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Versuchungen im September und Oktober

30. Oktober 2011

Da es im September so gut wie nichts zu berichten gab, habe ich meinen Rückblickspost ausfallen lassen und packe ihn jetzt mit dem Oktober zusammen. Fallende Blätter und kühle Nächte haben meine Leselust wieder geweckt, so dass ich im Oktober schon fast wieder so wie früher mein wöchentliches Buch gelesen habe. Für viele ist das noch immer sehr wenig, aber ich muss zugeben, dass es mir auch keinen rechten Spaß macht, zu viel zu schnell hintereinander zu lesen.

Im September haben ich Sarah Dessens „What Happened to Goodbye“ gelesen, dessen Figuren und Thema mir gefallen haben, auch wenn es keine so wirklich runde Sache war. Jetzt brauche ich erst einmal wieder ein paar Monate Dessen-Pause.

Außerdem habe ich mal wieder vom deutschen Barsortiment Libri profitiert, die sich nicht um Erscheinungstermine scheren und mir Simon Torfields „Simon’s Cat 3 – In Kitten Chaos“ fast 2 Wochen zu früh lieferten. Simons Katze bekommt Konkurrenz durch ein knuddeliges, quirlinges Zweitkätzchen, das nichts als Ärger macht. Ich habe zwar Band 2 nicht „gelesen“, aber bislang ist das mein Lieblingsband. Nicht nur, weil ich Kätzchen mag, sondern auch, weil die fortlaufende Geschichte, die sich durch diese kleine, wortlose Cartoon-Sammlung zieht, einfach zu schön ist.

Den Oktober habe ich mit Band 3 der Chicagoland Vampires Serie von Chloe Neill, „Twice Biten“, eingeweiht. Die Reihe fliegt nun leider endgültig von meiner Kaufen-Liste. Zu viele ultraschöne Männer und Frauen mit Problemen mit ultraschönen Männern in diesem Buch. Dazu eine einfallslose, vorhersehbare Handlung als Kulisse. Stellenweise ist es zwar noch ganz unterhaltsam, aber das reicht mir nicht.

„Vorsicht Nachsicht“ von A.C. Lelis hinterließ gemische Gefühle. Ich wusste vorher, dass die Autorin schreiben kann, eine der wenigen Online-Autoren in diesem Genre, von denen man das sagen kann, und ich schätze die psychologische Tiefe ihrer Figuren. Was ich nicht mag ist der Hang zu sich längenden Geschichten voller Nebensächlichkeiten und Sexszenen in munterer Reihung. He, ich bin nicht mehr die Jüngste, wenn Leute anfangen, sich ihre Lieblingsfarben aufzuzählen, werde ich ungeduldig.😉

Das hochgelobte „Anna and the French Kiss“ von Stephanie Perkins, das ich leider nicht so toll fand wie jedes andere lesende Wesen, habe ich in einer Rezension ausführlicher vorgestellt.

Sehr begeistert war ich von „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“, dem dritten und letzten Band von Andreas Steinhöfels genialer Kinderbuchreihe um den tiefbegabten Rico und den hochbegabten Oscar. Unglaublich witzig, ein bißchen wehmütig und sehr sehr menschlich ist dieser Band wieder geworden.

Richard Harlands „Worldshaker“ war ein schöner Steampunk-Jugendroman, mit dem ich überraschend viel Spaß hatte und der mich an die Abenteuerromane meiner Kindheit erinnert hat. Ein wenig litt es an seiner Einfachheit, so dass mir die ein oder andere Sache dann doch ein wenig zu unglaubwürdig glatt lief, aber abgesehen davon ist es ein guter Reihenauftakt mit einem interessanten Setting.

TV-Serien

Die US-Serien-Saison ist wieder losgegangen und ich konnte einen alten Bekannten wiedertreffen und habe einige neue Serien ausprobiert.

Zunächst freute ich mich über Staffel 4 von Castle, die ganz schön düster und bedrückend, aber auch wirklich spannend losging. Ich habe bislang 4 Folgen gesehen und kann nur sagen, dass ich die Themenfolgen sehr liebe. Die Superheldenfolge war amüsant.

