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Bye, bye UF ? Aus Büchern und Genres herauswachsen.

13. November 2013

Ich lese gerade „Fair Game“, den dritten Band von Patricia Briggs„Alpha&Omega“-Reihe. Seit drei Monaten. Es steckt in meiner Tasche, wenn in der morgendlichen Bahn sitze, aber am Ende greife ich doch lieber zum Rätselheft oder zur irgendeiner Arbeit, die gemacht werden muss. Oder ich starre aus dem Fenster. Ja, ich bin zu einer dieser stumpfen Aus-dem-Fenster-Starrer geworden, über die ich früher immer den Kopf geschüttelt habe.

Heute saß ich dann da und las Rezensionen zu dem Buch, weil ich sehen wollte, ob es noch anderen wie mir ging. Aber es waren größtenteils begeisterte Reaktionen, die ich da fand.

Mir haben die ersten beiden Bände auch sehr gut gefallen. Es gibt eine Heldin mit einer etwas anderen Art von Stärke – keine säbelschwingende Amazone und es gibt eine Beziehung, die erst langsam wachsen muss, statt dem üblichen Instant-Love-Kitsch. Und trotzdem langweilt mich dieses Buch nur. Vielleicht weil ich das Gefühl habe, dass der Annäherungsprozess der beiden künstlich verlängert wird, vielleicht weil mir die Krimistory zu schlicht gestrickt ist, vielleicht weil es zu viel Alpha-Gehabe gibt, das ich schon immer affig fand. Vielleicht aber auch einfach, weil ich aus dem Genre jetzt endgültig „rausgewachsen“ bin.

Ich habe angefangen (moderne) Urban Fantasy zu lesen, als Genre noch recht jung war. In Deutschland war gerade  der erste Anita Blake Roman erschienen und steckte wahlweise in den Krimi- oder Fantasyregalen der Buchhandlungen, weil niemand so recht wusste, wohin damit. Ich habe mich erst durch die halbe englische Anita Blake Reihe gefräst (bis es wirklich nicht mehr zu ertragen war), dann mit der gerade neu erscheinenden Mercy Thompson Serie weitergemacht. Und irgendwann schwappte die Welle auch nach Deutschland und der Markt wurde überflutet damit – obwohl hierzulande die Urban Fantasy mit wenigen Ausnahmen – nie so richtig Fuß fassen konnte. In dieser Zeit ist viel Mist erschienen, in dem Bestreben den Hunger der Leser zu befriedigen und ich habe mich irgendwann auf einen kleinen Kreis Autorinnen zurückgezogen, der zuletzt nur noch aus Ilona Andrews und Patricia Briggs bestand. Und jetzt merke ich, dass auch die Bücher der beiden mich nicht mehr recht begeistern.

Ich kenne das eigentlich schon von mir, dass ich manchmal einfach „durch“ bin mit Sachen. „Buffy“ zum Beispiel: Ich war als Jugendliche ein großer Fan der Vampirjägerin, habe jede Folge auf Video aufgenommen und unzählige Male geschaut. Aber irgendwann, kurz nach dem Ende der Serie, war es irgendwie einfach vorbei. Ich habe schöne Erinnerungen daran, aber ich hatte seitdem nie mehr das Bedürfnis mich noch einmal intensiver damit zu beschäftigen. Und ich finde es immer interessant, wenn ich Leuten in meinem Alter begegne, die ihre Leidenschaft für die Serie bis heute bewahrt haben. Auch bei Harry Potter habe ich den letzten Band zugeschlagen und damit dann auch mit der Reihe abgeschlossen. Die Herr der Ringe Filme habe ich seit sie im Kino waren nicht mehr gesehen und betrachte den Hype, der heute noch darum herrscht eher befremdet. Und mit dem Lesen von Manga habe ich ziemlich reuelos vor etwa fünf Jahren nach und nach aufgehört und riskiere heute nur noch ab und an einen Blick.

Meistens tut es mir nicht leid, wenn ich Dinge hinter mir lasse. Eben, weil ich in Frieden damit abgeschlossen habe und auch weil es vielleicht das natürliche Ergebnis davon ist, dass man sich im Leben weiterentwickelt und verändert. Aber ich merke,  dass mir das bei diesen beiden Autorinnen, die ich so lange begeistert verfolgt habe, nicht so leicht fällt. Vermutlich weil ihre Reihen noch laufen, während das meiste andere irgendwann ein Ende gefunden hatte, so dass ich ohne Reue und mit schönen Erinnerungen aussteigen konnte. Vielleicht auch, weil ich noch keinen rechten Ersatz gefunden habe und derzeit etwas in der Luft hänge.

