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[asian drama] Drama im Dezember (2016)

12. Dezember 2016

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Bevor ich mit dem Jahresrückblick in die Schlusskurve abbiege, möchte ich noch ein wenig über die Serien sprechen, die ich in den letzten beiden Monaten angefangen und beendet habe. Dieses Mal auch tatsächlich nicht vollständig koreanisch, es haben sich auch Dramas aus China und Japan dazwischengeschlichen.

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Keine Angst vor Mädchen – Über Geschlechterstereotype und vorauseilenden Gehorsam beim Bücherkauf

25. November 2016

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Als ich im letzten Jahr noch mal für ein paar Monate in einer kleinen Buchhandlung aushalf, fielen mir gleich beim der ersten Besichtigung des Ladens die beiden Nonbook-Regale auf: eine Seite lila und pink, eine blau, grün und grau. Auf einer Seite Sachen zum Hübschmachen, auf der anderen Abenteuersets und Geschicklichkeitsspiele. Leider mittlerweile ein gewohnter Anblick in Spielwaren- und Bekleidungsläden, die Kinder quasi von Geburt an in zwei verschiedene Farb- und Lebenswelten einteilen. (Das Header-Bild ist übrigens ein Foto von einem Set Filzmalstifte in der Mädchenecke, in den Farben: lila, rot, hellrosa, rosa, dunkelrosa … und petrol!)

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[Kdrama] On the Way to the Airport (공항 가는 길)

22. November 2016

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Als ich begann, dieses Drama anzusehen, hätte ich nicht erwartet, dass ich das am Ende sagen würde, aber: On the Way to the Airport ist das beste Kdrama, das ich in sehr langer Zeit gesehen habe. Das mag für einige überraschend kommen, immerhin ist es eine sehr zurückgenommene, ruhige, beinahe unspektakuläre Serie, die nie einen besonders großen Fanhype um sich hatte, doch genau das ist ihre Stärke: Sie erzählt ihre Geschichte ohne große Effekthascherei und lässt dabei den Figuren ihre Menschlichkeit.

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Dramageplauder 1/2016 – Erste (und zweite) Eindrücke

20. September 2016

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Wenn es eine goldene Regel für das Verfolgen von Serien während der Ausstrahlung gibt, dann, dass es nie bei einer allein bleibt. Irgendwie muss man es ja eine Woche mit dem quälenden Cliffhanger aushalten, und dann schaut man zur Ablenkung hier oder da mal rein, und ehe man’s sich versieht, gliedert sich die Woche nur noch in Tage, an denen eine neue Folge von diesem oder jenem kommt.

Nach über einem Jahr Pause bin ich jetzt also wieder an diesem Punkt und merke erst jetzt, wie sehr ich es vermisst habe. Ich weiß nicht, ob es an der langen Auszeit liegt, oder ob im Moment einfach etwas bessere Zeiten angebrochen sind, aber diesmal gibt es tatsächlich 3 Serien, über die ich gerne schreiben möchte: Jealousy Incarnate, Moonlight Drawn by Clouds und Scarlet Heart: Goryo.

Und falls sich jemand fragt, was aus „W“ geworden ist: Ich habe die letzten 3 Folgen noch nicht gesehen (also bitte keine Spoiler, auch keine Andeutungen!), einfach weil ich keine Lust hatte – man kann mir nur eine begrenzte Anzahl an den Haaren herbeigezogener Plottwists servieren, ehe ich unleidig werde… Aber nun auf zu erfreulicheren Dingen.

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Das schleichende Ende einer Liebe: Die Leipziger Buchmesse

13. September 2016
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Ich war noch Schülerin, als ich irgendwann um 2000 ein Bahnticket kaufte und allein zu meiner ersten Buchmesse nach Leipzig fuhr. Es war der Beginn einer kleinen Liebe, und seitdem habe ich, mit Ausnahme der Zeit in Korea, keine Messe verpasst.

Die Buchmesse Leipzig wurde für mich zu dem Ort, wo ich meine Internetfreunde traf, einen wunderbaren Haufen sehr unterschiedlicher Menschen, mit denen ich Fantasy-Rollenspiele schrieb und ganze Wochenenden „Munchkin“ und „Werwölfe im Düsterwald“ spielte. Ich verbinde viele kleine und große Erinnerungen mit dieser Zeit, auch wenn ich zu der lustigen Truppe von damals heute nur noch losen Kontakt habe. Die Messe war einladend für junge Leute wie uns, weil hier Comic, Manga und Fantasy einen Platz hatten, der ihnen sonst in der Branche nur naserümpfend oder widerwillig eingeräumt wird.