Ausgetestet habe ich die neue Serie von Ex-Buffy Sarah Michelle Gellar, die in „Ringer“ in einer Doppelrolle zwei sehr unterschiedliche Zwilligsschwestern spielt. Bridget ist ein wenig das gefallene Mädchen, die gerade dabei ist, ihr Leben nach einem Alkoholentzug wieder in den Griff zu bekommen. Aber sie wird Zeugin eines Mafiamordes und fürchtet um ihr Leben, weshalb sie zu ihrer reichen Schwester Siobhan flieht. Nach einem Bootsausflug, bei dem Bridget einschläft, ist Siobhan spurlos verschwunden. Bridget denkt, dass sie im Meer ertrunken sein muss und sieht plötzlich ihre Chance: Sie meldet das Verschwinden ihrer Schwester nicht, sondern nimmt deren Identität an. Aber schon bald merkt sie, dass sie sich in noch größere Schwierigkeiten gebracht hat: Ihre Schwester war ein kaltes Biest, das ihren Mann mit dem Partner ihrer besten Freundin betrogen hat und offenbar selbst Feinde hat, denn plötzlich muss Bridget auch als Siobhan um ihr Leben fürchten.

Ich bezweifle, dass diese Serie eine zweite Staffel bekommt, obwohl ich sie so schlecht nicht finde und weiterhin verfolgen werde.

In „New Girl“ zieht ein Nerdmädchen, nachdem sie von ihrem Freund betrogen wurde, in eine Männer-WG ein. Ich bin noch nicht sicher, was ich davon halte. Die Nerdmädchen-Sache gefällt mir definitiv und irgendwie finde ich schon nach Folge 1 die Dynamik zwischen den Figuren ganz liebenswert, aber die vielen Frau/Mann/Beziehungs-Klischees, sind einfach so durchgenudelt. Bitte keine Dirty Dancing Witze mehr …

Auch „Glee“ ging wieder los. Ich sehe es noch immer gerne, obwohl die Form der ersten Staffel wohl nie wieder erreicht werden wird.

Dafür ist mein Konsum asiatischer Serien zurückgegangen, weil sich da im Moment wenig für mich Spannendes tut:

Scent of a woman ist sehr berührend zu Ende gegangen.

Protect the Boss hat mein Herz als eine der besten RomComs des Jahres fest im Griff, während Myung Wol im völligen Desaster endete.

Ich habe einen Sprung nach Japan eingelegt und mir das „You’re Beautiful“-Remake „Ikemen desu ne“ angesehen und festgestellt, dass es meinem Japanisch guttut, die Sprache mal wieder öfter zu hören. Ikemen desu ne hat mir erstaunlich gut gefallen. Es ist sehr nahe am Original und hat doch seinen eigenen Charme, auch wenn es an das Original nicht herankommt und einfach fürchterlicher Kitsch ist.

Die einzige laufende Serie, die ich verfolge, ist derzeit das koreanische  „Vampire Prosecutor“. Ein vampirischer Ermittler, der, wenn er das Blut eines Opfers schmeckt, den Moment seines Todes sehen kann, das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Eine tolle, kühle Optik, der sehr ästhetische Einsatz von Blut und die für eine Krimiserie typischen wöchentlichen Fälle, machen die Serie definitiv sehenswert. Zumindest die ersten beiden Folgen haben mir sehr gut gefallen.

3 Kommentare leave one →
  1. 3. November 2011 16:10

    Ich habe mir eine Karte für eine Steinhöfel-Lesung nächste Woche reserviert🙂 Mal gespannt, ob die Reihe danach noch lange bei mir subbt… wahrscheinlich nicht😉
    Liest du auch noch die Fortsetzung von „Worldshaker“? „Liberator“ erzählt noch mal eine ganz eigene Geschichte, finde ich. Schade, dass die Dilogie von Richard Harland so untergegangen ist😦 Wobei ich denke, sobald die als TB-Ausgabe erscheint, werden sicher ein paar mehr Leser darauf aufmerksam.

  2. 3. November 2011 17:54

    Garantiert nicht! *g* Viel Spaß wünsche ich. (Und irgendwie bin ich ziemlich neidisch. ;))

    Ich denke erstmal nicht. Mir hat Worldshaker zwar Spaß gemacht, aber es drängt mich im Moment irgendwie nicht zum zweiten Teil.
    Ich hoffe ja, dass das Genre in Deutschland vielleicht doch noch einen kleinen Durchbruch erfährt und dann auch Bücher wie Woldshaker ein wenig Aufmerksamkeit bekommen.

    • 4. November 2011 11:37

      Ich werde auf jeden Fall berichten, wie mir die Lesung gefallen hat (und ob ich dann bald zu den Büchern greife). Drei Tage später geht es dann noch zu einer szenischen Lesung von „Drachengasse 13“, darauf freue ich mich auch schon sehr, weil ich die Kombination Lesung+Theater reizvoll finde.

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