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Protokoll der erlegenen Versuchungen: April 2011

4. Mai 2011

Ich reihe mich testweise mal ein in die Riege der Monatsrückblicke. Weniger aus Freude an der Statistik (die ich hier nicht führen werde) als mehr, um zurückzublicken und die Gelegenheit zu haben, kurz auf die Dinge einzugehen, die ich nicht ausführlich in einem eigenen Artikel besprochen habe. Mal sehen, ob das für mich eine praktikable Lösung ist.

Eine kleine Leseblockade hatte mich zu Beginn dieses Monats fest in ihrem Griff und irgendwie kann es mir im Moment noch immer kein Buch so wirklich recht machen. Entsprechend mager fällt die Leseausbeute in diesem Monat aus. Aber es ist ja nun nicht so, als wüsste ich sonst nichts mit meiner Freizeit anzufangen.

Bücher im April

Caitlin Kittredges düstere Steampunk-Fantasy für Jugendliche, The Iron Thorn, habe ich nur im Schneckentempo beendet, es war aber letztlich eine recht positive Erfahrung.
Nalini Singhs Angels‘ Blood war das richtige Buch zur richtigen Zeit. Als seichtes Lesefutter hat es mir ein paar Stündchen Spaß im Sonnenschein beschert. Nach der Hälfte hatte ich dann aber offenbar genug Spaß, denn beendet habe ich es eher desinteressiert und genervt.
Katja Kobers Harlekin, ein illustrierter Boys‘ Love Roman, bewies zwei Dinge: Es gibt in dem Genre deutsche Autorinnen, die richtig gut schreiben können und Kleinstverlage, die Bücher produzieren, die qualitativ und preislich kaum von denen der Großen zu unterscheiden sind. Inhaltlich war ich zwar nicht völlig beglückt, greife aber trotzdem gerne wieder zu.
Zum Monatsende habe ich mich in einer nächtlichen Lesesession noch durch Patricia C. Wredes und Caroline Stevermers Regency-Fantasy Sorcery and Cecelia gefräst. Rezension hier.

Angelesen habe ich Patricia Briggs‚ siebten „Mercy Thompson“-Roman River Marked, zu dem ich wider Erwarten keinen Zugang fand. Ist Briggs schwächer geworden oder liegt es an mir? Ich weiß es nicht, ich nehme es mir später noch einmal vor.

Serien und Filme

Ein schwacher Monat für meine beiden einzigen US-Serien Glee und Castle, von beiden liefen in den USA nur jeweils 2 ganz nette Folgen. Filme habe ich gar keine gesehen.

Asian Drama

Wenn es mit dem Lesen schon nicht geht, dann muss die Zeit in das andere Laster investiert werden. Nur blöd, dass diesen Monat auch hier die Highlights dünn gesät waren.

Mein Überraschungsfavorit ist 49 Days, die Geschichte einer jungen Frau, die nach einem Unfall im Koma liegt und nur ins Leben zurückkehren darf, wenn sie 3 Menschen findet, die echte, von Herzen kommende Tränen um sie weinen. Statt dem rührseeligen Kitsch, den ich erwartet hatte, wartete die Serie mit einem guten Tempo, überraschenden Wendungen und wunderbar schrägen und vor allem liebenswerten Charakteren auf. 13 von 20 Folgen gesehen.
Kitsch und jede Menge Klischees gibt es dafür bei Twinkling. Die Serie spielt in der Buchbranche, was mein Grund war, sie anzutesten. Leider schlägt mal wieder die Vorliebe von Koreanern für Geburts/Familiengeheimnisse zu, und die Lektorin, Tochter reicher Eltern, muss feststellen, dass sie als Baby mit einer armen Buchhändlerin vertauscht wurde. Oh Mann… -_- Leider habe ich nicht früh genug abgebrochen und jetzt fiebere ich doch tatsächlich mit. Seifenopern machen sowas mit einem. *augenroll* (13 von 50 Folgen gesehen).
Die RomCom Manny über eine mannliche Nanny im Haushalt einer verplanten alleinerziehenden Mutter hat den Nährwert einer Reiswaffel. Allerdings einer mit Schokolade drauf, den irgendwie süß ist es ja schon. Der Charme nutzt sich aber schnell ab und ich bezweifle, dass ich das zu Ende sehen werde. (5 von 16 Folgen gesehen)
Dagegen ist das Drama Royal Family, in dem sich die Witwe eines Millionärssohns mit Hilfe eines jungen Anwalts an dessen intriganter Familie für das ihr zugefügte Unrecht rächt, ein echtes Schwergewicht. Die vielen Wendungen machen es richtig spannend, aber wirklich gepackt hat es mich trotzdem nicht. (5 von 18 Folgen gesehen)

Welchen Versuchungen ich im Mai erliegen will:

Das angefangene Buch werde ich mit Sicherheit beenden. Außerdem erscheint Ende des Monats Ilona AndrewsMagic Slays, das natürlich Pflichtprogramm ist. Und dann möchte ich endlich Richard Harlands Worldshaker lesen.