Ich habe noch 2-3 Bücher von den beiden da und werde es damit wohl noch einmal versuchen. Gekauft sind sie ja schon. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch mal eine zweite Chance für die Urban Fantasy und mich. Oder ich kann danach endgültig loslassen.

Wie sieht das bei euch aus? Seid ihr auch manchmal einfach mit Dingen fertig oder haltet ihr über viele Jahre an euren Leidenschaften fest? Womit habt ihr schon mal abgeschlossen? Und tut es euch leid oder eher nicht?

16 Kommentare leave one →
  1. 13. November 2013 14:17

    Theoretisch bin ich mit den historischen Romanen durch – wenn ich noch einen in die Finger bekomme, in dem eine Frau aus abwegigen Gründen superaufgeklärt, gebildet und überhaupt so gar nicht in ihre Zeit passend ist, dann schreie ich.😉 Aber das hindert mich nicht daran doch immer mal wieder die Augen nach anderen historischen Romanen aufzuhalten und noch einen Versuch zu wagen.

    Komplett verabschiede ich mich dann doch nicht von einem Genre, stattdessen suche ich lieber andere Facetten. Ich denke, dass das auch daran liegt, dass ich nur kurze Phasen habe, in denen ich mich auf ein Genre beschränke und ansonsten recht weitgefächert lese. Wenn man genügend Abwechslung hat, dann ist eine gewisse Vorhersagbarkeit bei bestimmten Romanen gar nicht so übel, so kann ich wenigstens davon ausgehen, dass so ein Buch zu meiner aktuellen Stimmung passt.

    Was die UF angeht, so merke ich bei mir eine deutliche Übersättigung an Liebesgeschichten. Je härter und actionreicher ein Urban-Fantasy-Roman ist und je weniger Liebesgeschichte er beinhaltet, desto glücklicher bin ich gerade damit. Auf der anderen Seite habe ich aktuell nach vielen Monaten mal wieder Lust auf historische Liebesromane, von denen ich eine Weile auch zu viele gelesen hatte.

    Da du „Buffy“ erwähnst: Ich habe in den letzten zwei Jahren die Serie nach langer Zeit mal wieder angeguckt und war überrascht, wie viel ich davon mochte. Heute entdecke ich ganz andere Aspekte und Anspielungen als früher, und die Szenen, die mir auf die Nerven gehen, kann ich ja im Zweifelsfall mit dem Schnellvorlauf hinter mich bringen. *g* Dafür kann ich die „Gilmore Girls“ nicht mehr sehen, davon habe ich gar nicht so viel gesehen, aber auf einmal waren die ständig und überall präsent. Mal gucken, ob mir diese Serie in einigen Jahren wieder Spaß macht …

    • 15. November 2013 11:14

      Bei mir ist es irgendwie keine Übersättigung an sich – als ich erste Anzeichen davon bemerkt habe, habe ich extrem zurückgefahren, ich merke nur einfach, dass ich an sich keine Leidenschaft mehr dafür aufbringe und da ist gar keine Genervtheit über bestimmte wiederkehrende Eigenschaften dabei, einfach nur ein gewisses aufkommendes Desinteresse.

      Gilmore Girls: Interessant, dass du die erwähnst. War über viele Jahre meine Wohlfühlserie Nr. 1. Ich habe alle DVD-Boxen und die wurden endlos gespielt, wenn ich Hausarbeit machen musste oder einfach nur gute Laune brauchte. Neulich habe ich festgestellt, dass ich sie jetzt schon weit über 1 Jahr nicht mehr angefasst habe. Offenbar bin ich aus der Phase jetzt auch raus.

  2. 13. November 2013 16:04

    Ich kann das verstehen. Früher war ich z.B. total musikbegeistert, Konzerte, CDs, Fanseiten usw. Irgendwann ist das total abgeflaut und ich hab wieder angefangen mehr zu lesen. Inzwischen höre ich halt ab und zu Musik, aber es ist mir lange nicht so wichtig wie das Lesen.

