekamen. Hach.

 

Basketball (빠스껫 볼)
tvN, ab 21. Oktober, 24 Episoden

basketball2

Das Drama wird wohl im Korea der 40er Jahre spielen, von der japanischen Besatzung und deren Ende nach dem zweiten Weltkrieg bis hin zur sich ankündigenden Teilung Koreas. Wie der Titel schon sagt, geht es um Basketball, genauer gesagt um die Mannschaft, die für Südkorea bei den Oympischen Sommerspielen in London 1948 antrat und sich bis ins Viertelfinale kämpfte. Die ersten Poster für dieses Drama tauchten schon vor Monaten auf und machten mich ziemlich neugierig. Ich finde gerade diesen Abschnitt der koreanischen Geschichte sehr spannend und wenn es gut gemacht ist, könnte das ein richtig interessantes Drama werden.

 

Außerdem:
Potato Star 2013QR3 (감자별 2013QR3 ), tvN, 120 Episoden, ab 23. September
Passionate Love (열애), SBS, 50 Episoden, ab 28. September
Will you Love and Give It Away? (사랑해서 남주나), MBC, 50 Episoden, ab 28. September
King’s Daughter, Soo Baek Hyang (제왕의 딸, 수백향 ), MBC, ? Episoden, ab 30. September
Empress Ki (기황후), MBC, 50 Episoden, ab 21. Oktober

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