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Bloggeburtstagsblabla

19. August 2014

Vor zwei Tagen gratulierte mir WordPress zum vierten Geburtstag, und ich dachte, da könnte ja mal wieder einer DIESER Posts kommen. Bestandsaufnahme, woher, wohin und so.

Um eines gleich vorwegzunehmen: Auch wenn es hier in den letzten zwei Jahren arg still geworden ist, ich habe keinesfalls vor, irgendwann in naher Zukunft den Blog aufzugeben. Ich finde es schön, einen Ort zu haben, wo ich über Bücher oder andere Dinge sprechen kann, wenn ich Lust darauf habe. Und weil ich diesen Blog aus Überzeugung vollkommen unprofessionell und unkommerziell führe, kann ich das auch einfach so nach dem Lustprinzip tun.

Wie anders das im Vergleich zu vielen anderen Blogs ist, wurde mir auf der Messe in Leipzig erst wieder klar, als ich das Zimmer mit einer sehr lieben Buchbloggerin (ich weiß nicht, ob sie genannt werden will, also lass ich das an der Stelle) geteilt habe, die während ich durch die Halle geschlendert bin und am Verlagsstand einer Freundin ausgeholfen habe, einen Geschäftstermin nach dem anderen hatte und dick bepackt mit Tüten jeden Abend zurückkam. Fand ich spannend und einmal mehr wurde mir klar, dass ich diesen Druck in Form von Lexen gar nicht haben will. Würde der Sache in meinem Fall irgendwie den Spaß nehmen. Ich glaube übrigens nicht, dass es für sie Druck ist, sie lebt die ganze Sache förmlich und leistet auch tolle Arbeit. Ist halt eine Typfrage. Aus diesem Grund habe ich auch alle Rezensionsfragen, die mich in den letzten Wochen erreicht haben, abgelehnt. Ich bin und bleibe eine Meckertante und will das auch ausleben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil der arme, hoffnungsvolle Autor für sein Gratisbuch eine Meckertirade bekommt – und das womöglich erst nach Wochen. ;) Ich habe eh genug ungelesene Bücher für die nächsten drei Jahre und Neuerscheinungen hechle ich auch nicht mehr wirklich hinterher. Ich bekomme zwar manchmal von befreundeten Lektoren ein Buch zugesteckt, aber von denen weiß keiner von diesem Blog, also kann ich sicher kein, dass es ohne Hintergedanken geschieht (Lektoren haben ohnehin einen Drang, einem ständig ihre Babys Bücher in die Hand zu drücken, da bin ich schon mit lustigen Dingen wieder aus Büros gekommen … :D) und ich bin völlig frei darin, ob und wie ich das Buch bespreche.

Was habe ich nun vor? Ich würde gerne wieder auf einen Post pro Woche kommen, merke aber wie zögerlich ich teilweise damit geworden bin, einmal geschriebene Artikel auch wirklich zu veröffentlichen. Ich finde das Netz ist derzeit schrecklich voll mit „Geschrei“ und jedes Mal, wenn ich ein kontroverses Thema anpacken möchte, denke ich an das Geschrei und ob ich Lust habe, mich damit auseinanderzusetzen und lasse es lieber. Was ich in jedem Fall aber tun möchte, ist meine „Vom Manuskript in den Buchladen“-Reihe mal zu Ende führen. Das ist vielleicht der beste Weg, Menschen nahezubringen, wofür sie bezahlen, wenn sie ein Buch kaufen. Ich hatte auch überlegt, etwas zu „unverlangten Manuskripten“ in Verlagen zu schreiben, mit denen ich in der Vergangenheit hinreichend Bekanntschaft gemacht habe, bin aber nicht sicher, ob ich das tun soll – wegen Geschrei und so. Wenn jemandem ein buchspezifisches Thema oder eine Frage auf den Nägeln brennt, kann er es übrigens gerne vorschlagen, wenn ich etwas dazu weiß, blogge ich darüber.
Ich habe ein wenig die Lust am Rezensieren verloren, bzw. ich habe nicht bei jedem Buch Lust darauf, deshalb werde ich wohl ab und an wieder einen Sammelpost mit Kurzrezensionen einschieben, wie ich Anfang des Jahres bereits einen gemacht habe.
Kdrama-Post wird es auch weiterhin geben (sorry an die, die sich dafür nicht die Bohne interessieren), aber ich weiß noch nicht, wie oft und in welcher Form. Kommt auch ein wenig darauf an, ob gerade etwas Interessantes läuft.