    Was Buch Genres angeht, hab ich mich an einigen einfach satt gelesen. Gerade diese Hypewellen bieten zwar am Anfang viel Spannendes, weil es noch neu und unverbraucht ist, aber sobald ich ein paar davon gelesen habe, bin ich übersättigt und erkenne auch viel schneller, was gut ist und was weniger. Am Anfang, nachdem ich Twilight gelesen hatte, fand ich fast alle YA Paranormal Romance Geschichten total gut. Jetzt, wo ich aber ganz viele davon kenne, würde ich die gleichen Bücher nicht mehr so gut bewerten. Ich weiß nicht, ob das bei dir das gleiche ist, also ob du einfach übersättigt bist oder „aus dem Alter aus“… wahrscheinlich hängt das eh alles miteinander zusammen. Ich würde auf jeden Fall nicht sagen, dass ich nie wieder Bücher aus dem Genre lesen würde, aber ich wähle sehr viel genauer aus, um auch die Hochkaräter zu erwischen und nicht den ganzen 0815-Quatsch. Ich glaube aus einem Genre richtig rauswachsen und damit abschließen, kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Es gibt ja so viele Autoren in jedem Genre, da findet sich bestimmt doch immer noch mal was, das einen begeistern kann, weil es neu ist oder anders geschrieben oder so.

    • 15. November 2013 11:20

      Stimmt, bei Musik ist es bei mir ähnlich. Ich bin früher mindestens auf eins der Sommerfestivals gegangen und habe viele Cds gekauft, jetzt höre ich nur noch selten nebenher Musik auf GoTV oder über Youtube. Und einen MP3-Player hatte ich auch lange nicht mehr in der Tasche.

      Die YA Paranormal Romance ist tatsächlich ein Genre, bei dem ich eher aus Genervtheit so halbwegs ausgestiegen bin (anders als bei meinen obigen Beispielen, wo ich irgendwann einfach „durch“ und meistens zufrieden war). Ich würde davon aber heute noch was lesen, aber, wie du sagtest, sehr wählerisch sein. Solche Trendwellen bringen ja immer viel Mist mit sich.

  3. 13. November 2013 16:31

    Klingt ein bisschen, als hättest Du manchmal vom lesen generell genug (aus dem Fenster sehen)? Aber Abwechslung, die brauche ich auch hin und wieder und das Schöne ist, dass die Phantastik generell viel davon zu bieten hat. Wenn ich merke, dass mir eine Ecke davon über ist, dann greife ich woanders hin. Wenn ich auch zugeben muss, dass ich mir einige historische Romane (Mittelalter) besorgt habe und einige Mysteriethriller, einfach um mal wieder etwas GANZ anderes zu lesen. Insofern verstehe ich Dich voll und ganz.
    „Buffy“ habe ich ja früher auch sehr gerne gesehen, ich weiß allerdings nicht, ob mich das heute noch genauso „anmachen“ würde wie damals. Allerdings lese ich ja auch immer noch am Rad der Zeit, das ich damals angefangen habe – und sei es „nur“ um endlich zu erfahren, wie es ausgeht.🙂 Mit so ganz alten Sachen (womit ich nicht sagen will, dass WIR alt sind!) verbindet man vielleicht Erinnerungen und Emotionen, die nicht in erster Linie oder überhaupt etwas mit dem Werk an sich zu tun haben.

    • 15. November 2013 11:29

      Ja, ein bißchen schon. Das liegt aber zum Teil auch daran, dass mir im Moment tatsächlich eine Art Buch fehlt, für die ich mich begeistern kann. Ich bin da noch immer etwas auf der Suche. Ich habe nie nur ein Genre gelesen, aber ich mag nun mal einfach Krimis oder historischen Romane nur in Ausnahmefällen. Chick-lit finde ich auch doof und LiRos verfehlen meistens gekonnt mein Romantikzentrum (habe wohl noch nicht die richtigen erwischt oder so). Und der Bereich der allgemeinen Belletristik ist so groß und durchwachsen, dass ich im Moment noch versuche etwas zu finden, was weder zu platt noch zu vergeistigt ist. Ich denke ich nehme die nächsten Tage einfach mein Strickzeug mit. Geht ja nicht an, die Sache mit dem Fenster.