Mit den Jahren bevölkerten zunehmend Cosplayer, die man zunächst mit freiem Eintritt anlockte, die Messe und machten sie etwas lebhafter und bunter. Manchmal verbrachte ich vier Tage dort und saß einen davon nur auf den großen Treppen in der Haupthalle, um mir die Kostüme anzusehen. Ich habe es immer geliebt, wenn da Menschen verschiedener Altersgruppen mit vollkommen gegensätzlichen Interessen aufeinandertrafen und kommunizierten. Mehr als einmal sah ich ältere Menschen, die das Gespräch mit jungen Cosplayern suchten und sie dazu befragten, was sie denn darstellten und ob das nicht unbequem sei. Wann sonst passiert so etwas schon mal?

So muss ein Fest des Lesens für mich aussehen, dachte ich immer. Verschiedene Genres, verschiedene Formen des Geschichtenerzählens auf einem Fleck. Jung und Alt, Anspruch und Unterhaltung nebeneinander und miteinander. Gerade hier in Deutschland, mit unserem Graben zwischen „U“ und „E“, war es eine Wohltat, so etwas zu sehen.

Nun, das kommende Jahr ist das erste, in dem ich erwäge, nicht hinzufahren.

Warum?

Es haben sich Dinge verändert, zu viele, um sie zu ignorieren. Die Anwesenheit dieser jungen, bunten Menschen stieß nicht nur auf Gegenliebe. Es gab mehr als einen, dem sie ein Dorn im Auge waren und der sich wohl auch bei der Messeleitung beschwerte. Zunächst ohne Erfolg, die Messe wurde von Jahr zu Jahr etwas voller und etwas bunter. Halle 2, die Halle, wo Kinderbuch und Comic angesiedelt waren, wurde irgendwann so voll, dass man sich kaum noch darin bewegen konnte. Und noch ein anderes Problem gab es: Kleine Verlage in diesem Bereich meldeten sich als Händler an, um das Verkaufsverbot der Messe zu umgehen – oft die einzige Möglichkeit, überhaupt den Stand zu finanzieren – und zogen damit erst recht den Groll anderer Aussteller auf sich.

Deshalb hatte ich zunächst auch große Hoffnungen, als man ankündigte, Halle 1 zu öffnen und dort Raum für Comic- und Mangaverlage zu schaffen. Ich hoffte, dass man die ganze Messe entzerren, vielleicht sogar die Fantasy mit ins Boot holen und einfach was Tolles auf die Beine stellen würde. Doch schon als wir (wir, das bin ich und die Mitarbeiterinnen eines kleinen Verlags, die mich immer in ihrer Verlags-WG aufnehmen) dort ankamen, wurde mir klar, dass dem nicht so sein würde. Die Halle war nur halb gefüllt, ein paar Verlage, eine Bühne, eine Signierinsel, der Rest Verkaufsstände. Nicht einmal die „normalen“ Comic-Verlage hatten sich dem Umzug in Halle 1 angeschlossen, sondern waren mit Gemeinschaftsständen im allgemeinen Teil der Messe verblieben. Als ich dann den Messeplan sah, wurde mir klar, dass hier nicht „erweitert“, sondern „abgeschoben“ wurde. Auf dem Messeplan war Halle 1 als „Manga und Comic-Convention“ eingetragen, also quasi als eigene Veranstaltung, die irgendwie nicht zur Messe gehörte. Deshalb waren die dort ausstellenden Verlage auch gar nicht erst im Ausstellerverzeichnis der Messe zu finden. Ein klares „Die gehören nicht zu uns.“. Und die Botschaft kam an. Als ich einen ehemaligen Kollegen an seinem Stand in Halle 5 besuchte, erzählte er mir von Standnachbarn, die Cosplayern hinterherriefen, sie sollten sich in „ihre Halle scheren“. Wir und die. Die Anspruchsvollen und der Pöbel. Sind wir schon wieder so weit.

In diesem Jahr dann war die Halle voller – aber nicht mit Verlagen oder spannenden Ausstellern, sondern mit Verkaufsständen, die billige Chinaware für sehr viel Geld anboten. K-Pop-Kissen, Kontaktlinsen, Plüschtiere, Schlüsselanhänger und was noch. Natürlich darf es so etwas dort gerne geben, aber die schiere Masse erdrückte den Rest der Veranstaltung. Der Messe bringen diese Stände bei jährlich steigenden Standgebühren sicherlich ganz gut Geld ein, aber vom Charme der früheren Messen ist nicht mehr viel übrig.

Heute las ich dann hier und hier, dass man WerkZeugs, die sich seit einigen Jahren um den Fantasybereich auf der Messe kümmern, mit extrem hohen Standgebühren vergrault hat. Und es passt leider nur zu gut ins Bild.

(btw: Ob man dem Compact-Verlag auch die Standgebühren verdoppelt? Oder ob man ihn wieder mit seinem Bollwerk von einem Stand und seinen schwarzgekleideten Wachmännern direkt neben den Verlagen für schwule und lesbische Literatur ansiedelt? Auch das etwas, das bei der letzten Messe viele Fragen bei mir aufgeworfen hat.)