Joa, und das war es schon. Ich danke allen, die trotz der Postflaute immer mal wieder vorbeischauen und mich noch nicht aus ihrem Reader gekickt haben. ;) Ich freue mich über jeden Kommentar und freue mich umso mehr, da sie bislang fast alle sehr klug und zivilisiert waren. Das fiel mir übrigens neulich auch bei der „Autoren fragwürdigem Hintergrund“-Diskussion bei Winterkatze und MissBookiverse auf. Alles sehr entspannt und sehr sympathisch. Kein Geschrei eben. Da macht es Spaß, Diskussionen zu lesen und auch mal mitzudiskutieren. In diesem Sinne: Ihr seid toll :D

[Rezension] David Levithan: Two Boys Kissing

6. August 2014

“…he hopes that maybe it’ll make people a little less scared of two boys kissing than they were before, and a little more welcoming to the idea that all people are, in fact, born equal, no matter who they kiss or screw, no matter what dreams they have or love they give.”

Two Boys Kissing
von David Levithan

Verlag: Audible 2013 (Buchausgabe: 2013)
Laufzeit: ca. 8 Stunden (ungekürzt)
Preis: 9,95 € im Abo, sonst 22,95 €

Die Versuchung
David Levithan. Ich mag diesen Autor einfach.

Was habe ich erwartet?
Etwas ähnliches wie “Boy meets Boy”, also im Grunde eine Liebesgeschichte – ist bei dem Titel und dem Cover jetzt nicht so abwegig. ;)

Was habe ich bekommen?
Etwas vollkommen anderes. Einen richtigen Plot gibt es nicht, der Roman besteht eher aus Momenteindrücken aus dem Leben verschiedener schwuler Jugendlicher. Aber das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Zumindest, wenn man sich auf Experimente einlassen kann.

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[Tempted by .... #1] Cherie Priest: Maplecroft

21. Juni 2014

 

Maplecroft

Ja, ich habe 3 Jahre gebraucht, um mir eine Kategorie mit diesem Namen einfallen zu lassen … Ich möchte sie nutzen, um hin und wieder ein Buch – egal ob Neuerscheinung oder schon älter – zu zeigen, bei dem ich beim ersten Blick richtig Lust bekommen habe, es zu lesen. Da ich grundsätzlich kurze bis nicht vorhandene Wunschlisten habe und in den letzten Monaten eigentlich nur recht selten etwas gefunden habe, bei dem ich nicht dachte “Meh, alles schon dagewesen”, dürfte das auch nicht zu ausufernd werden.

Gestern Abend bin ich über Cherie Priests neuen Roman Maplecroft gestolpert, der im September erscheinen wird. Ich kenne Cherie Priest bereits von ihrem Steampunk-Roman Boneshaker, ein ziemlicher Spaß mit Luftschiffpiraten und Zombies. Maplecroft wird nach Aussagen der Autorin “a Victorian-style gothic novel, a love-letter to Dracula via Lovecraft” sein. Protagonistin ist Lizzie Borden, die tatsächlich gelebt hat und in der Popkultur des amerikanischen Raumes immer wieder Gastauftritte hat. Sie soll ihre Eltern mit einer Axt ermordet haben, wurde aber vor Gericht freigesprochen. (Hierzulande hat man für solche ungeklärten Kriminalfälle ja auch eine Vorliebe, man denke nur an den großen Erfolg von Tannöd). Priest wird das ganze natürlich mit einem übernatürlichen Element erzählen.

Eine Gothic Novel um diese Figur herum könnte wirklich Spaß machen. Und Cherie Priest traue ich zu, da auch die nötige Atmosphäre aufbauen und mit genug ungewöhnlichen Ideen aufwarten zu können. Ich lasse mich also überraschen und bewundere bis dahin das wirklich tolle Buchcover.

Dramageplauder 02/2014

23. Mai 2014

Mittlerweile ist ja wirklich sehr viel Zeit seit dem letzten Geplauder vergangen, aber wahnsinnig viel hatte ich einfach nicht zu erzählen. Die Frühjahrsdramas sind fast ausnahmslos an mir vorbeigezogen und der Sommersaison droht im Moment das gleiche Schicksal. Im Moment fehlt mir etwas die Motivation, etwas Neues auszutesten, aber falls ihr Empfehlungen habt: Gerne, her damit. :)

Ein paar Folgen habe ich seit Februar aber dann doch gesehen, deshalb hier ein paar salbungsvolle Worte zum Ende von You from another StarSecret Love Affair und Hotel King.