      Ein bißchen hängt es sicher mit dem Alter zusammen. Ich merke jetzt erst, dass die 3 eben doch was geändert hat, auch wenn es mir erst nicht so vorgekommen ist. Aber diese nostalgischen Gefühle habe ich auch noch. Und zu einigen Sachen kehre ich gerne mal zurück. Bei anderen (Harry Potter etc.) reicht mir die Erinnerung und da will ich gar nicht zurück.

  4. 14. November 2013 09:04

    Lustigerweise war es bei mir fast genauso: Ich war – oder besser: bin – mit dem PR-/UF-Thema eigentlich ebenfalls total durch, aber gerade von Briggs und Andrews mag ich mich nicht recht trennen. Also stehen da seit geraumer Zeit noch Fortsetzungen ihrer Serien ungelesen in meinem Regal und ich hab zwar ein gutes Gefühl, was die Serien angeht, aber keine Lust, mich weiter damit zu beschäftigten. Ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich irgendwann doch noch mal Lust darauf kriege, aber wirklich wahrscheinlich ist es nicht …

    • 15. November 2013 11:30

      Schön, dass ich damit nicht allein bin. Genauso geht es mir mit den Fortsetzungen.

  5. Bücherphilosophin permalink
    14. November 2013 09:23

    Das man sich weiterentwickelt, auch literarisch, das gehört einfach zum Leben dazu. Bei mir bemerke ich ebenfalls Veränderungen, die ich aber allesamt für positiv halte. Durch mein Schreiben hat sich mein Leseverhalten verändert und ein Buch braucht mittlerweile mehr als nur eine gute Geschichte um mich zufrieden zu stellen.
    Das hat mein Leseerlebnis jedoch nicht nur verändert, sondern auch bereichert. Viele bereits gekaufte Bücher wanderten auf den Flohmarkt, was schon schade ist. Doch darüber werde ich hinweg kommen😉

    Liebe Grüße,
    Bücherphilosophin🙂

    • 15. November 2013 11:34

      Ja, ich glaube auch, dass das Weiterentwickeln dazugehört. Gehört einmal zum Älterwerden und dann auch zur eigenen persönlichen Entwicklung. Und wenn man in einem Bereich arbeitet, in dem man viel mit Texten zu tun hat, geht diese Entwicklung vielleicht noch schneller. Wobei ich mir schon manchmal meine alte „Naivität“ und einen weniger kritischen Blick auf Texte zurückwünsche.

  6. 14. November 2013 22:00

    Oh, Buffy!
    Es begab sich zu einer Zeit, als Buffy noch nicht in Wiederholung im Fernsehen lief und ich parallel dazu nicht genug von einem Mr. Darcy sehen konnte. Und so kam es, dass ich meinen Videorecoder (das gute alte VHS!) programmiert und vergessen hatte die 95er Ausgabe der BBC Verfilmung aus dem Gerät zu nehmen.
    Um später schmerzlich fest zu stellen, dass Mr. Darcys wunderbarer Sprung ins kalte Nass, das kalte Grauen auf Xanders Gesicht „zauberte“ und mich erstarren ließ. Und ich wieder eine Lektion im Leben gelernt hatte, deutsche VHS Kassetten, haben im allgemeinen eine Aufnahmesperre, britische anscheinend nicht.

    Was mich daran erinnert, dass ich alle paar Jahre wieder in ein „britisches“ Loch falle und mir dann alle Konserven, die ich besitze wieder anschaue, und alle Bücher.
    Aber Harry Potter habe ich nur bis zum vierten Exemplar, die Tinten-Triologie zwar ganz, dafür aber alle danach folgenden Vampire und sonsitge Hypes gänzlich ignoriert.

    Was bei mir am eigenen Schreiben lag/liegt. Die berühmten SM Bücher habe ich nur angelesen und der dürftige Schreibstil lockt mich mindestens so sehr es zu lesen, wie ein Telefonbuch.

    Gilmor Girls, Ally McBeal, McLeods Töchter, …
    So was habe ich gerne gesehen, aber als mein Fernseher sich verabschiedete, habe ich ihn nicht mehr ersetzt. Und nachdem ich selbst ein jahr nicht mehr im Kino war, obwohl ich sonst fast 2-mal im Monat ging. Fühlte sich der nächste Besuch irgendwie, richtig gut an, weil es wieder zu etwas besonderem geworden ist.
    Manchmal ändert sich die Sicht auf Dinge, oder der Umgang mit ihnen und das ist nicht immer schlecht.