Bei den US-Serien möchte ich unbedingt einen Blick auf A Game of Thrones werfen und die dritte Staffel von True Blood beenden, nachdem da im Juni Staffel 4 ansteht.

Viel Zeit wird mal wieder der koreanischen Popkultur gehören, denn die fahren diesen Monat einige schwere Geschütze auf, denen ich nicht widerstehen kann. Da wäre Best Love von den Schwestern Hong, die immer für clever geschriebene Romantic Comedys voller Popkulturanspielungen und zuckriger Symboltik gut sind. Dann ist da die langerwartete Rückkehr von Yoon Eun Hye, die ich trotz ihrer durchwachsenen Schauspielkünste sehr sehr mag, in Lie to me. In City Hunter lasse ich mich dann von Lee Min Hos jungenhaften Charme verzaubern, selbst wenn ich sonst nicht viele Hoffnungen für diese Produktion habe.
Neugierig bin ich außerdem auf Babyfaced Beauty, Ripley und Romance Town. Wenn ich auch nur die Hälfte davon gut genug finde, um weiterzugucken, habe ich viel zu tun.

5 Kommentare leave one →
  1. 5. Mai 2011 16:21

    Katja Kobers „Harlekin“ würde mich ja schon reizen. Das Buch würde sich hervorragend in meine Mangaecke eingliedern lassen.😉

    Wie fandest du es denn eigentlich??

    LG
    animasoul

    • Bon-sai permalink
      5. Mai 2011 19:44

      Na auf deine Meinung zu „Game of Thrones“ bin ich ja gespannt. Ich hör mir gerade die Hörbuchfassungen von Audible an, damit ich bei den ganzen Verwandtschaftsverhältnissen und wer mit wem und wer gegen wen durchblicke. Bei Briggs‘ „Mercy“ hatte ich schon beim letzten deutschen irgendwie ziemliche Startschwierigkeiten und ich hab ewig dafür gebraucht…hmmm.

    • 5. Mai 2011 22:35

      Harlekin hat mir gut gefallen. Die Autorin ist allerdings für meinen Geschmack teilweise etwas zu detailverliebt. (Obwohl das viele ihrer Fans wohl als Stärke betrachten). Ich war auch nicht ganz glücklich über den späteren Verlauf der Geschichte, da war einiges doch zu klischeehaft und die Charakterentwicklung von mindestens zwei Figuren fand ich persönlich etwas unglücklich.
      Aber: Katja Kober kann definitiv schreiben, ich war ziemlich beeindruckt, weil ich es gerade in dem Genre nicht gewohnt bin, auf sprachlich wirklich gute Texte zu stoßen. Und als fluffige Liebesgeschichte mit ein paar nachdenklichen Tönen hat mir das Buch gut gefallen. Wie gesagt, ich würde jederzeit wieder zugreifen.
      Wenn du generell diese Art der Boys‘ Love Romane (bzw. deren Entsprechungen in den einschlägigen Geschichten-Archiven im Netz) magst, kannst du, denke ich, bedenkenlos zugreifen.

  2. Bon-sai permalink
    5. Mai 2011 19:53

    uuups…wollte eigentlich nen neuen Kommentar da lassen und nicht auf den Vorherigen antworten. Heute etwas wirr im Oberstübchen.

    • 5. Mai 2011 22:39

      Och, das passiert mir auch manchmal, diese „Antowrten“-Buttons sind verwirrend.

      Ja, ich fürchte, mir wird es auch so gehen, dass ich bei „A Game of Thrones“ nicht mehr weiß, wer wer ist.

      Die letzte Mercy mochte ich eigentlich sehr gerne. Aber wenn in Band 6 einer Reihe noch über 50 Seiten lang in Nebensätzen versucht wird, dem unbedarften Leser das zu erzählen, was Kenner der Reihe längst wissen, dann nervt mich das.

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