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Weniger Mistgabeln, mehr Offenheit – Selfpublishing vs. traditionelles Publizieren

18. April 2014

Zu Beginn des Jahres hatte ich mir vorgenommen: Wieder mehr Branchenpresse lesen, wieder mehr Blogs lesen. Sehen, was in der Buchwelt so vorgeht. Was diskutiert wird. Aber bei beinahe jedem Versuch stolpere ich über ein Phänomen, bei dem ich am liebsten den Kopf auf die Tischplatte schlagen würde. Es haben sich gewissermaßen zwei Lager gebildet, die mit schöner Regelmäßigkeit aufeinander losgehen. Da ist die Branchenpresse, die das elitäre Schild ganz weit nach oben hält und gerne ihre Spitzen in Richtung Amazon, Qualität von Selfpublishing und Sinn oder Unsinn des E-Books loslässt. Und dann ist da eine Art Netzgemeinde aus Selfpublishern, Bloggern und Lesern, die sich den traditionellen Buchbetrieb als Feindbild gewählt haben und wettern, was das Zeug hält: über die Arroganz der Buchhändler, die Unfähigkeit der Verlage, angeblich überhöhte Buchpreise und die Buchpreisbindung als die Quelle allen Übels. In eben jenem Maße, in dem der traditionelle Buchbetrieb Amazon dämonisiert, romantisiert diese Fraktion das Unternehmen.

Was sie beide gemein haben ist, dass sie – mit Verlaub – ganz schön viel Unsinn reden. Entweder weil sie nicht bereit sind, sich aus alten Strukturen zu lösen, weil sie in Vorurteilen schier ertrinken oder weil ihnen schlicht das tiefergehende Wissen über das fehlt, was sie kritisieren.

Wie das aussehen kann, zeigen die Dokumentation über Selfpublishing bei Amazon, die dieser Tage auf Arte lief und die darauffolgenden Reaktionen ganz gut.

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Buchgeplauder 1/2014 – Buchmesse, Kloppereien und Kängurus

6. März 2014

Die Zeit rast, und es sind schon wieder zwei Monate des neuen Jahres vergangen. In der Buchwelt wird sich gewohnt munter verbal gekloppt. Darunter ein Herr, der mit einem sympathischen Textchen auf dem Suhrkamp-Blog mal eben die E-Book-Fangemeinde aufmischen wollte (Mission accomplished!) und Elfride Jelinek, die noch an den Weihnachtsmann glaubt und denkt, im Selfpublishing käme es weniger auf Beziehungen und Gemauschel an als in der Welt der etablierten Verlage. Weltbild und Hugendubel straucheln und der Börsenverein startet eine Ausbildungsoffensive für den Buchhandel. Also alles beim Alten. Ach ja, und dann ist da noch die Dame mit dem Büchnerpreis, deren Äußerungen so jenseits von allem sind, dass ich mich nicht mal darüber aufregen kann. Manchmal denkt man wirklich, die Welt sei auf dem besten Wege, vollkommen bekloppt zu werden.

Außerdem steht die Buchmesse in Leipzig vor der Tür, und nachdem ich 2013 ja leider nicht im Lande war, freue ich mich in diesem Jahr wieder auf vier Tage Stöbern, Cosplayer gucken und nette Menschen treffen.

Gelesen habe in den letzten zwei Monaten mal wieder etwas mehr mit den Ohren als mit den Augen, und es waren ein paar nette Sachen dabei.

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Dramageplauder 01/2014

23. Februar 2014

ywcfts01

Die letzten Wochen waren, was Kdramas angeht, etwas ruhiger. Mir fehlt nach all den Enttäuschungen im vergangenen Jahr im Moment die Lust, Neues anzufangen. Im Kdrama-Land ist mir derzeit vieles zu lang, zu klischeehaft, zu verklemmt oder zu inkonsistent. Außerdem habe ich noch einiges aus 2013, das ich noch nicht zu Ende gesehen habe und bis ich da nicht durch bin, will ich keine neue Serie beginnen.
Ein Jahresrückblick 2013 kommt übrigens auch noch, ich wollte nur abwarten, bis You from another star nächste Woche zu Ende geht.

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