    • 15. November 2013 11:39

      Haha, die Geschichte mit Mr. Darcy und Xander … Pride and Prejudice war die erste Liebesgeschichte meines Lebens, die ich damals romantisch fand, deshalb hat das immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Obwohl ich die DVDs heute nur noch selten schaue. (Anfangs hatte ich es noch auf Videokassetten aus dem Fernsehen aufgenommen, die dann immer schlechter wurden und bei denen auch irgendwo ein Anfang fehlte … hach, die alten Zeiten).

      Ja, die Begeisterung für SoG kann ich auch nicht nachhvollziehen, mir zieht’s da auch in jeder Hinsicht alles zusammen. Brrr.

      Ich gebe zu, dass die asiatischen Serien bei mir nach und nach die US-Serien verdrängt haben. Wird sich aber sicher auch wieder ändern.

  7. minthoa permalink
    15. November 2013 16:25

    Ich stecke auch gerade in einer literarischen Sackgasse fest. Als ich früher die Genres gewechselt habe, hatte ich gleich ein neues. Jetzt aber komme ich aus der Romantikecke nicht raus, weil ich nichts anderes finde. Nur, in diesem Genre gibt’s auch nicht genug Auswahl, die mir gefällt.

    Vielleicht ändern sich aber auch die Prioritäten. Ich verbringe beispielsweise immer öfter die Abende mit meinem Schatz, anstatt ihn und die Welt um mich herum stundenlang zu vergessen und zu ignorieren.

  8. 28. November 2013 12:02

    Tolles Thema. Wobei ich es schade fände, wenn du mit UF durch wärst – aber ich kann es auch verstehen. Die Plots wiederholen sich langsam zu sehr.

    Wobei bei ALPHA & OMEGA 3 kann’s auch einfach am Buch gelegen haben. Ich habe es gelesen und hätte es auch fast drei mal abgebrochen. Ich fand’s einfach nicht so toll.

    Das hab ich zum Buch geschrieben:

    „Das alles wäre an sich nicht schlecht, wenn der Autorin die Mischung besser gelingen würde. Obwohl Briggs sonst eine exzellente Erzählerin ist, wirkt dieser Roman etwas unruhig. Spannende Szenen wechseln sich mit Passagen ab, die atmosphärisch nicht überzeugen, ja mitunter sogar fad und langweilig wirken. Zudem verschenkt sie, die sonst vor allem durch ihre gelungenen Charakterdarstellungen punktet, hier Potential. (…)
    Insgesamt ist dieser Band eines der schwächsten Bücher, die Patricia Briggs bis dato geschrieben hat.“

    Seanan McGuires Toby Daye-Reihe kennst Du, oder?

    • 2. Dezember 2013 10:43

      Gut zu wissen, vielleicht liegt es ja dann doch am Buch und nicht an mir. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie in der langen Pause ein wenig den Bezug zu ihren Figuren verloren hatte – aber vielleicht habe ja auch nur ich den Bezug verloren. Man weiß es nicht.

      Ja, ich habe „Rosemary and Rue“ gelesen, fand aber leider nur den Prolog (der wirklich grandios war) gut, der Rest wirkte auf mich leider zu blass.

  9. 25. Januar 2014 02:24

    Bei Mangas hab ich’s genauso gemacht, wie Du. Ich finde auch, wenn man sich eine Zeitlang mit der Breite eines Mediums beschäftigt hat, wird man auch wählerischer. Irgendwie. Klingt irgendwie gemein.

    Der Autor, den ich nicht hinter mir lassen kann, ist Terry Pratchett. Nach wie vor kenne ich niemanden, der die Combo aus Weisheit und Humor so hinkriegt, wie er, wobei seine späten Bücher, vielleicht auch wegen seiner Krankheit, nachgelassen haben.

    Wegen „Herr Der Ringe“: Ich denke, „cineast-historisch“ (falls das überhaupt ein Wort ist; es gibt doch medizinhistorisch – was ist das Äquivalent dazu?) ist „Herr der Ringe“ sehr wichtig. Was die „Epik“ und die Art und Weise angeht, wie das dargestellt ist, hat das alles danach beeinflußt.

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