Laurie Penny, die dieses Jahr auf der Messe las, schwärmte in einem Interview davon, wie toll es hier sei, eine „ernsthafte“ Buchmesse und eine Comic- und Fantasycon in einem! Leider sehen die Veranstalter der Messe das wohl anders. Dem bunten, jungen Publikum, das man einst anlockte, und das einem zu Besucherrekorden verhalf, verpasst man jetzt einen schleichenden Tritt in den Allerwertesten. Auf dass die Messe wieder seriös werde, auf dass die Snobs in der Branche sich mal wieder durchsetzen. Vielleicht geht es auch wirklich nur ums Geld und das Vertreiben der „Nerds“ ist nur ein angehmer Nebeneffekt, ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass die Messe mit diesem Vorgehen so unglaublich viel verliert. Und nicht nur die Messe.

Als ich dieses Jahr im Fachbesuchercafé saß, dachte ich in einem ruhigen Moment darübe nach, warum ich eigentlich noch komme. Die Antwort war eigentlich ganz leicht: Ich komme der Menschen wegen, aber nicht mehr der Messe wegen.
Und so geht eine über 15 Jahre währende Romanze zu Ende. Schade, Messe Leipzig, ich dachte immer, du seist anders.

W – Between two Worlds (더블유)

20. August 2016

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Habt ihr euch schon einmal gewünscht, eine Figur aus einem Roman, aus einer Serie oder aus einem Comic treffen zu können? Die koreanische Fantasy-Serie W zeigt eindrucksvoll, dass man mit derartigen Wünschen vorsichtig sein sollte, und was passiert, wenn ein Autor die Kontrolle über seine Schöpfung verliert …

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[books] Neue Bücher 1/2016

16. Juni 2016

Ich habe Bücher gekauft! Noch vor wenigen Jahren wäre das noch nichts Besonderes gewesen, da musste ich mich eher zurückhalten, nicht ein neues Buch nach dem anderen anzuschleppen.

Aber dann kam der berufliche Alltag, der so viel mit Lesen verbunden war, dass ich in meiner Freizeit keine Bücher mehr sehen wollte. Und so habe ich mir Lesen als Hobby, und damit auch Bücherkaufen, abgewöhnt. Nun ist es nicht so, dass ich gar nichts mehr gelesen hätte; es hat sich nur verlagert. Ich lese viel im Netz, kleine Essays und Thoughpieces auf Blogs. Auf Romane hatte ich daneben für lange Zeit einfach wenig Lust.

Zuletzt hatte ich viel Arbeit, ich habe meine erste große Romanübersetzung fertiggestellt (über 800 Seiten) und ein Buch lektoriert, das mir mit Sicherheit ein paar graue Haare mehr beschert hat. Und irgendwo in dem ganzen Trubel kehrte meine Lust aufs Lesen zurück. Also habe ich mir zur Belohnung Bücher gekauft. Und weil ich nach all der Zeit auch eingerostet bin, was das Bloggen betrifft, dachte ich, es wäre ein leichter Wiedereinstieg, einfach nur meine Beute vorzuzeigen – ganz so wie früher. 🙂

 

Sarah Andersen: Adulthod is a Myth (9781449474195)
adulthood Die Comiczeichnerin Sarah Andersen veröffentlicht ihre Comicstrips online auf Twitter und auf ihrer Seite sarahcandersen.com. Über die Monate wurde sie so manches Mal in meine Timeline gespült und ihre sehr lebensnahen Comics sind mir zunehmend ans Herz gewachsen. Das hier ist ihr erstes Buch, das überwiegend aus einer Sammlung ihrer online veröffentlichten Werke besteht – und es war eine schöne Möglichkeit, die Zeichnerin, deren Arbeit ich immer völlig gratis genießen konnte, ein wenig zu unterstützen.
Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution (9780765386243)
geekfem Dieses Buch wollte ich seit der Ankündigung im letzten Jahr haben. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays (manche bereits online oder in Magazinen veröffentlich, mache neu) der Fantasy und SF-Autorin Kameron Hurley. Ich halte Hurley für eine der interessantesten neueren Stimmen in der Szene, weil sie nicht in bequeme Tropes verfällt, sondern versucht, sich und ihre Leser stets herauzufordern. Das lässt sich sehr gut in ihrem Essay We have always fought nachvollziehen, für den sie mit einem Hugo ausgezeichnet wurde. Ich bin sehr gespannt auf ihre anderen Texte, und überlege,  das Buch hier im Blog ausführlich, Essay für Essay, zu besprechen.
Ilona Andrews: Burn for me (9780062289230)
burn Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf eine Ilona Andrews. Ich mag ihr simples, aber interessantes, Worldbuilding und ihre No-nonsense-Heldinnen. Mir blieb die Wahl zwischen den neueren Kate-Daniels-Romanen und ihrer Paranormal-Romance-Reihe für Avon. Da ich mit Kate zuletzt nicht mehr so viel anfangen konnte, wurde es die neue Reihe (mit dem echt schlimmen Billo-PR-Cover …).